Quantenphänomene sind Effekte in der Quantenphysik, die durch Theorien der klassischen Physik nicht erklärt werden können. Die meisten Quantenphänomene zeigen sich nur unter speziellen Bedingungen und bei Messungen mit hoher Genauigkeit. Das Besondere an der Quantenphysik ist, dass man nicht nur die Zahl Null oder Eins in ein einzelnes Atom einschreiben kann, sondern beide gleichzeitig. Dies eröffnet unter anderem im Bereich der Quantencomputer der Wissenschaft völlig neue Möglichkeiten.
Monika Aidelsburger ist Quantenphysikerin und erforscht eben diese Phänomene. Sie hat Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) studiert und arbeitete nebenbei am Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Die 33-Jährige ist seit 2019 Professorin für künstliche Quantenmaterie an der Fakultät für Physik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und damit die jüngste Professorin der Universität. An der LMU leitet sie wiederum vier verschiedene Forschungsgruppen. Für den Aufbau ihrer Forschung hat sie 2018 einen der renommierten ERC-Grants gewonnen und zuletzt mit dem Alfried-Krupp-Förderpreis eine der am höchsten dotierten Auszeichnungen der deutschen Wissenschaftsszene erhalten.
Im Moment arbeitet Aidelsburger an der Entwicklung einer neuen Plattform, die die Quantensimulation mit ultrakalten Atomen auf Phänomene aus dem Bereich der Quantenelektrodynamik und Teilchenphysik erweitern soll.
Im Gespräch mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler nimmt uns Monika Aidelsburger mit in die faszinierende Welt der Quanten und der neuen Möglichkeiten, die ihre Forschung für die Welt eröffnen kann.