Zucker ist kein harmloser Genuss– er steht im Zentrum einer hitzigen politischen Debatte und betrifft unseren Alltag oft stärker, als uns bewusst ist. In dieser Folge lösen
Prof. Yurdagül Zopf und
Dr. Hans Joachim Hermann mit
Leonie Burgard und
Prof. Peter von Philipsborn den wohl süßesten Fall:
Sie erklären, warum vor allem freie Zucker kritisch sind, wo sie sich überall verstecken und warum gerade Getränke oft unterschätzt werden. Schnell wird klar, wie leicht wir die empfohlenen Mengen weit überschreiten.Doch was bedeutet das eigentlich für unseren Körper? Die Expert/-innen beleuchten, warum Zucker nicht nur mit Übergewicht, Diabetes oder Karies in Verbindung steht, sondern auch darüber hinaus Auswirkungen haben kann – etwa auf unser Mikrobiom, unsere Darmgesundheit und sogar unsere Psyche. Außerdem werfen sie einen überraschenden Blick in die Vergangenheit: Was passierte, als Zucker im Zweiten Weltkrieg rationiert wurde und was können wir heute daraus lernen? Wie konnte es passieren, dass Fett so lange als Hauptschuldiger galt und welche Rolle spielte die Zuckerindustrie dabei?Zu Gast ist
Prof. Peter von Philipsborn, Leitung des Lehrstuhls für Public Health Nutrition an der Universität Bayreuth, der sich seit vielen Jahren aus Public-Health-Perspektive mit unserem Zuckerkonsum beschäftigt. Er erklärt, wie groß das Problem auf Bevölkerungsebene ist und welche politischen Hebel es gibt. Während Länder wie Großbritannien bereits mit einer Zuckersteuer arbeiten, setzt Deutschland weiterhin auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie. Warum das so ist, welche Interessen dahinterstehen und welche Rolle Lobbyismus spielt, wird ebenso diskutiert wie die Frage, ob eine Zuckersteuer sozial ungerecht wäre – oder vielleicht sogar das Gegenteil bewirken könnte.Diese Folge verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlicher Brisanz und zeigt, dass Zucker weit mehr ist als nur eine Geschmacksfrage. Wer verstehen will, warum dieses Thema aktuell so kontrovers diskutiert wird – und was das ganz konkret für den eigenen Alltag bedeutet – sollte unbedingt reinhören.
Weiterführende Links:Hector-Center für Ernährung, Bewegung und Sport am Uniklinikum ErlangenHector-Center für Ernährung, Bewegung und Sport - Medizin 1 | Uniklinikum ErlangenKontakt:
[email protected] Hosts: Prof. Dr. med. Yurdagül Zopf und Dr. Hans Joachim Herrmann (Hector-Center für Ernährung, Bewegung und Sport, Uniklinikum Erlangen)
Gäste: Prof. Dr. Peter von Philipsborn (Universität Bayreuth) und Leonie Burgard (Hector-Center für Ernährung, Bewegung und Sport, Uniklinikum Erlangen)
Produktion: Thomas Bauernschmitt, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen