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„Eine literarische Sensation“ nennt DIE ZEIT den Fund der rund 470 Briefe, Postkarten und Telegramme, die Netty Reiling zwischen März 1921 und August 1925 an ihren späteren Mann Lásló Radványi geschickt hat. Sie hatte „Rodi“ während ihres Studiums in Heidelberg kennengelernt. Die beiden hatten sich nicht nur verliebt, sondern zeigten auch viele Übereinstimmungen in ihren Haltungen zu Politik und Gesellschaft.
Die Briefe umfassen den kompletten Zeitraum vom Beginn ihrer Bekanntschaft bis zur Heirat. Zufällig entdeckt hat sie der Enkel der beiden, Jean Radvanyi, in Orsay bei Paris in einem Karton bei der Sichtung des privaten Nachlasses seines Vaters. Sie zeigen das Ringen der jungen Mainzerin auf ihrem Weg zur angehenden Autorin der Weltliteratur, um eigene Standpunkte in Religion, Philosophie, Politik und Weltanschauung. Aber sie zeigen auch eine noch unsichere, sensible, verletzliche, gefühlvolle, verliebte und besorgte junge Frau.
„So privat, ja intim, konnte man die junge Anna Seghers, die sich später meist den Fragen nach Persönlichem entzogen und immer auf ihr Werk verwiesen hatte, bisher nicht erleben“
…schreibt der Mainzer Historiker und Autor Hans Berkessel, dessen leicht überarbeitete Einführung in die Briefedition Theo Schneider zunächst vorstellt. Danach liest Kerstin Bachtler Kostproben aus den Briefen.
ANNA SEGHERS, Werkausgabe, hg. v. Helen Fehervary, Bernd Spies u. Carsten Jacobi. Berlin: Aufbau-Verlag 2000 ff. [Zurzeit ist der Band „Der Kopflohn“ in Vorbereitung.]
Vom Exil in der Dominikanischen Republik, der Rückkehr 1954, dem Domizil in Heidelberg bis zu ihrem Tod 2006. Die Lyrikerin Hilde Domin, ihre Gedichte und essayistischen Arbeiten, ihre Konflikte mit Kritik und Verlagen, ihr energischer Einsatz für das eigene Werk, ihre unermüdlichen Leseauftritte und ihr politisches Engagement.
Die Dichterin Hilde Domin, eine der bedeutendsten deutschen Nachkriegslyrikerinnen, ging 1932 mit ihrem späteren Ehemann Erwin Walter Palm zum Auslandsstudium nach Italien, das mit Hitlers Machtübernahme zum ersten Exil wurde. Abenteuerliche Fluchten über Frankreich, England, die Dominikanische Republik nahmen den Jahren jegliche Zutraulichkeit.
Vor allem aber die konfliktreiche Ehe machten die 22 Jahre Exil zu „geprügelten Tagen“, die Hilde Domin überlebte, indem sie ihnen das Dennoch ihrer Buchstaben entgegensetzte. Schreiben war Atmen. Schreiben provozierten neue Auseinandersetzungen mit ihrem dichtenden Ehemann. Domins Gedichte aber wurden so zu Augenblicken der Freiheit, zu magischen Gebrauchsgegenständen. Zeitlos. Aktuell – und anwendbar für jedermann.
In Folge 67 und 68 blenden Marion Tauschwitz, Biografin, Mitarbeiterin und Freundin Hilde Domins und Theo Schneider in Lesung und Gespräch Leben und Literatur der Autorin auf – vom Elternhaus in Köln über die langen Jahre des Exils bis zu den Jahrzehnten in Heidelberg. Da ihre Biografin Marion Tauschwitz tausende nachgelassene Briefe und Skripte sichten konnte, eröffnet sich nicht zuletzt auch in diesen Folgen von podcastliteratur.de ein neues, zu ihren Lebzeiten unbekanntes Bild der Frau und Dichterin.
Hilde Löwenstein (27.7.1909 – 22.2.2006) wuchs in einem großbürgerlichen Kölner Elternhaus auf, das die jüdische Religion nicht lebte. Judentum wird die Schriftstellerin Domin später als Schicksalsgemeinschaft bezeichnen, in die sie von Hitler hineingestoßen wurde.
Ihre Schulzeit verbrachte sie nach anfänglichem Privatunterricht im Elternhaus dann von 1922 bis 1929 am Kölner Merlo-Mevissen-Gymnasium. Nach Studienaufenthalten in Heidelberg, Köln, Berlin, kehrte sie im April 1931 nach Heidelberg zurück und wird ihr Studium 1932 als Diplom-Volkswirt abschließen. Lebens- und Schicksalsprägend war das Zusammentreffen in Heidelberg mit dem jüdischen Archäologie-Studenten Erwin Walter Palm, ihrem späteren Ehemann. Mit ihm begann sie im Herbst 1932 ein Studium in Rom, dann in Florenz. Italien wurde nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten das erste Exilland.
Dramatische Flucht im März 1939 erst nach England, dann im August 1940 nach Santo Domingo. Hilde Domin bewältigte dort beider Alltag, war Sekretärin, Managerin, Fotografin für ihren Ehemann, der sich archäologischen Forschungen widmete. Gemeinsam übersetzten sie spanischsprachige Lyrik ins Deutsche.
Krankheiten, Ehekrisen, Getrenntleben und zuletzt der Tod der Mutter erschütterten Hilde Domins Jahre in Santo Domingo, wo sie schon 1946 mit dem Schreiben begann. Schreiben war Befreiung, Freiheit, Atmen, Überleben im Wort – im deutschen Wort. Erst später wird sie ihre „zweite Geburt“ als Dichterin auf den Tod der Mutter lenken.
Mit der Rückkehr nach Europa 1954 begreifen sich Domin und Palm als Vermittler moderner spanischsprachiger Lyrik. Ihre eigene Lyrik („Nur eine Rose als Stütze, 1959) veröffentlichte die Dichterin unter dem Pseudonym Hilde Domin – dem Namen ihrer Insel. Hilde Domin gewinnt schließlich den intensiven, langen Kampf um literarische Anerkennung im Nachkriegsdeutschland.
