
Sign up to save your podcasts
Or


Dr. Gabriela Binder-Pötsch ist Primaria für Nuklearmedizin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz.
1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg die Röntgenstrahlen, 1896 Henri Becquerel in Paris die natürliche Radioaktivität und 1898 Marie Curie gemeinsam mit ihrem Mann Pierre die Elemente Polonium und Radium. Drei bahnbrechende Entdeckungen, die den Grundstein für die moderne Radiologie und Nuklearmedizin legten.
1941 wurde erstmals eine Patientin mit Schilddrüsenüberfunktion mit radioaktivem Jod behandelt.
In dieser Folge geht es um die moderne Nuklearmedizin - von radioaktivem Jod zur gezielten Krebsdiagnostik und -therapie, Strahlenbelastung und Geschichte sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Nuklearmedizin und Radiologie.
Osteoporose in der Allgemeinmedizin
In Folge 62 sprechen wir mit den steirischen Allgemeinmedizinerinnen Gudrun Zweiker, Neshat Quitt, Beatrice Gruber und Lisa Veith-Gruber über die wichtige Rolle der Hausarztpraxis bei Prävention, Früherkennung und Behandlung der Osteoporose.
Wann sollte an Osteoporose gedacht werden? Welche Patientinnen und Patienten benötigen eine weitere Abklärung? Und wie können Diagnostik, Therapie und langfristige Betreuung im allgemeinmedizinischen Alltag gut umgesetzt werden?
Ein praxisnahes Gespräch über Risikofaktoren, Frakturprävention und die zentrale Bedeutung der Allgemeinmedizin in der Osteoporoseversorgung.
In dieser Folge sprechen wir mit Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber, einem international renommierten Experten für Diabetes an der Medizinischen Universität Graz über aktuelle und historische Entwicklungen bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes.
Diabetes mellitus ist nicht gleich Diabetes. Während der Typ-1-Diabetes durch eine autoimmune Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen gekennzeichnet ist, stehen beim Typ-2-Diabetes als klassischer Wohlstandserkrankung Insulinresistenz und eine zunehmende Störung der Insulinsekretion im Vordergrund. Beide Erkrankungen werden häufiger, gleichzeitig verändern neue Technologien und Medikamente die Behandlung beider Erkrankungen.
Beide Erkrankungen gehen mit einem erhöhtem Knochenbruchrisiko einher.
In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Angelika über zwei häufige, aber sehr unterschiedliche Themen, die für die Knochengesundheit relevant sein können - Zöliakie und Laktoseintoleranz.
Bei Zöliakie reagiert das Immunsystem auf Gluten, ein Eiweißbestandteil bestimmter Getreidesorten, durch die Darmentzündung kann es zu einem Mangel verschiedener knochenrelevanter Nährstoffe wie Calcium oder Eiweiss kommen.
Betroffene müssen Gluten konsequent meiden - erlaubt sind unter anderem Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth und Kartoffeln. Hafer ist grundsätzlich glutenfrei, es sollte bei Zöliakie aber nur ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichneter verwendet werden, weil herkömmlicher Hafer häufig mit glutenhaltigem Getreide verunreinigt ist.
Gluten steckt vor allem in Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und verwandten Getreidesorten (auch alten Sorten wie Emmer oder Einkorn).
Wichtig sind auch versteckte Kontaminationsquellen: Brotkrümel im Toaster, gemeinsam verwendete Schneidbretter, Messer oder Butterdosen, Mehlstaub beim Backen, gemeinsam genutztes Frittieröl sowie nicht eindeutig glutenfreie Fertigprodukte, Saucen oder Gewürzmischungen. Eine typische Brotscheibe enthält 1,5 bis 4g Gluten (also 1500 bis 4000mg), schon 10mg Gluten können aber eine Immunreaktion hervorrufen.
Eine Laktoseintoleranz ist dagegen keine Autoimmunerkrankung. Hier wird Milchzucker aufgrund eines Mangels an Laktase im Dünndarm nicht ausreichend verdaut. Die individuell verträgliche Menge ist sehr unterschiedlich; laktosefreie Milchprodukte (Topfen, Buttermilch) und viele Käsesorten werden häufig gut vertragen.
Im Podcast erklären wir, woran man beide Erkrankungen erkennt, warum eine korrekte Diagnose wichtig ist und wie eine ausgewogene Ernährung trotz Einschränkungen gut gelingen kann.
