Der Podcast erklärt, was Palantir ist, wie die Technologie funktioniert und warum sie so umstritten ist. Palantir wurde nach 9/11 gegründet und früh von In-Q-Tel, dem Investmentarm der CIA, unterstützt. Heute entwickelt das Unternehmen Software, die große Mengen verschiedener Daten miteinander verknüpft und analysiert.
Die wichtigsten Produkte sind Gotham für Sicherheitsbehörden und Militär, Foundry für Unternehmen, Apollo für die Software-Infrastruktur und AIP für KI-Anwendungen. Die zentrale Idee ist, aus getrennten Datenquellen Beziehungen zwischen Personen, Fahrzeugen, Unternehmen oder Ereignissen sichtbar zu machen.
In Deutschland wird Palantir unter anderem bei der Polizei eingesetzt, etwa mit hessenDATA. Das Bundesverfassungsgericht hat 2023 allerdings deutlich gemacht, dass automatisierte Verknüpfung großer Datenmengen einen erheblichen Grundrechtseingriff darstellen kann und deshalb strenge gesetzliche Voraussetzungen braucht.
Der zentrale Konflikt lautet deshalb: Palantir kann Ermittlungen und andere Prozesse erheblich beschleunigen, gleichzeitig entstehen Risiken durch Datenschutz, falsche Datenverknüpfungen, Überwachung, KI-Fehler und die Abhängigkeit von einem privaten Unternehmen.
Die Kernfrage des Podcasts:
Wenn Technologie immer mehr Informationen miteinander verbinden und Entscheidungen unterstützen kann – wer kontrolliert am Ende diejenigen, die diese Technologie kontrollieren?