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Wie weit schreitet der Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern voran? Und welche Herausforderungen gibt es beim Anschluss mit schnellem Internet vor Ort? Antworten gibt Kathrin Heidinger, Leiterin des Breitbandkompetenzzentrums M-V (beim DVZ M-V) im Podcast „digitales MV“.
Im Gespräch mit Mareike Donath skizziert Heidinger, wie das Breitbandkompetenzzentrum Kommunen unterstützt, Förderverfahren koordiniert und den Glasfaserausbau vorantreibt. Bislang wurden 64 Prozent aller bekannten Adresse in MV mit schnellem Internet angeschlossen. „Ein weiter Weg, wenn man bedenkt, dass wir mal von 1,5 Prozent kamen“, sagt Heidinger.
Besonders im ländlichen Raum geht es darum, Versorgungslücken zu schließen und leistungsfähige Netze aufzubauen. Mecklenburg-Vorpommern hat dabei in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt und zählt beim Glasfaserausbau zu den führenden Bundesländern.
Gleichzeitig bleibt der Ausbau komplex. Förderprogramme sind aufwendig, Planungs- und Genehmigungsprozesse langwierig. Zudem haben es Anbieter aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte in MV schwer, das Glasfasernetz wirtschaftlich zu betreiben. Parallel wachse durch Homeoffice, digitale Verwaltung und neue Geschäftsmodelle der Bedarf an schnellem Internet.
Heidinger betont: „Eine leistungsfähige Infrastruktur ist Voraussetzung für Innovation, wirtschaftliche Entwicklung und echte digitale Teilhabe im ganzen Land.“
Wie können sich Start-ups, Unternehmen und Gründungswillige im ländlichen Raum entwickeln? Und welche Unterstützung brauchen sie dafür? Im Podcast „digitales MV“ spricht Mareike Donath mit Henrik Wegner, Startup- und Gründungskoordinator des Landkreises Ludwigslust-Parchim und Digitalisierungsbotschafter des Landes, über Gründung, Digitalisierung und Vernetzung.
Im Mittelpunkt steht das DeveLUP, das seit 2022 als Zukunfts- und Gründungszentrum des Landkreises ein eigenes Gründungsökosystem aufbaut. Gründer:innen finden dort moderne Coworking-Arbeitsplätze, Beratung, ein breites Netzwerk sowie Workshops und Veranstaltungsformate wie „Speed Dating“, „Link Up Lulu“ und „Startklar“ vor. Wegner versteht sich dabei als Vermittler, der Gründungsinteressierte mit Wirtschaft, Verwaltung, Kammern und weiteren Partnern zusammenbringt.
Das Angebot richtet sich bewusst nicht nur an Start-ups und Unternehmen. Auch Schüler:innen, Senior:innen und Menschen mit Migrationshintergrund sollen erreicht werden. Die größte Herausforderung: Trotz größter Anstrengungen aller Beteiligten sollten laut Wegner noch mehr Menschen im ländlichen Raum von den digitalen Angeboten mit Hilfe persönlicher Ansprache, Multiplikatoren und hybrider Formate profitieren.
Alle Informationen zum DeveLUP unter: www.deve-lup.de
Die digitale Baugenehmigung aus Mecklenburg-Vorpommern ist zum bundesweiten Vorzeigeprojekt geworden. Im Podcast „digitales MV“ spricht Mareike Donath mit Christoph Vollmer, dem Leiter der Geschäftsstelle „Digitale Baugenehmigung“ im Ministerium für Inneres und Bau, über die Entwicklung, Nutzung und Zukunft des digitalen Bauantrags.
MV hat beim Onlinezugangsgesetz das Themenfeld „Bauen und Wohnen“ übernommen und eine Lösung entwickelt, die inzwischen in 13 Bundesländern und mehr als 300 Behörden eingesetzt wird. Rund 70.000 Bauanträge wurden 2025 bundesweit bereits vollständig digital eingereicht. Die Plattform ermöglicht eine gemeinsame Bearbeitung von der Antragstellung bis zur Beteiligung weiterer Fachbehörden und ersetzt damit viele frühere Arbeitsschritte in Papierform.
