HAVEN Hamburg

Mose und Herrlichkeit (unvollständig)


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Der Herr sprach zu Mose: "Zieh mit dem Volk, das du aus Ägypten geführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe.
Ich will einen Engel vor euch her senden, der die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter vertreibt.
Er soll euch in ein Land bringen, in dem Milch und Honig überfließen. Ich selbst aber will nicht mit euch ziehen, denn ihr seid ein eigenwilliges Volk. Sonst könnte es sein, dass ich euch unterwegs vernichte."
Als die Israeliten diese harten Worte hörten, trauerten sie und keiner legte seinen Schmuck an.
Denn der Herr hatte Mose aufgetragen, ihnen auszurichten: "Ihr seid ein eigenwilliges Volk. Wenn ich auch nur einen Augenblick unter euch weilte, würde ich euch vernichten. Legt euren Schmuck ab, dann werde ich sehen, was ich mit euch tun werde."
Da legten die Israeliten am Berg Sinai ihren Schmuck ab.
Da entgegnete Mose: "Wenn du nicht selbst mit uns gehst, dann führe uns nicht von hier weg.
Denn woran soll man erkennen, dass du deinem Volk und mir wohlgesinnt bist? Doch einzig daran, dass du mit uns ziehst und wir uns deshalb vor allen anderen Völkern auf der Erde auszeichnen."
Der Herr sagte zu Mose: "Ich will dir auch diesen Wunsch erfüllen, den du gerade geäußert hast. Denn du stehst in meiner Gunst und ich kenne dich."
Doch Mose hatte noch eine weitere Bitte: "Lass mich deine Herrlichkeit sehen."
Der Herr antwortete: "Ich will meine Güte an dir vorüberziehen lassen und will meinen Namen `der Herr´ vor dir ausrufen. Ich schenke meine Gnade und mein Erbarmen, wem ich will.
Mein Gesicht kannst du jedoch nicht sehen, denn jeder Mensch, der mich sieht, muss sterben."
Dann fuhr der Herr fort: "Stell dich hier auf diesen Felsen neben mich.
Wenn ich dann in meiner Herrlichkeit vorüberziehe, werde ich dich in die Felsspalte stellen und meine Hand schützend über dich halten, bis ich vorübergegangen bin.
Dann will ich meine Hand wegnehmen und du wirst mir hinterher sehen. Mein Gesicht aber kann niemand sehen."
Dann kam der Herr in der Wolkensäule herab, trat zu ihm und rief seinen Namen `der Herr´ aus.
Er ging an Mose vorüber und sprach: "Ich bin der Herr, der barmherzige und gnädige Gott. Meine Geduld, meine Liebe und Treue sind groß.
Diese Gnade erweise ich Tausenden, indem ich Schuld, Unrecht und Sünde vergebe. Und trotzdem lasse ich die Sünde nicht ungestraft, sondern strafe die Kinder für die Sünden ihrer Eltern bis in die dritte und vierte Generation."
Da kniete Mose sich schnell nieder, neigte sein Gesicht zur Erde, betete den Herrn an.
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