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Er lebt auf über tausend Metern im Kanton Schwyz, ist leidenschaftlicher Bauer und gilt als prominentester Parkplatzanweiser der Nation. Marcel Dettling ist seit 2024 Präsident der SVP Schweiz. Die Partei steht vor einem heiklen Jahr: Bundesrat Guy Parmelin tritt vorzeitig zurück, und 2027 sind Parlamentswahlen. Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli trifft Dettling zum Gespräch über die Zukunft der wählerstärksten Partei des Landes.
Dettling erklärt, warum er nicht selbst für Parmelins Nachfolge kandidiert. Er verteidigt das Kandidatenfeld gegen den Vorwurf der «B- und C-Liga» und sagt, was mit Céline Amaudruz passiert, falls sie wild kandidiert und gewählt würde. Ausserdem reden die beiden über das Ständemehr, EU-Verträge, den Zollstreit mit Donald Trump, das Mercosur-Abkommen und die Finanzierung der 13. AHV-Rente.
Persönlich wird es, wenn Dettling über den Alltag als Familienvater zwischen Hof und Bern spricht. Er erzählt, warum seine Frau 2020 mit dem Auszug drohte, als er mit dem Parteipräsidium liebäugelte, was passiert, wenn eines seiner Kinder SP wählt und weshalb er heute noch gerne den Film «Pretty Woman» schaut.
Gast: Marcel Dettling, Nationalrat und Präsident der SVP Schweiz
Host: Beat Balzli
Produktion: Simon Berginz
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Er fuhr schon als Gymnasiast Mercedes, trat mit 16 der FDP bei und zitierte als Teenager Dante. Nach dem Ampel-Aus und dem Absturz der FDP bei der Bundestagswahl 2025 hat Christian Lindner die Politik verlassen. Heute ist der ehemalige deutsche Finanzminister stellvertretender Vorstandsvorsitzender des ostdeutschen Autohändlers Autoland. Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli trifft ihn zum Gespräch über den Patienten Deutschland. Lindner erklärt, warum er zu viele «Delegationskünstler» im Land sieht, die Wohlstandsillusion für gefährlich hält und die Regierung Merz bei Schulden, Steuern und Bürokratie schlechter abschneiden lässt als die Ampel. Er sagt auch, weshalb Friedrich Merz eigentlich nichts mehr zu verlieren hätte. Es geht um die bröckelnde Brandmauer, die Idee einer Minderheitsregierung, Frankreichs Schuldenberg und das Risiko, dass die EZB unter fiskalische Dominanz gerät. Lindner analysiert, wie die AfD mit Sommerfesten und Nostalgie statt mit Wut Wähler gewinnt, und nennt seinen grössten Fehler als FDP-Chef. Persönlich wird es, wenn er über seine Vaterrolle und die 50:50-Abmachung mit seiner Frau spricht. Dazu kommen seine Leidenschaft für Autos, die Sylt-Hochzeit und der Verzicht auf Übergangsgeld. Er erzählt auch, warum das berühmte Jugend-Fernsehporträt mit Mercedes-Limousine inszeniert war und weshalb die Chance auf ein politisches Comeback «gegen null» geht. Zum Schluss verrät er seinen grössten Traum, der mit seiner Tochter zu tun hat.
Gast: Christian Lindner, ehemaliger deutscher Finanzminister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Autoland AG
Host: Beat Balzli
Produktion: Henrike Blöser, Ellie Media
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Svenja Flaßpöhler ist Chefredaktorin des Philosophie Magazins. Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen trifft sie zum Gespräch über ihr neues Buch «Zusammenbleiben. Von der Freiheit fester Bindungen». Flaßpöhler erzählt sehr offen, wie sie von einer sexuell freizügigen Phase in der Berliner Clubszene zur Monogamie fand, welche Rolle eine lange Psychoanalyse dabei spielte und wie ihre eigene Verlassenheitserfahrung als Kind ihre Beziehungsmuster prägte. Sie schildert, wie unterschiedlich sie und ihr Mann mit Konflikten umgehen. Sie aus einem streitfreudigen 68er-Elternhaus, er aus einer Familie, in der Aggressionen tabu waren. Und warum gerade dieser Unterschied für sie zur Übung in Beziehungskunst wurde. Im Zentrum steht auch die Frage nach Gleichheit und Ungleichheit in der Partnerschaft: Flaßpöhler kritisiert einen übertriebenen Gleichheitsgedanken in modernen Beziehungen und erklärt, warum echte Gerechtigkeit auch Raum für Ungleichheit braucht. Persönlich wird es, wenn sie über den Familiennamen ihrer Kinder und ihre Rolle als Hauptverdienerin spricht. Zum Schluss erzählt sie, warum die Treue für sie stets erotisch aufgeladen bleibt. Und wie sie mit 51 Jahren ihren ersten Marathon vorbereitet.
Gast: Dr. Svenja Flaßpöhler, Philosophin, Journalistin und Buchautorin
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Im Schweizer Detailhandel tobt der härteste Preiskampf aller Zeiten: Aldi und Lidl, Migros und Coop ringen mit Brot- und Fleischaktionen um jede Kundin und jeden Kunden. Während Aldi Filialen schliesst und die Migros mitten im Umbau steckt, scheint Coop seit Jahren fast alles richtig zu machen. Doch auch bei der Basler Genossenschaft ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Philipp Wyss, seit 2021 CEO der Coop Gruppe. Wyss wuchs in einer Sportlerfamilie auf, fand die Schnupperlehre auf der Bank langweilig, macht um fünf Uhr morgens Yoga, kocht im Kochclub und importiert auch mal Trauben aus Indien, wenn es sein muss. Wyss erzählt, warum er sich trotz Kraftsteinen nicht als Esoteriker sieht, was er in der Turnhalle über Disziplin und Verlieren gelernt hat und weshalb sein Versuch scheiterte, 1992 einen Supermarkt in Moskau zu eröffnen. Es geht um zehn Jahre Wartezeit auf den CEO-Posten, den fragwürdigen Wechsel des Vorgängers ins Verwaltungsratspräsidium, und die Kritik an Coops Non-Food-Strategie im Onlinehandel. Dazu: Prix Garantie und die Frage, ob der Unterbietungswettbewerb je aufhört, Marktmacht, Preisüberwacher und Bio-Margen, Regal-Rauswürfe bei Markenherstellern, das Verhältnis zur Schweizer Landwirtschaft, die Mietforderungen der SBB, die Arbeitsbedingungen in den Pronto-Shops und wie weit unsinnige Bauvorschriften gehen können - Spoiler: bis zur umgedrehten Kasse. Zum Schluss verrät Philipp Wyss seinen grössten Traum, der etwas mit Sprachen und Sport zu tun hat.
Gast: Philipp Wyss, CEO Coop Gruppe
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Er hat die Late-Night nach Deutschland gebracht, eine Sendung mit dem Rücken zum Publikum gemacht – aus Respekt vor Miles Davis – und eine andere auf Französisch, obwohl er kein Französisch kann. Mit neunundsechzig tritt Harald Schmidt auf, als gäbe es kein Morgen, und versteht das als Beruf, Hobby und Lebensinhalt in einem. Zu Gast bei Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen erzählt Dirty Harry, wie ihn seine Eltern – sudetendeutsche Vertriebene – mit Ironie und Parodie geprägt haben, warum er Polen-Witze aufgehört hat zu machen (Stichwort: fünfzehn Prozent Wirtschaftswachstum) und wieso ihm heute völlig egal ist, ob ihn die Teenager in der Fussgängerzone noch kennen. Schmidt erklärt, weshalb er sich nie für eine Partei einspannen lassen würde, warum er Deutschland weit weniger in der Krise sieht als die meisten – und was er nachts auf dem Traumschiff durch die Kabinenwand alles mitbekommt. Dazu: Stalkerinnen, Strandkörbe im Kanzleramt, Kreuzfahrten für Reiche und eine Helikopter-App für Zürich. Und: Harald Schmidt verrät seinen einzigen Lebensplan – auf der Bühne zu stehen, bis er umfällt.
Gast: Harald Schmidt, Entertainer und Kabarettist
Die Schweizer Post hat trotz schwindendem Briefgeschäft sehr wohl eine «rosige Zukunft» – davon ist zumindest ihr neuer Chef überzeugt. Pascal Grieder, seit Ende 2025 an der Spitze des Konzerns, ist zu Gast bei «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli und erklärt, wann frühestens die tägliche Zustellung fallen könnte. Er verrät, warum die Häkeltierchen aus den Postfilialen verschwinden, wieso PostFinance trotz «Klumpenrisiko»-Vorwurf keins sei, und wie er auf die britische Konkurrentin Revolut reagiert. Zum Thema künstliche Intelligenz zeichnet Grieder ein optimistisches Bild: Roboter in Verteilzentren, autonome Postautos in der Ostschweiz – und die Überzeugung, dass neue Jobs die wegfallenden ersetzen werden. Persönlich wird es, wenn Grieder über seinen Kulturschock nach der Rückkehr aus Singapur spricht, das Klischee vom «beinharten Mackie» bei McKinsey widerlegt – und verrät, dass sein größter Traum eine Reise zu den Galápagos-Inseln ist.