Und die Entwicklung geht noch weiter: Ein digitaler Assistent soll Sachbearbeitende und Antragstellende unterstützen. KI kann künftig Prüfungen vereinfachen und angesichts von Fachkräftemangel und steigender Arbeitslast für Entlastung sorgen. So zeigt Mecklenburg-Vorpommern, wie aus einer digitalen Verwaltungsleistung ein bundesweit übertragbares Modell werden kann.
Wo Ideen auf Erfahrungen treffen, entsteht Innovation. Diese Message unterstreicht auch der zweite Teil des Podcast-Specials von der großen Digitalkonferenz NØRD2026. Im Podcast-Studio von „digitales MV“ in der Rostocker Messehalle begrüßt Oliver Kramer an Tag 2 Gäste aus Bildung, Wirtschaft, Verwaltung und der Startup-Szene.
Im Mittelpunkt stehen digitale Bildung an den Volkshochschulen, Gründungsförderung, moderne Personalgewinnung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Verwaltung.
Gründerinnen und Gründer berichten von ihren Erfahrungen, junge Talente zeigen, warum Unternehmergeist keine Frage des Alters ist, und Expertinnen und Experten machen deutlich, wie wichtig Vernetzung, internationale Partnerschaften und der Austausch über Ländergrenzen hinweg für den Innovationsstandort Mecklenburg-Vorpommern sind.
Das Fazit: Die NØRD2026 ist weit mehr als eine Fachkonferenz. Sie bringt Menschen zusammen, schafft neue Kooperationen und macht den digitalen Wandel im Land unmittelbar erlebbar.
Die Interviewpartner:innen im Einzelnen:
Sandra Duwe, Leiterin Kreisvolkshochschule Ludwigslust-Parchim
Hannes Lipka, Vorstand Gründungswerft
Maika Paetzold, Unternehmerin
Stefan Scheller, HR-Experte, Keynote Speaker, Blogger und Podcaster
Dominik Engelen, Schüler und Gründer
Margaux Steiger, Unternehmerin
Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern
Christian Schulenburg, Verbandsvorsteher und CEO des Zweckverbandes Elektronische Verwaltung in Mecklenburg‑Vorpommern (eGo‑MV)
Carsten Vogler, KI I Werk MV
Die Interviews sind als Video-Podcast unter www.digitalesmv.de/podcast zu finden.
Wie sieht die digitale Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns aus? Und wer gestaltet sie schon heute mit? Antworten lieferte die NØRD2026, die größte Digitalisierungskonferenz des Landes. Mittendrin der Podcast „digitales MV“, der sein Audio- und Video-Studio in der Messehalle Rostock aufbaute. Für dieses Special übernahm Oliver Kramer die Moderation von Stabsstellenleiterin Mareike Donath. Der Podcast-Experte sprach mit Start-up-Gründer:innen, Unternehmer:innen, Kommunalvertreter:innen, Netzwerkakteur:innen, Studierenden und Digitalisierungsexpert:innen.
In den kurzen, pointierten Gesprächen ging es um Künstliche Intelligenz (KI), moderne Verwaltung, Gründungskultur, nachhaltige Geschäftsmodelle und die Kraft starker Netzwerke. Die Gäste teilten ihre Perspektiven, berichteten von aktuellen Projekten und zeigten, wie Zusammenarbeit, Innovation und Mut zur Veränderung Mecklenburg-Vorpommern und den Ostseeraum voranbringen.
Die Interviewpartner:innen im Einzelnen:
Sven Thomsen, CIO Staatskanzlei Schleswig-Holstein
Katja Fröhlich, Tech Leader, IT-Expertin, Mentorin
Florian Lechner, Bürgermeister Gemeinde Ostseebad Insel Poel, Profifußball-Schiedsrichter
Martha Kamati, Unternehmerin aus Namibia
Dr. Wolfgang König, Experte für KI und digitale berufliche Bildung
Birgit Waniorek, Ausbildungsleitung Breitenausbildung im Bevölkerungsschutz ASB Süd-West-Mecklenburg
Martin Lentz, Berater für Change Management und Transformation
Deniz von Windheim, Student Hochschule Stralsund
Henrik Wegner, Koordinator des Startup- und Gründungszentrums DeveLUP
Anke Parson, Unternehmerin und Expertin für innovative Gebäudelösungen
Die Interviews zur NØRD2026 sind als Video-Podcast unter www.digitalesmv.de/podcast zu finden.
Volkshochschulen sind Orte des lebenslangen Lernens und in Mecklenburg-Vorpommern so präsent wie kaum ein anderer Bildungsanbieter. Welche Rolle sie im digitalen Wandel spielen, erläutert Maren Jakobi, Verbandsdirektorin des Volkshochschulverbands Mecklenburg-Vorpommern e.V. im Podcast „digitales MV“.
Im Gespräch mit Mareike Donath beschreibt Jakobi die VHS als flächendeckendes Netzwerk mit über 150 Kurs-Orten im Land. Als Generalisten bieten sie Weiterbildung von Sprachkursen über Gesundheitsangebote bis hin zum zweiten Bildungsweg und sichern damit eine breite Bildungsgrundversorgung.
Der digitale Wandel prägt diese Angebote zunehmend. Neben Kursen zu IT und künstlicher Intelligenz (KI) kommen digitale Tools in Verwaltung, Marketing und individualisierten Lernprozessen zum Einsatz. Auch viele Seniorinnen und Senioren nutzen gezielt Angebote, etwa bei der Vermittlung von Grundlagen im Umgang mit Smartphones und KI-Anwendungen. Gleichzeitig, so hebt Jakobi hervor, bleibe die persönliche Begegnung zentraler Bestandteil der VHS-Arbeit.
Herausforderungen sieht die Verbandsdirektorin in knappen Ressourcen, veränderten Lerngewohnheiten und einer seit Jahren stagnierenden Finanzierung. Ihr Ziel: die Volkshochschulen als moderne, offene Lernorte langfristig zu sichern und weiter auszubauen.
Weitere Informationen zu den Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern unter: www.vhs-verband-mv.de
Digitalisierung wird zur zentralen Zukunftsaufgabe für Staat und Gesellschaft. Wie Mecklenburg-Vorpommern diesen Wandel gestaltet, beschreibt Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes, im Podcast „digitales MV“.
Im Gespräch mit Mareike Donath betont Geue die Modernisierung der Verwaltung als Kernprojekt: schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und ein grundlegender Kulturwandel hin zu mehr Serviceorientierung. Voraussetzung dafür sind IT-Sicherheit, verbindliche Standards und eine enge Zusammenarbeit von Land, Kommunen und Bund.
Große Chancen sieht Geue im Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder dem „Kollegen KI“, wie Geue ihn auch bezeichnet. KI-Anwendungen sollen Prozesse automatisieren, Mitarbeitende entlasten und gleichzeitig Raum für besseren Bürgerservice schaffen, wobei die finale Entscheidung klar in der Verantwortung des Menschen liegt.
Impulse für die Digitalisierung nimmt der Minister auch im internationalen Austausch wahr, etwa in Estland, Frankreich oder Großbritannien, die neue Wege bei digitaler Verwaltung und Datennutzung aufzeigen.
Mit Blick auf die Digitalkonferenz NØRD 2026 in Rostock hebt Geue die Bedeutung von Vernetzung, Innovation und europäischem Austausch hervor. „Sie sind der Motor für die digitale Zukunft des Landes“, betont der Minister.
Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern lebt von neuen Arbeitsmodellen, starken Netzwerken und mutigen Gründungen. Wie sich daraus ein innovatives Ökosystem entwickelt, beschreibt Hannes Trettin, Digitalisierungsbotschafter, Geschäftsführer von Project Bay und Mitgründer des Business-Angel-Netzwerks Baltic Incubate (BAIN), im Podcast „digitales MV“.
Im Gespräch mit Mareike Donath zeichnet Trettin die Entwicklung der vergangenen Jahre nach. Aus der Workation-Idee von Project Bay auf Rügen ist ein europaweites Angebot für ortsunabhängiges Arbeiten entstanden. Parallel wurde mit Baltic Incubate ein Netzwerk aufgebaut, das Investorinnen und Investoren zusammenbringt und gezielt in Start-ups aus Mecklenburg-Vorpommern investiert.
Das Netzwerk fokussiert sich dabei bewusst auf die Förderungen von Unternehmen in ländlichen Räumen. Die Gründerinnen und Gründer werden individuell begleitet, mit Kapital, Know-how und starken Netzwerken unterstützt. Gleichzeitig sieht Trettin nach wie vor Herausforderungen bei der Finanzierung, Transparenz und Innovationsbereitschaft von tradierten Unternehmen.
Trettin ist sicher: Wenn die Gründerszene, Wirtschaft und Politik auch über Landesgrenzen hinaus noch enger zusammenarbeiten, kann Mecklenburg-Vorpommern sein Potenzial als moderne, vernetzte Zukunftsregion voll entfalten.
Mehr Informationen zum Business Angel-Netzwerk unter: www.baltic-incubate.de
Neue Ideen für Workation in Deutschland und Europa gibt's unter: www.project-bay.de
Wie verändert Digitalisierung die Justiz und welche Folgen hat sie für die Gleichstellung von Frauen? Antworten gibt Jacqueline Bernhardt, Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Podcast „digitales MV“.
Im Gespräch mit Mareike Donath, der Leiterin der Stabsstelle Digitaler Wandel, beschreibt Bernhardt die Einführung der E-Akte als zentralen Meilenstein der Digitalisierung der Verwaltung. Seitdem werden Verfahren effizienter, ortsunabhängiger und bürgernäher durchgeführt, etwa durch Videoverhandlungen und digitale Einreichungen. Gleichzeitig betont die Ministerin, dass Digitalisierung stets mit Augenmaß erfolgen müsse, um rechtsstaatliche Prinzipien zu sichern. „Am Ende muss es immer der Mensch sein, der einen Sachverhalt einschätzt und ein Urteil fällt.“
Besonders eindringlich spricht Bernhardt über Gleichstellung im digitalen Raum. Frauen seien in Tech-Berufen unterrepräsentiert, in Datensätzen oft unsichtbar und überdurchschnittlich häufig von digitaler Gewalt betroffen. Mobbing, Beleidigungen, Cyberstalking und sexualisierte Übergriffe führten dazu, dass sich viele Frauen aus öffentlichen Debatten zurückziehen.
Ein zentrales Anliegen der Ministerin ist daher der konsequente Kampf gegen Gewalt in der analogen und digitalen Welt, welche durch höhere Sensibilisierung, mehr Beratungsangebote und eine klare strafrechtliche Verfolgung erreicht werden soll.
Die Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Standortfaktor entwickelt. Davon ist Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau des Landes Mecklenburg-Vorpommern überzeugt. Im Podcast „digitales MV“ mit Mareike Donath blickt Pegel auf den digitalen Wandel im Land zurück.
Aus ersten Ideen und Initiativen entwickelte sich ein Transformationsprozess, der bis heute anhält. Neben dem Aufbau des „digitalen MV“ mit seinen Innovationszentren und der weit verzweigten Community gehört der Breitbandausbau zu den Schlüsselprojekten im Land. Von ursprünglich weniger als zehn Prozent sind heute mehr als 60 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet angeschlossen. Damit werde digitale Teilhabe gerade im ländlichen Raum überhaupt erst möglich, so Pegel.
Als weiteres Erfolgsmodell hebt der Minister die digitale Bauakte hervor. Ein zentraler digitaler Vorgangsraum ermöglicht es, Bauanträge vollständig online zu bearbeiten. Ein effizientes und transparentes Modell, das inzwischen auch bundesweit gefragt ist.
Besonders freut sich Pegel auf die NØRD am 27. und 28. Mai in Rostock. Bei der großen Digitalkonferenz erwartet die Besucherinnen und Besucher ein breites Programm mit vier Bühnen, zahlreichen Workshops und einem Marktplatz voller Projekte aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft.
Die Konferenz lebt vom Austausch über Branchen hinweg und bringt regionale und internationale Akteure zusammen. Pegel schätzt sie vor allem als „Klassentreffen“ der Community und freut sich besonders auf die Begegnungen mit engagierten Menschen sowie auf neue Ideen, die oft erst im direkten Gespräch entstehen.
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