Herzlich willkommen zum Gebet am Dienstag.
Am letzten Wochenende ist ganz viel ausgefallen: unser Kommunionkinderfest, die Ministrantenwallfahrt in Münster, Konzerte und Sportveranstaltungen, Kinderschützenfeste und, und, und. Und der Grund? Die Hitzewelle, die unglaublichen Temperaturen über mehrere Tage und täglich neue Rekorde.
Dann gibt es die einen, die jetzt sagen: "Ja, früher war es auch heiß, und es ist halt Sommer. Bla, bla, bla. Stellt euch nicht so an." Und es gibt die Fakten. Und die sagen sehr eindeutig, dass die Gesamttemperaturen in den letzten Jahren immer mehr gestiegen sind, die Zahl der Tage über 30 Grad immer stärker steigt. Und dass es immer schneller geht, weil wir Menschen den Klimawandel beschleunigen.
Und es gibt die Leugner, und es gibt die, die sagen: "Was kann ich als Einzelne und Einzelner schon tun?" Aber genau das ist, glaube ich, genau der Punkt. Wenn aber viele der 8 Milliarden Menschen sagen: "Was ich tun kann, das will ich auch tun", dann geschieht tatsächlich etwas.
Dass wir hier in Europa viel tun können, muss ich nicht mehr erklären. Wir sind seit Jahren dafür sensibilisiert. So ist es ja in vielen Bereichen unseres Lebens: in Gemeinde und Stadt, in Land und Republik, in Organisationen und Vereinen und in der Kirche.
Einer unserer Laudes-Mitbeter hat mir erzählt, dass er zu einem 75-jährigen Kirchbaujubiläum ins Nachbarstädtchen fahren wird. Vor Jahren sollte die Kirche geschlossen werden, aber da haben einige Gemeindemitglieder gesagt: „Nein, das ist unsere Kirche, und die wird nicht geschlossen.“ Und sie haben einen Förderverein gegründet und alles in die Hand genommen. Und es hat funktioniert.
Es werden weiterhin Gottesdienste gefeiert, und es gibt immer neue Ideen, was man als kleine Gemeinde tun kann und welche Möglichkeiten es gibt, als Christen in der Gesellschaft vor Ort Angebote zu machen. Es gibt genügend Spenden, und die Leute merken, dass sie mit ihrem Engagement etwas bewirken können. Und manchmal ist es auch Widerstand gegen vorgegebene Änderungen, die unsensibel über die Köpfe der Gemeinden hinweg gefasst worden sind.
Mut ist gefragt und Gemeinsinn und die Hoffnung auf einen Gott, der unsere Wege mitgeht.