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Ohne Partner glücklich sein


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© Artem Bali / unsplash.com
Elke und Ruth1 sind beide über Vierzig, haben keinen Partner – und sind doch zufrieden und glücklich mit ihrem Leben. ERF Medien hat die beiden Frauen gefragt, wie es dazu kam und wie sie mit den unangenehmen Seiten ihres Singlelebens oder der ungestillten Sehnsucht umgehen. Ruths vollständige Geschichte können Sie darüber hinaus im Artikel „Gräfin gesucht – König gefunden“ nachlesen.
 
ERF Medien: Vielen fällt es schwer, ohne Partner oder Partnerin glücklich zu sein. Was ist Ihr Geheimnis?
Ruth: Bei mir geht dieses Geheimnis über Jesus. Ich habe viele Kämpfe wegen meiner Partnerlosigkeit hinter mir. Das schildere ich ja auch in meinem Erfahrungsbericht. Aber seit Jesus mir dieses Bild geschenkt hat, in dem ich mich als Königin gesehen habe, hat sich alles bei mir verändert. Ich bin wirklich bei Jesus angekommen. Das klingt superfromm, aber ich merke wirklich: Alles, was ich brauche, bekomme ich bei ihm. Das ist vom Kopf in meinem Herzen angekommen. Er hat mich von der Sehnsucht nach einem Partner befreit und ist an diese Stelle getreten.
Elke: Ich würde nicht sagen, dass es ein Geheimnis gibt. Bei mir war es eher eine Entwicklung. Als junge Erwachsene war bei mir der Wunsch nach Familie und einem Ehepartner natürlich vorhanden. Ich hatte auch mehrere Bekanntschaften. Im Endeffekt passte es aber nicht. Trotzdem habe ich weiter gewartet. Es gab zum Beispiel ein Stadium, in dem ich mir bestimmte Sachen für die Wohnung noch nicht gekauft habe, weil ich sie gemeinsam mit einem Partner aussuchen wollte. Bis ich gemerkt habe, dass ich so immer in einem Provisorium lebe. Das wollte ich nicht. Also habe ich mich eingerichtet, wie es mir gefallen hat. Dann habe ich angefangen, Dinge zu tun, von denen man üblicherweise denkt, das macht man nicht allein: Ins Kino oder Spazieren gehen. Wenn ich ins Kino gehen wollte, habe ich Leute gefragt und wenn sie nicht konnten, bin ich alleine gegangen.
 
Ein Mann wäre maßlos überfordert
ERF Medien: Das heißt, Sie sind sehr rational an das Thema herangegangen?
Elke: Nein. Ich habe Sachen erlebt, habe sie durchdacht, mit Gott darüber gesprochen und dann meine Schlüsse daraus gezogen. Ich glaube, an der praktischen Umsetzung scheitert auch vieles. Ich bin zum Beispiel nicht alleine spazieren gegangen, weil ich Angst hatte, was die anderen über mich denken. Für mich war es in dieser Situation wichtig, den Mut zu haben und zu sagen: Zum einen bin ich nicht alleine, weil Jesus mit dabei ist und zum anderen gehe ich jetzt einfach los, lasse die anderen denken, was sie wollen und genieße das.
Ein Knackpunkt steht für mich auch in der Aussage aus 1. Mose 3,16, wo Gott zu Eva sagt: „Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, doch er wird über dich herrschen.“ Ich glaube, es steckt in Singlefrauen drin, dass sie eine ganz tiefe Sehnsucht nach einem Mann haben und alles Mögliche anstellen, um einen Partner zu finden. Wenn sie dann einen haben, merken sie, dass eine Partnerschaft auch Einschränkungen bedeutet und sie mit diesem „Herr sein“ konfrontiert werden. Manche Frauen erleben das zum Beispiel deutlich, wenn die Männer ihre Bedürfnisse nicht respektieren. Und auch in einer guten Ehe kann ein Mann seiner Frau nicht immer das geben, was sie sich wünscht. Für mich ist es deswegen auch ein Ansatzpunkt zu sagen: Jesus ist mein Herr und er lebt das völlig anders: Er fördert mich und gibt mir Geborgenheit. Außerdem begegnet Jesus mir auf eine so schöne, tiefgehende wertschätzende Weise, wie es kein Mann kann. Wenn ich das von einem Mann erwarten würde, würde ich ihn maßlos überfordern. Das gilt für Verheiratete und …
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ERF GottesdienstBy ERF - Der Sinnsender