Kinder mit sogenannten Verhaltensauffälligkeiten oder der Diagnose ADHS bekommen als Therapieansatz nicht selten Medikamente. Dabei wäre das in vielen Fällen gar nicht nötig. Davon ist jedenfalls Jaqueline Weiß überzeugt. Die Dresdnerin ist Expertin für Reflexintegration und plädiert dafür, sich statt auf Medikamente zu setzen zunächst um frühkindliche Reflexe zu kümmern, deren Bewegungsabläufe in den ersten drei Lebensjahren nicht im Gehirn "automatisiert" wurden. Was im Übrigen auch bei Lernproblemen wie Lese-Rechtschreib-Schwäche helfen kann, sagt sie. "Es gibt sehr gute Übungen - Bewegungsprogramme beispielsweise -, diese Reflexe nachträglich im Gehirn abzuspeichern, sie also zu integrieren", beschreibt die ausgebildete Trainerin. Welche Möglichkeiten es gibt und wie Reflexintegration funktioniert, erklärt Jaqueline Weiß im Podcast "Die gesunde Drittelstunde".