Gast: Pascal Grieder, CEO der Schweizerischen Post
Host: Beat Balzli
Produktion: Simon Berginz, Ellie Media
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Er stammt aus einer Basler Bankiersfamilie, hat jahrelang als Chefredaktor mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt diskutiert, war Generaldirektor beim SRF – und bezeichnet sich selbst als «linken liberalen Konservativen» im Sinne von Ex-Bundespräsident Joachim Gauck. Roger de Weck, Autor, Journalist und einer der profiliertesten Intellektuellen der Schweiz, ist zu Gast bei Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli. De Weck erklärt, warum er die CDU nicht für das Grundproblem des AfD-Aufstiegs hält – und warum eine härtere Migrationspolitik die Rechtspopulisten nicht schwächt, sondern stärkt. Er seziert, weshalb der Wirtschaftsliberalismus «dringend über die Bücher müsste»: von Wohneigentum, das für junge Menschen unerschwinglich wird, über KI-Konzerne als «Plagiatsmaschinen», bis zur UBS-Rettungsgarantie auf Kosten der Bevölkerung. Zum Thema Europa zeichnet der Gast ein düsteres Bild: drei autoritäre Grossmächte, ein Chaosbogen rund um den Kontinent – und eine Schweiz, die sich als «Trittbrettfahrer der Trittbrettfahrer» aufführe. Persönlich wird es, wenn de Weck von seinem Vorbild Konrad Adenauer schwärmt, die Linken für den Verlust der kleinen Leute kritisiert – und verrät, warum er mit bald dreiundsiebzig Jahren bereits seinen grössten Traum lebt.
Gast: Roger de Weck, Autor und Journalist
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Sie verbringt ihre Ferien am liebsten am Walensee, hat einen italienischen Pass, wuchs als Tochter von Naturwissenschaftlern auf, studierte trotzdem Literatur und findet, dass die Reichen stärker zur Kasse gebeten und Waffenexporte gestoppt werden sollten. Die ehemalige Genfer Ständerätin Lisa Mazzone ist seit 2024 Präsidentin der Grünen Partei der Schweiz und zu Gast bei Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli. Mazzone erzählt, wie sie mit Hasskommentaren und stinkenden Botschaften in ihrem Briefkasten umgeht und weshalb sie überzeugt ist, dass Frauen in der Politik härter angegriffen werden als Männer. Mazzone wirft Bundesrat Albert Rösti Lobbypolitik vor, verteidigt ihre Forderung nach einem Ausstieg aus fossilen und nuklearen Energien und erklärt, warum sie trotz aller Widerstände am Ziel von hundert Prozent erneuerbarer Energie festhält. Balzli hält ihr entgegen, dass ihre Forderungen nach einem gratis Halbtax-Abo oder einem Staatssekretariat für Klimapolitik selbst im linken Lager auf Ablehnung stossen. Zum Thema Sicherheitspolitik erklärt Mazzone, warum sie die Aufrüstung der Schweizer Armee kritisch sieht, gleichzeitig aber die Ukraine unterstützt wissen will, und wieso sie in Rohstoffhandel und Diplomatie unterschätzte Hebel sieht. Persönlich wird es, wenn Mazzone vom frühen Tod ihrer Mutter erzählt, von ihrem verstorbenen Bruder und wie diese Erlebnisse sie nach eigener Aussage « stärker» gemacht haben. Zum Schluss verrät sie ihren grössten privaten Traum: möglichst viele Sprachen zu sprechen.
Gast: Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne Partei Schweiz
Fünf Sprachen, eine Leidenschaft fürs Klavier, aber nicht unbedingt für das Bundesamt für Gesundheit. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Philomena Colatrella, die bis vor wenigen Monaten CEO der CSS Gruppe war und damit eine der mächtigsten Krankenkassenmanagerinnen des Landes. Heute sitzt sie unter anderem im Verwaltungsrat des französischen Versicherungsgiganten AXA. Ausgangspunkt des Gesprächs ist ein beinahe schon naturgesetzhaftes Phänomen: die stetig steigenden Gesundheitskosten in der Schweiz. Laut ETH-Prognosen wird bereits kommendes Jahr die 110-Milliarden-Grenze geknackt, was die Krankenkassenprämien weiter nach oben treiben dürfte. Verantwortlich dafür ist ein Mix aus Überalterung, technologischem Fortschritt, einer mächtigen Ärzte- und Pharmalobby und einer wachsenden Anspruchsinflation der Patienten. Sind wir einfach alle zu wehleidig geworden?
Gast: Philomena Colatrella
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Host Nicole Althaus, Autorin und Kolumnistin der «NZZ am Sonntag», spricht mit der Gynäkologin und Gendermedizinerin Tanja Volm über die Menopause – eine Lebensphase, die Millionen Frauen betrifft und trotzdem lange ein blinder Fleck der Medizin war. Volm erklärt, warum der männliche Körper jahrzehntelang als Norm galt und weshalb Beschwerden von Frauen bis heute häufig unterschätzt werden.
Gast: Tanja Volm, Gynäkologin und Expertin für Gendermedizin
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