Assoz. Prof. Annelie Weinberg, MBA ist Unfallchirurgin und erste habilitierte Frau in West-Deutschland (2000).
Sie forscht an der Medizinischen Universität Graz.
In dieser Folge geht es um die Besonderheiten von Kindern und Knochenbrüchen, wichtige Basics im Kindesalter zum Erreichen einer guten maximalen Knochenmasse (Peak Bone Mass) und Schrauben aus Materialien wie Magnesium, die sich wieder auflösen können und somit einen zweiten Eingriff unnötig machen.
Eine neue Folge des neuen Formats Journal Club - diesmal eine interessante Beobachtungsstudie zum Frakturrisiko unter GLP1 - Analoga, mit überraschenden Resultaten!
Studie: GLP1 & Frakturrisiko (verglichen mit DPP4)
Habt ihr interessante Studien gelesen? Schickt uns gerne Wünsche / Ideen, am besten über Instagram oe_gkm!
Anorexie (Magersucht) ist eine häufige und schwere psychiatrische Erkrankung, die besonders junge Menschen ab der Pubertät betrifft. Für den Knochen ist sie aus mehrerlei Hinsicht problematisch und geht mit einem erhöhten Risiko für schlechte Knochendichte und erhöhtem Frakturrisiko einher.
Privatdozentin Dr. Theresa Lahousen-Luxenberger, MBA ist Chefärztin am Klinikum Klagenfurt (Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin) und spezialisiert auf Ess-Störungen.
Tips: Leli Tageszentrum: Leli, B.a.S.: BAS
Neuigkeit: ab sofort gibt es einen Journal Club, in dem wir interessante Studien besprechen.
Die Premiere in der Sommerpause: Können Osteoporose-Medikamente Angst oder Depressionen auslösen?
Eine interessante Studie aus Scientific Reports hat genau diese Frage untersucht. Die Forschenden analysierten mehr als 100.000 Meldungen zu Nebenwirkungen von Osteoporose-Medikamenten aus großen amerikanischen und internationalen Datenbanken.
Dabei fiel besonders Alendronat, ein häufig verwendetes Bisphosphonat in Tablettenform, auf. Angst und depressive Beschwerden wurden unter Alendronat deutlich häufiger gemeldet als beispielsweise unter Teriparatid, besonders bei Zoledronat, dem jährlich verabreichten Bisphosphonat und Denosumab, einem halbjährlich verabreichten Medikament wurden signifikant weniger Symptome gemeldet.
Was bedeutet das für Patientinnen und Patienten?
Ganz wichtig: Diese Studie beweist nicht, dass Alendronat Angst oder Depression verursacht. Es handelt sich um sogenannte Nebenwirkungsmeldungen. Solche Daten können ein Warnsignal zeigen, aber keine Ursache beweisen.
Warum könnte trotzdem ein Zusammenhang bestehen? Die Autoren diskutieren mögliche direkte Wirkungen von Bisphosphonaten auf das Nervensystem. Es gibt aber noch eine weitere interessante Möglichkeit: Eine Tablette, die jede Woche mit genauen Einnahmeregeln genommen werden muss, erinnert regelmäßig an die eigene Osteoporose. Das könnte bei manchen Menschen Sorgen oder Angst vor Frakturen verstärken. Diese psychologische Erklärung wurde in der Studie allerdings nicht untersucht.
Die wichtigste Botschaft lautet deshalb: Osteoporose sollte wirksam behandelt werden – aber auch Ängste und psychische Belastungen gehören zur Therapie dazu. Wer nach Beginn einer Behandlung deutliche Veränderungen von Stimmung oder Angst bemerkt, sollte das mit seiner Ärztin oder seinem Arzt besprechen und die Therapie nicht einfach selbst absetzen.
Sci Rep 2021 Dec 14;11(1):23956. doi: 10.1038/s41598-021-03214-x. Common osteoporosis drug associated with increased rates of depression and anxiety Dro Keshishi 1, Tigran Makunts 1 2, Ruben Abagyan 3 DOI: 10.1038/s41598-021-03214-x
Um das wichtige Thema Cholesterin, LDL, Lipoprotein(a), Demenz und kardiovaskuläres Risiko, aber auch Erdbeeren & Spinat geht es in dieser Folge mit OA MR Dr. Helmut Brath.
Interessante Links zum Thema:
Videos von österreichischen ExpertInnen
LDL Senkung 2026 - Wollmann F et al.
Wichtige Infos (Deutsche Herzstiftung)
From the publisher's feed