1960 wird für Erwin Walter Palm eine Stelle für „Ibero-amerikanische Kunst- und Kulturgeschichte“ an der Universität Heidelberg geschaffen. Domins Lyrik ist von Flucht-Erfahrungen und Exil geprägt. Sie versteht sich als „Notrufer“, der lebenslang um das menschliche Miteinander und Vergebung ringt. Ihre Gedichte plädieren für einen zwischenmenschlichen Neuanfang, verstehen sich als „magische Gebrauchsgegenstände, anwendbar für Jedermann“.
Nach dem Tod Erwin Walter Palm 1988 ist sie bis zu ihrem Tod im Februar 2006 eine unermüdliche Vermittlerin ihrer Lyrik.
Die Liste enthält die Werke Hilde Domins mit dem Erscheinungsjahr und der Angabe des Verlags, bei dem sie zuerst erschienen sind.
1959 »nur eine Rose als Stütze. Gedichte«
Die Dichterin Hilde Domin, eine der bedeutendsten deutschen Nachkriegslyrikerinnen, ging 1932 mit ihrem späteren Ehemann Erwin Walter Palm zum Auslandsstudium nach Italien, das mit Hitlers Machtübernahme zum ersten Exil wurde. Abenteuerliche Fluchten über Frankreich, England, die Dominikanische Republik nahmen den Jahren jegliche Zutraulichkeit.
Vor allem aber die konfliktreiche Ehe machten die 22 Jahre Exil zu „geprügelten Tagen“, die Hilde Domin überlebte, indem sie ihnen das Dennoch ihrer Buchstaben entgegensetzte. Schreiben war Atmen. Schreiben provozierte neue Auseinandersetzungen mit ihrem dichtenden Ehemann. Domins Gedichte aber wurden so zu Augenblicken der Freiheit, zu magischen Gebrauchsgegenständen. Zeitlos. Aktuell – und anwendbar für jedermann.
In Folge 67 und 68 blenden Marion Tauschwitz, Biografin, Mitarbeiterin und Freundin Hilde Domins und Theo Schneider in Lesung und Gespräch Leben und Literatur der Autorin auf – vom Elternhaus in Köln über die langen Jahre des Exils bis zu den Jahrzehnten in Heidelberg.
Da ihre Biografin Marion Tauschwitz tausende nachgelassene Briefe und Skripte sichten konnte, eröffnet sich nicht zuletzt auch in diesen Folgen von podcastliteratur.de ein neues, zu ihren Lebzeiten unbekanntes Bild der Frau und Dichterin.
Hilde Löwenstein (27.7.1909 – 22.2.2006) wuchs in einem großbürgerlichen Kölner Elternhaus auf, das die jüdische Religion nicht lebte. Judentum wird die Schriftstellerin Domin später als Schicksalsgemeinschaft bezeichnen, in die sie von Hitler hineingestoßen wurde.
Ihre Schulzeit verbrachte sie nach anfänglichem Privatunterricht im Elternhaus dann von 1922 bis 1929 am Kölner Merlo-Mevissen-Gymnasium. Nach Studienaufenthalten in Heidelberg, Köln, Berlin, kehrte sie im April 1931 nach Heidelberg zurück und wird ihr Studium 1932 als Diplom-Volkswirt abschließen. Lebens- und Schicksalsprägend war das Zusammentreffen in Heidelberg mit dem jüdischen Archäologie-Studenten Erwin Walter Palm, ihrem späteren Ehemann. Mit ihm begann sie im Herbst 1932 ein Studium in Rom, dann in Florenz. Italien wurde nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten das erste Exilland.
Dramatische Flucht im März 1939 erst nach England, dann im August 1940 nach Santo Domingo. Hilde Domin bewältigte dort beider Alltag, war Sekretärin, Managerin, Fotografin für ihren Ehemann, der sich archäologischen Forschungen widmete. Gemeinsam übersetzten sie spanischsprachige Lyrik ins Deutsche.
Krankheiten, Ehekrisen, Getrenntleben und zuletzt der Tod der Mutter erschütterten Hilde Domins Jahre in Santo Domingo, wo sie schon 1946 mit dem Schreiben begann. Schreiben war Befreiung, Freiheit, Atmen, Überleben im Wort – im deutschen Wort. Erst später wird sie ihre „zweite Geburt“ als Dichterin auf den Tod der Mutter lenken.
Mit der Rückkehr nach Europa 1954 begreifen sich Domin und Palm als Vermittler moderner spanischsprachiger Lyrik. Ihre eigene Lyrik („Nur eine Rose als Stütze, 1959) veröffentlichte die Dichterin unter dem Pseudonym Hilde Domin – dem Namen ihrer Insel. Hilde Domin gewinnt schließlich den intensiven, langen Kampf um literarische Anerkennung im Nachkriegsdeutschland.
1960 wird für Erwin Walter Palm eine Stelle für „Ibero-amerikanische Kunst- und Kulturgeschichte“ an der Universität Heidelberg geschaffen. Domins Lyrik ist von Flucht-Erfahrungen und Exil geprägt. Sie versteht sich als „Notrufer“, der lebenslang um das menschliche Miteinander und Vergebung ringt. Ihre Gedichte plädieren für einen zwischenmenschlichen Neuanfang, verstehen sich als „magische Gebrauchsgegenstände, anwendbar für Jedermann“.
Nach dem Tod Erwin Walter Palm 1988 ist sie bis zu ihrem Tod im Februar 2006 eine unermüdliche Vermittlerin ihrer Lyrik.
Die Liste enthält die Werke Hilde Domins mit dem Erscheinungsjahr und der Angabe des Verlags, bei dem sie zuerst erschienen sind.
1959 »nur eine Rose als Stütze. Gedichte«
Um das Jahr 1200 vermutlich im Umkreis eines Passauer Klosters in mittelhochdeutscher Sprache verfasst, erzählt es in 2400 vierzeiligen Strophen die Abenteuer Siegfrieds und den Untergang der Burgunden, die in Worms residierten.
Der erste Teil des Nibelungenlieds beginnt mit der Geschichte von Siegfried, einem Helden, der durch das Baden in Drachenblut unverwundbar wird, außer an einer Stelle, die von einem Lindenblatt bedeckt war. Siegfried kommt an den Hof des burgundischen Königs Gunther und verliebt sich in dessen Schwester Kriemhild. Um Kriemhild zu heiraten, hilft Siegfried Gunther dabei, die kriegerische Königin Brünhild zu bezwingen. Auf der Hochzeit kommt es zu einem Streit zwischen den beiden Frauen, bei dem Brünhild die Demütigung durch Siegfried aufdeckt. Hagen, ein treuer Gefolgsmann Gunthers, tötet Siegfried daraufhin bei einer Jagd, indem er die verwundbare Stelle mit einer Lanze trifft.
Der zweite Teil des Nibelungenlieds dreht sich um Kriemhilds Rache. Nach dem Tod ihres Mannes heiratet sie den Hunnenkönig Etzel (Attila) und lockt die burgundischen Könige und Hagen zu sich an den Hof. Es kommt zu einem blutigen Kampf, bei dem alle Burgunden, bis auf König Gunther und Hagen, getötet werden. Kriemhild lässt Gunther und Hagen hinrichten, wird aber schließlich selbst von Hildebrand, einem Gefolgsmann Dietrichs von Bern, getötet. Das Nibelungenlied ist ein Werk über Heldentum, Liebe, Verrat und den Untergang einer ganzen Kultur. Es ist ein zentrales Werk der deutschen Literatur und wurde im Laufe der Zeit immer wieder neu interpretiert und verfilmt. Und durch die Jahrhunderte immer wieder auch als eine eindringliche Warnung vor bedingungsloser Macht und Herrschaft, vor Rachsucht, blinder Gefolgschaft und überschießender Wut verstanden.
2002 wagte es Worms als zentraler Handlungsort der Sage aufwendige Nibelungenfestspiele als Freilichtaufführungen vor dem Dom zu begründen. Wobei jedes Mal ein neues Stück bei meist jüngeren, experimentierfreudigen Autoren in Auftrag gegeben wird. Nach 24 Jahren sind aus den Anfängen die schönsten und aufregendsten Freilichtspiele Deutschlands geworden, deren Stücke von den besten Theaterautoren verfasst, von wagnisfreudigen Regisseuren und Regisseurinnen inszeniert und von Stars aus Film und Fernsehen gespielt werden.
In Folge 66, dem zweiten Teil über das Nibelungenlied, redet Volker Gallé mit Theo Schneider über Funktion und Rolle des Nibelungenlieds in deutscher Kultur und Politik von der Aufklärung bis zur Gegenwart. Und über die Entstehung der neuen Wormer Nibelungenfestspiele.
In diesem Jahr finden sie vom 17. Juli bis 2. August auf der Freilichtbühne an der Nordseite des Wormser Doms statt. Gestaltet von der freien Theatergruppe „Les enfants terribles“ aus England. Das Stück von Oliver Lansley heisst „Die Hunnenkönigin“.
In Folge 65, dem ersten Teil über das Nibelungenlied, reden Volker Gallé und Theo Schneider über Entstehung und historische Hintergründe des Nibelungenlieds.
Team der Nibelungenfestspiele 2026 (PDF-Datei)
„DIE HUNNENKÖNIGIN“ heißt das neue Stück von Oliver Lansley für die Nibelungen-Festspiele, das vom 17. Juli bis 2. August auf der eindrucksvollen Bühne vor dem Wormser Dom uraufgeführt wird. Im Zentrum der Geschichte stehen Kriemhild, gespielt von Maria Drăguș, und der Hunnenkönig Etzel, verkörpert von Aram Tafreshian. Ihre intensive und vielschichtige Macht- und Liebesgeschichte wird von der Songwriterin Alice Merton und dem Komponisten Alexander Wolfe live auf der Bühne musikalisch und gesanglich begleitet, gespiegelt und vertieft. Auch Jeanette Hain als Kriemhilds Mutter Ute und Heiko Raulin als Hagen gehören zum diesjährigen Ensemble. Ergänzt wird die Besetzung durch Vinzenz Wagner (Siegfried), Miguel Torres Umba (Hawart), Anna Martine Freeman (Irnfried) sowie ein gemischtes Tanzensemble aus deutschen und englischen Tänzern: Nathan Bartman (Dance Captain), Doris Lingenau, Risha Silvera und Mareike Villnow.
Intendant Nico Hofmann: „Durch die Kooperation mit der Londoner Theatercomapagnie LES ENFANTS TERRIBLES wird unser Blick auf den Nibelungenstoff noch einmal internationaler. Wir freuen uns sehr auf die britische Perspektive von Oliver Lansley und James Seager auf den urdeutschen Mythos. Dabei kann sich das Wormser Publikum nicht nur auf eine inhaltlich neue Ausdeutung des Stoffes freuen, auch theatralisch ist einiges zu erwarten: Der Genremix aus Schauspiel, Musik, Tanz und Puppentheater verspricht ein großes Theaterspektakel.“
Der Künstlerische Leiter Thomas Laue ergänzt: „Im Zentrum des Stückes von Oliver Lansley steht in diesem Jahr Kriemhild, deren Geschichte erstaunlicherweise bisher kaum richtig auserzählt wurde, obwohl sie zu einer der bekanntesten Figuren der Nibelungensage gehört. Das insgesamt sehr starke deutsch-englische Ensemble wird dementsprechend mit Maria Drăguș und Jeanette Hain nicht zuletzt von zwei starken Schauspielerinnen geprägt und von der Sängerin Alice Merton ideal ergänzt. Alles spricht für einen aufregenden Nibelungensommer 2026 mit einer Ausstrahlung weit über Worms hinaus.“
James Seager und Oliver Lansley: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit diesem multidisziplinären Ensemble aus Schauspielern, Musikern und Tänzern. Unsere Stücke vereinen viele verschiedene Elemente – Text, Live-Musik, Puppenspiel und Bewegung – und wir verwischen gerne die Grenzen zwischen all diesen Mitteln im Dienst der Geschichte.“
Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.
Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Texte und Lieder von Volker Gallé
Neben mir mein herz. Lyrik 2025
In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253
Um das Jahr 1200 vermutlich im Umkreis eines Passauer Klosters in mittelhochdeutscher Sprache verfasst, erzählt es in 2400 vierzeiligen Strophen die Abenteuer Siegfrieds und den Untergang der Burgunden, die in Worms residierten.
Der erste Teil des Nibelungenlieds beginnt mit der Geschichte von Siegfried, einem Helden, der durch das Baden in Drachenblut unverwundbar wird, außer an einer Stelle, die von einem Lindenblatt bedeckt war. Siegfried kommt an den Hof des burgundischen Königs Gunther und verliebt sich in dessen Schwester Kriemhild. Um Kriemhild zu heiraten, hilft Siegfried Gunther dabei, die kriegerische Königin Brünhild zu bezwingen. Auf der Hochzeit kommt es zu einem Streit zwischen den beiden Frauen, bei dem Brünhild die Demütigung durch Siegfried aufdeckt. Hagen, ein treuer Gefolgsmann Gunthers, tötet Siegfried daraufhin bei einer Jagd, indem er die verwundbare Stelle mit einer Lanze trifft.
Der zweite Teil des Nibelungenlieds dreht sich um Kriemhilds Rache. Nach dem Tod ihres Mannes heiratet sie den Hunnenkönig Etzel (Attila) und lockt die burgundischen Könige und Hagen zu sich an den Hof. Es kommt zu einem blutigen Kampf, bei dem alle Burgunden, bis auf König Gunther und Hagen, getötet werden. Kriemhild lässt Gunther und Hagen hinrichten, wird aber schließlich selbst von Hildebrand, einem Gefolgsmann Dietrichs von Bern, getötet. Das Nibelungenlied ist ein Werk über Heldentum, Liebe, Verrat und den Untergang einer ganzen Kultur. Es ist ein zentrales Werk der deutschen Literatur und wurde im Laufe der Zeit immer wieder neu interpretiert und verfilmt. Und durch die Jahrhunderte immer wieder auch als eine eindringliche Warnung vor bedingungsloser Macht und Herrschaft, vor Rachsucht, blinder Gefolgschaft und überschießender Wut verstanden.
Und es ist makaber: Was das Lied als Warnung verstand, haben die Nazis als Tugenden gepredigt!
Sie waren die ersten, die 1936 in Worms Nibelungenfestspiele veranstaltet hatten. Doch die Vergangenheit ihrer Verbrechen lastete so schwer auf dem Stoff, dass er jahrzehntelang vom Theater gemieden wurde.
Erst 2002 wagte es Worms als zentraler Handlungsort der Sage aufwendige Nibelungenfestspiele als Freilichtaufführungen vor dem Dom zu begründen. Wobei jedes Mal ein neues Stück bei meist jüngeren, experimentierfreudigen Autoren in Auftrag gegeben wird. Nach 24 Jahren sind aus den Anfängen die schönsten und aufregendsten Freilichtspiele Deutschlands geworden, deren Stücke von den besten Theaterautoren verfasst, von wagnisfreudigen Regisseuren und Regisseurinnen inszeniert und von Stars aus Film und Fernsehen gespielt werden.
In Folge 65, dem ersten Teil über das Nibelungenlied, reden Volker Gallé und Theo Schneider über Entstehung und historische Hintergründe des Nibelungenlieds.
Der Autor, Liedermacher und Kulturwissenschaftler Volker Gallé ist 70 Jahre alt und seit über 50 Jahren mit Kleinkunstprogrammen und Vorträgen unterwegs, die sich meist mit Geschichte und Kultur seiner linksrheinischen Heimat beschäftigen. Er lebt in Mauchenheim und war als Kulturkoordinator der Stadt Worms für die Entwicklung der Kulturprofile Nibelungen, Dom, Luther und SchUM-Städte zuständig. Lange Jahre war er Vorsitzender des Fördervereins der KZ-Gedenkstätte Osthofen.
Derzeit engagiert er sich für die Profilierung der Demokratiegeschichte des Landes Rheinland-Pfalz als Motor für eine aktive Bürger/innenbeteiligung, die Begegnung von Verschiedenen an dritten Orten ermöglicht, und für mehr kommunale Selbstverwaltung eintritt.
Texte und Lieder von Volker Gallé
Neben mir mein herz. Lyrik 2025
In den 1990er Jahren sind auch CD’s und Kasetten erschienen
Herausgeber von Tagungsbänden der Stadt Worms, u.a.:
Aufsätze zur Regionalgeschichte, zuletzt: Adolf Bley -Pazifismus und Autonomie in der Pfalz, in: Besatzungszeit und Autonomiebewegungen im Gebiet von Rheinland-Pfalz 1918–1930, Ubstadt-Weiher 2025, Seite 246-253
Hans Thill ist ein Dichter in der Nachfolge der Surrealisten, der „Oulipo“-Bewegung und der experimentellen Poesie. Deren Texte sind nicht nur Übungen im (manchmal durchaus auch formal strengen) „Leichtsinn poetischen Formulierens“, sondern auch literarische Übungen in der Erforschung des Bewusstseins und des Unbewusssten.
In „Karaoke 2“ spielt Hans Thill wie ein DJ der Dichtung, wie Rapper, wie Free-Jazzer oder Sampling-und ReMixer mit vorgefundenem musikalischen Material umgehen, mit vorhandenem lyrischem Material vom Barock bis zur Gegenwart. Wie Musiker Melodieinseln als Ausgangsmaterial für ihre freien Improvisationen benutzen, benutzt Hans Thill einzelne Zeilen (nicht nur) bekannter vorhandener Gedichte als Ausgangsmaterial der Inspiration zum Schreiben eigener Gedichte. Dabei werden Bedeutungshorizonte und Interpretationssplitter des Ausgangsgedichts in einem Schreibprozess, der teilweise einer surrealistischen „écriture automatique“ ähnlich ist, mit allen ( vornehmlich literarischen) Inhalten des Bewussten und Unbewussten eines 70jährigen Lebens verwirbelt.
Wie geht Gedicht-Karaoke? Wie singt man ein bekanntes Gedicht nach? Der neue Band von Hans Thill gleicht einem Gang in die Karaoke-Kabine. Wer sich in sie hinein begibt, kann nachsingen, was ihm vorgespielt wird. Zur Verfügung stehen 16 grandiose Optionen. Wer wollte nicht immer schon mal poetische Hits wie „Gebrochen Barock“, „Tag lass nach“, „Palle Pur“ oder „Klötenweh Quevlove“ nachsingen? Bühne frei für das lyrische Rudelsingen: 16 Gedichte aus 5 europäischen Sprachen, Gedichte von Andreas Gryphius, Georg Rodolf Weckherlin, Friedrich Hölderlin, William Wordsworth, August Graf von Platen, Stefan George, Yvan Goll, Stéphane Mallarmé, Saint-Pol Roux, Guillaume Apollinaire, José Maria de Heredia bzw. seinem Übersetzer Hanns Grössl, Else Lasker Schüler, Federico Garcia Lorca, Ilse Aichinger, Tomasz Róźycki bzw. seiner Übersetzerin Dagmara Kraus und Habib Tengour – auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Polnisch – der Lautleite des anderen Textes entlang – einem stets unabsehbaren Sinn auf der Spur, der sich selber findet, während er sich erfindet – Labsal als Labyrinth – auf dass man sich wiederfindet in so noch nicht gehörtem, in gänzlich unerhörtem Gebiet. Und als Rausschmeißer grölen alle noch auf dem Heimweg: „Taube im Abflug“!< (Pressetext Verlag)
In Folge 64 von podcastliteratur.de spricht Hans Thill mit Theo Schneider über Entstehung, Entwicklung und Funktionsweise seiner Karaoke-Gedichte und stellt ausführlich Beispiele vor. So entsteht ein ebenso intensiver wie genau nachvollziehbarer Einblick in die Werkstatt eines neuen poetischen Genres.
Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt in Heidelberg. Lyriker, Leiter des Künstlerhauses Edenkoben und des Projekts »Poesie der Nachbarn«. Herausgeber der Anthologien dieses Projekts. Zahlreiche Gedichtbände, zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen. Herausgeber (zus. mit Michael Braun) von Anthologien zur Gegenwartslyrik jeweils eines Jahrzehnts. Hörspiele, Rundfunksendungen, zuletzt erschienen: Das Buch der Dörfer (2014) und Neue Dörfer (2023). Außerdem die Gedichtbände: Der heisere Anarchimedes (2020); In riso / der dürre vogel Bin / kälter als / Dunlop (2. Aufl. 2021). Im Herbst erscheint bei Urs Engeler Karaoke 2. Auszeichnungen u.a. Peter-Huchel-Preis 2004, Basler Lyrikpreis 2021. Mitglied des Deutschen PEN. Setzt Stelen für verstorbene Dichter www.poetenladen/stelen.de
Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt seit 1974 in Heidelberg. Lyriker und Übersetzer. Seit 2010 Künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Preise: »Hungertuch« 1985 für Gelächter Sirenen. Peter-Huchel-Preis 2004 für Kühle Religionen. Basler Lyrikpreis für Der Heisere Anarchimedes 2021.
1) Gelächter Sirenen. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1985
Gedichtbände im Ausland
Anthologien
Außerdem zahlreiche Lyrikveröffentlichungen in Zeitschriften (U.a., Literaturmagazin, Manuskripte, neue deutsche literatur, Lettre International, Merkur, Mütze, Ostragehege, Poet, Sinn & Form, Zwischen den Zeilen, Schreibheft, Park, die Horen), Anthologien und im Lyrikjahrbuch 1989/90, 1992, 1993, 1996, 1998, 1999, 2000, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2013, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024
Anthologien (Auswahl):
1) Karl Heinz Bohrer, Kurt Scheel (Hg.) Lyrik. Über Lyrik. Sonderheft Merkur, Heft 600, Klett-Cotta, Stuttgart 1999.
Veröffentlichungen in ausländischen Zeitschriften und Anthologien: Bolivien, Bulgarien, Frankreich, England, Mexiko, Rumänien, Rußland, Spanien, USA.
Nimmt teil am Internetforum: www.der-goldene-fisch.de
Marcus Braun ist ein Autor von Romanen und Theaterstücken. Er wurde 1971 in Bullay an der Mosel geboren, lebte lange Zeit in Berlin und ist seit zwei Jahren wieder in seine Heimat zurückgekehrt.
Wenn es nicht total veraltet und abgenutzt wäre, könnte man das früher häufig gebrauchte Klischee von den „Stillen im Lande“ aus der Mottenkiste kramen: Marcus Braun ist eher leise, zurückhaltend, nachdenkend, skrupulös, zweifelnd, lakonisch, langsam. Aber unter dieser Oberfläche phantasievoll, witzig, schräg, poetisch, kritisch, politisch, experimentierfreudig.
Und so sind auch seine Romane: poetisch, lakonisch, witzig bis zu schrägen Kalauern, flirrend, sehr filmisch wie das französische Kino der 60er bis 80er Jahre, mal formal konventionell, mal experimentierfreudig anspruchsvoll, oft spannend, mal folgend sie den Suspense-Regeln von Krimis oder Politthrillern, mal dem Impressionismus der nouvelle vague des französischen Kinos, mal dem kalauernden Gehabe Heranwachsender. Immer sind ihre Protagonisten junge Leute zwischen Fünfzehn und Dreißig, in Phasen der Veränderung, unsicher ihrer Gefühle und Gedanken…
So der Protagonist in Marcus Brauns formal wagemutigem und von der Kritik hoch gelobten Debut „Dehli“; die Zivildienstleistenden im sprachlich eher konventionellen Roman „Hochzeitsvorbereitungen“, die ihren Sex zwischen One-Night-Stands und Liebeskummer ausprobieren; die beiden Paare in „Armor“, die in der flirrend aufgeladenen Atmosphäre französischer Filme der 70er und 80er an der Atlantikküste flirten und zoffen; und so die beiden jungen Männer, die als konkurrierende „Panchen Lama“ vom Dalai Lama im Exil und von China ausgewählt wurden im Politthriller „Der letzte Buddha“.
Aus diesen Büchern liest Marcus Braun und spricht über sein Schreiben mit Theo Schneider in Folge 63 von podcastliteratur.de.
Informationen zu seinem Leben und seinen Werken finden Sie bei Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Braun
Vor mehr als dreißig Jahren hat das Künstlerhaus des Landes Rheinland-Pfalz in Edenkoben das Format „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ entwickelt, das mittlerweile Nachahmer in der ganzen Welt gefunden hat.
Das Konzept: Deutschsprachige Lyriker und Lyrikerinnen treffen sich einmal im Jahr mit Dichterinnen und Dichtern aus einem europäischen Nachbarland in einem mehrtägigen Workshop, um deren Texte zu übersetzen. Unmittelbar danach folgen gemeinsame Lesetermine auf Veranstaltungen in der Region und ein Jahr später erscheint eine Anthologie der Originaltexte und ihrer Übersetzungen.
Zum ersten Mal waren im vorigen Jahr Lyriker und Lyrikerinnen aus Tschechien zu Gast. Einige von ihnen und ihre deutschen Kollegen und Kolleginnen hat podcastliteratur.de für Folge 62 zu einem Gespräch über Tendenzen tschechischer Lyrik und die Schwierigkeiten beim Übersetzen aus der westslawischen Sprache hinter dem Mikrofon versammelt.
Dabei fällt in diesem Jahr vor allem zweierlei auf: Zum einen sind es fast ohne Ausnahme vor allem junge Lyrikerinnen und Lyriker, die aus Tschechien nach Edenkoben gekommen sind. Und ihre Texte sind oft ausgesprochen schwierig zu übersetzen, da viele sehr stark an Klangwirkungen der tschechischen Sprache orientiert oder ausgesprochene Klanggedichte sind, deren „Bedeutungen“ überhaupt nicht lexikografisch zu erfassen sind.
So kommt es, dass die Teilnehmer ihre Übertragungsversuche mit der Erweckung von Frankenstein-Monstern vergleichen, vom Übersetzen als „Frankensteinisieren“ sprechen und dass man „das Monster montieren“ muss, wenn es um die Frage geht, wie denn eigentlich unübersetzbare Texte dennoch ins Deutsche übertragen werden können.
Und natürlich reden wir auch von den Besonderheiten der westslawischen Sprache und über tschechische Lyrik in der Vergangenheit und Gegenwart.
Tereza Bínová, geboren 1990 in der Vysočina, lebt in Telč. Lyrikerin und Psychologin. Debütierte im Jahr 2014 mit ihrem konzeptuellen Gedichtband Souborna zkouška (»Abschlußprüfung«). Für ihren jüngsten Band Červeny obr (»Der rote Riese«) erhielt sie 2023 den Literaturpreis Magnesia Litera. Sie arbeitet als Therapeutin und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in einer Kleinstadt im Süden Tschechiens.
Róža Domašcyna, geboren 1951 in Zerna bei Kamenz, lebt in Bautzen. Schreibt Lyrik, Essays, Dramatik und Rezensionen, ist auch Herausgeberin und Nachdichterin. Zuletzt erschien: stimmen aus der unterbuhne (poetenladen, Leipzig 2020); Poesiealbum 354 (Märkischer Verlag, Wilhelmshorst 2020); Unterm weisleinenen tuch, Gedichte und Nachdichtungen (Domowina, Bautzen 2026)
Daria Gordova, geboren 1996, lebt in Prag. Studierte Germanistik und anglophone Literatur und Kultur an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität. Sie hat in den Foren Protimluv, Tvar und in Nedělni chvilka Poesie publiziert und ihr Gedicht Stěna (»Wand«) wurde in der Anthologie Nejlepši česke basně 2019 (»Die besten tschechischen Gedichte «) veröffentlicht. Derzeit bereitet sie ihren ersten Gedichtband mit dem (Arbeits-)Titel Formaldehyd zur Veröffentlichung vor. Vor kurzem gründete sie das Projekt #čtemeženy (»wir lesen«) bei Instagram, mit dem sie tschechische Dichterinnen vorstellt.
Marit Heuß, geb. 1984 in Schlema, lebt als Lyrikerin und Literaturwissenschaflerin in Leipzig. Ihre Lyrik wurde u.a. ausgezeichnet mit einem Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben (2020) und des Literarischen Colloquium Berlin (2026). Zuletzt erschien ihr Lyrikdebüt Verschlissenes Idyll (poetenladen, Leipzig 2025).
Tim Holland, geboren 1987 in Tübingen, lebt in Berlin. Autor, Literaturvermittler und Verleger (hochroth München). Ausbildung zum Buchhändler in Tübingen. Zuletzt erschien das Langgedicht wir zaudern, wir brennen (Matthes & Seitz, Berlin 2022), das auch als kinetische Installation umgesetzt wurde. Im Herbst 2026 erscheint der autofiktionale Essay Schweis fliest, wenn Muskeln weinen (Maro Verlag, Augsburg).
Alexander Kappe, geboren 1987 in Berlin, lebt dort. Lyriker, Übersetzer, Literaturwissenschaftler und -Vermittler. Promotion in Berlin und Oxford. Mitherausgeber der Zeitschrift Transistor – Zeitschrift fur zeitgenossische Lyrik sowie verschiedener Anthologien. Übersetzer von Keith Waldrop. Zuletzt erschien: nachreden auf dunkelengel (gutleut verlag, Frankfurt 2023) und kleiner mann triptychon (gutleut Verlag, Frankfurt 2026) sowie die Ubertragung eines Bandes von Yevgeniy Breyger aus dem Deutschen ins Englische: fugitive moons (Shearsman Books, Swindon).
Pavel Novotný, geboren 1976 in Prag, lebt in Liberec. Lyriker, Übersetzer, Germanist, Pädagoge, Leiter des Instituts für deutsche Sprache der TU Liberec (Reichenberg), lehrt auch an der Dresdner TU. Er hat mehrere Literaturpreise erhalten (u.a. Magnesia Litera für Lyrik 2021, Dresdner Lyrikpreis 2022), 2010 auch Prix Bohemia Radio für die experimentelle Radiokomposition Weltall. Er übersetzte u.a. Hans Magnus Enzensbergers Gedichtzyklen oder die Anthologie der Wiener Gruppe. Als Literaturwissenschaftler interessiert er sich für die literarische Collage und Montage sowie für das Thema akustische Literatur und experimentelles Hörspiel.
Marion Poschmann, geboren 1969 in Essen, lebt in Berlin. Schreibt Gedichte, Romane und Essays, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis 2011, dem Deutschen Preis für Nature Writing 2017 und dem Joseph-Breitbach-Preis 2023. Zuletzt erschienender Gedichtband Nimbus (Suhrkamp, Berlin 2020), der Essay Laubwerk (Verbrecher Verlag, Berlin 2021), der Roman Chor der Erinnyen (Suhrkamp, Berlin 2023) sowie die Verslegende Die Winterschwimmerin (Suhrkamp, Berlin 2025).
Christian Schloyer, geboren 1976 in Erlangen, lebt in Nürnberg. Xier improvisiert elektroakustische Klangwelten, schreibt Lyrik und verschmelzt beides zu Game-Level. Zuletzt erschien JUMP N`RUN (poetenladen, Leipzig 2017) und der Doppelband VENUS–MARS (poetenladen, Leipzig 2024). Auszeichnungen u. a. Leonce-und-Lena-Preis 2007 und Lyrikpreis München 2016.
Anna Štičková, geboren 1994, lebt in Brünn. Zuletzt erschien der Gedichtband Nejsi ze Sudet? (»Kommen Sie aus dem Sudetenland?«). Zusammen mit Sylva Ficová hat sie Texte von Carol Ann Duffy, Emily Dickinson, Amy Lowell und Gertrude Stein übersetzt für die Anthologie Nebyla jen Sapfo (»Nicht nur Sappho«, 2023). Sie ist aktives Mitglied des Schriftstellerverbands (Asociace spisovatelů) und Mitbegründerin des Verbands der Kleinverleger und Buchhändler (Asociace malých nakladatelů a knihkupců). Sie arbeitet außerdem an der Philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität in Brünn und forscht zum Thema Literatur in sozioökonomischen Kontexten.
Vojtěch Vacek, geboren 1993 in Prag, lebt dort. Lyriker, Redakteur, Game-Writer, Musiker. Gedichte und Fabeln erschienen in Literaturzeitschriften, Zeitungen und Anthologien. Seine Texte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Veröffentlichte bisher Schopni jsou ti s chlopni (»Leute mit großer Klappe können das«, 2015), Měňagon (2021) für den er den Jiří-Orten-Preis erhielt, zuletzt Vlnění zvěře (»Wildwechsel«, 2024). Mitorganisator des landesweiten internationalen Festivals Den poezie (»Tag der Poesie«). Er ist Mitglied der Band Představy postavy.
Petr Váša, geboren 1965 in Brünn, lebt dort. Lyriker und Musiker. Begründer Bands Z kopce (1985), Ošklid (1987) und A-Beat (1990). Nach deren Auflösung widmete er sich vor allem seinem Projekt der physischen Dichtung – ab 1991 mit Performances und Tonaufnahmen, ab 1992 auch mit zeichnerisch-visuellen Gedichten, Seminaren und Workshops an verschiedenen Kunsthochschulen sowie im Rahmen der Veranstaltungen zu besonderen Anlässen. Nach einer längeren Phase gründete er 1999 die Band Ty Syčaci. Im Jahr 2021 erschien sein Gedichtband Štěstí (»Glück«), 2023 das Kinderbuch Rajčaťaci a Banani (»Tomaten und Bananen«). Derzeit tritt Petr Váša sowohl solo als auch mit Ty Syčaci und der wiederbelebten Gruppe Jasna paka auf und unterrichtet physische Dichtung.
„V`herbe“ ist ein französisches Wortspiel: „herbe“ – also Kraut, Pflanze… setzt man ein „V“ davor wird daraus das Wort „Wort“, „Verb“.
Zunächst habe ich mich über die hochgestochene Formulierung des Titels gewundert: Als ob die Autorin mit einem Hund höchst vornehm diniere…Bis bald der Groschen fiel: „An angel at my table“. Also eine Hommage an Jane Campions wunderbaren Film über die neuseeländische Autorin Janet Frame und ihren Roman mit dem gleichnamigen Titel.
Und es stimmt ja: Unverhofft, wie uns Engel mit einem zarten Windhauch streifen, erscheint da plötzlich ein verängstigter und struppiger Hund bei einem alten Aussteigerpaar, das seit Jahrzehnten wie Philemon und Baucis auf einem kleinen, kargen Gehöft abgelegen in den Vogesen lebt. Die Hündin teilt das Leben der beiden Alten eine Zeit lang und den Roman lang. (Selbstverständlich muss es eine Hündin sein, sonst hätte der Roman ja nicht den „prix femina“ erhalten und sonst würde die Wuff:in sich ja nicht so gut als Projektionsfläche für gender-spezifische Anspielungen eignen! Wobei der Verdacht der Erzählerin, dass die Hündin von einem Mann sexuell missbraucht wurde, real wie fiktional, einigermaßen abwegig ist. Umso mehr als wir das Attribut „Hundeficker“ lieber für Donald Trump reservieren würden. Was aber dann doch eine unverantwortliche Verharmlosung des Staatsterroristen wäre!
Roman steht auf dem Titel, aber das Buch ist sicher mehr autobiografisches Notat als Erfindung. Ein wunderbares autofiktionales Werk über ein altes Aussteigerpaar, beide um die Achtzig, das mit den Menschen kaum noch etwas anfangen kann und will und sich von (fast) allem zurückgezogen hat: Er in die Welt der Literatur und Bücher, die er nachts liest, während er tagsüber schläft. Sie in die Natur, in die Beobachtung und Betrachtung der Pflanzen und Tiere: Mehr noch, in eine Art Übereignung ihrer Person an die Natur, was immer wieder mit ebenso genauen wie poetischen Bildern und Gedanken beschrieben wird – ihre Verwandlung von einer Menschin in ein Teil der Natur. So wirkt sie manchmal wie die Figuren in Ovids Metamorphosen, ein Wesen im Prozess der Verwandlung einer Person in Dinge der Natur, wie die Nymphe Daphne, der schon Blätter und Zweige aus den Haaren sprießen, als sie auf der Flucht vor ihrem Vergewaltiger in einen Lorbeerbaum verwandelt wird.
Ein wirklich intensives Buch, der erste auf Deutsch übersetzte Roman der Autorin aus den Vogesen. Den hier, in Folge 61 von podcastliteratur.de, der Romanist Professor Ulrich Winter und Theo Schneider in Lesung und Gespräch vorstellen. Ein Buch, das Sie unbedingt lesen sollten, von einer Autorin, von der unbedingt weitere Werke auf Deutsch übersetzt werden sollten.
zu der Homepage des Rowohlt-Verlags mit Infos zu dem Buch und einer Leseprobe.
Claudie Hunzinger wurde 1940 bei Colmar geboren. Sie hat Kunst für das Lehramt an Gymnasien studiert und von 1964 bis 1972 am Lycée Bartholdi in Colmar unterrichtet. Seit 1964 lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann Francis Hunzinger zusammen, der an der renommierten staatlichen „Schäferei von Rambouillet“ ausgebildet wurde und eine Farm in den Vogesen zur Schafzucht unterhielt.
Für beide war es zunächst die Erfüllung eines Kindheitstraums. Ein Aussteigerleben avant la lettre bevor es in Mitteleuropa Mode wurde. Schon bald müssen ihnen die blutigen und kommerziellen Aspekte der Schafzucht weniger gefallen haben. Und so wurde aus dem Handwerk bald Kunsthandwerk und Kunst: Wollproduktion und Wollfärberei, Teppiche, Ausstellungen.
Und man darf nicht vergessen: Sie waren keine naturtrüben, schlichte Waldschrate, sondern bürgerlich gebildete, künstlerisch und literarisch ambitionierte Menschen auf der Suche nach Alternativen zu einem natur- und menschenvernichtenden Kapitalismus – ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus! Schon der Großvater von Claudie Hunzinger hatte ein naturwissenschaftliches Werk verfasst.
Bereits 1973 veröffentlichte Claudie Hunzinger einen tagebuchartigen Bericht über ihre Arbeit in den Vogesen: „Bannwald, das grüne Leben“. Viele weitere Titel folgten, Romane, Sachbücher und Ausstellungskataloge. Eine ausführliche Liste ihrer Bücher und Ausstellungen finden Sie in ihrem Wikipedia auf Französisch.
Ach ja, und dass sie in den Vogesen eine Eselin hatten mit dem Namen „Utopie“.
Weitere Informationen zu Claudie Hunzinger in Französisch finden Sie unter https://fr.wikipedia.org/wiki/Claudie_Hunzinger.
Dagmar Leupold wurde 1955 in Niederlahnstein geboren, dort und in Mainz, wo die Familie dann hinzog, ist sie aufgewachsen. In Marburg und Tübingen hat sie Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaft und Klassische Philologie studiert, später auch promoviert. Sie hat in Italien und in New York gelebt, gelehrt und promoviert. In Deutschland hatte sie zahlreiche Literaturkurse und Lehraufträge gegeben, und lange hauptberuflich das Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen geleitet.
Aber vor allem hat sie geschrieben: 5 Gedichtbände und 11 Romane, und literaturtheoretische Bücher und Essays.
Diese Folge 60 ist die unmittelbare Fortsetzung von Folge 59, die wir zur Frankfurter Buchmesse mit Dagmar Leupold aufgenommen haben. Darin hatten wir über ihre beiden früheren Romane „Lavinia“ und „Dagegen die Elefanten“ geredet und daraus gelesen.
Der Countdown beginnt im 25. Stock eines Hochhauses in New York: Worauf Lavinia von dort aus zurückblickt, ist ein Leben, vor dessen Abgründen ihr selbst schwindelt. Wie im Sturz durch ihre Geschichte und die Zeiten erzählt sie von ihrem Aufwachsen und Frauwerden, ihren Lieben und Verlusten, von Verheerungen und Missbrauch, von Unterwerfung und ihrem Willen, sich zu behaupten. Tiefer und tiefer führt sie den Leser im Taumel des Erinnerns und im Sprachrausch des Erzählens zurück in die deutsche Provinz nach dem Krieg, in das unschuldige wie ungeschützte Glücksempfinden einer Kindheit, die in Erfahrungen von Gewalt endet, zu den versuchten Abbrüchen und Aufbrüchen eines Lebens, das sich bei allem Wanken immer wieder unbeugsam zeigt.
Lavinia ist eine Selbst- und Weltbetrachtung voller Hingabe und Wut, bitter und zärtlich, schonungslos und empathisch. Ein Lob der Liebe und ein Bekenntnis zu Widerständigkeit. Ein Buch darüber, wie sich beides in Literatur verbinden kann zu einem Rettungsversuch in schwindelnder Höhe.
Die Welt ist alles, was der Fall ist“, heißt es bei Wittgenstein. […] So viele Fragmente, Gedanken, Erfahrungen verbindet Dagmar Leupold in ihrem Roman. Humor, Wut und Zärtlichkeit wechseln sich rhythmisch ab. […] Mit „Lavinia“ gibt Dagmar Leupold einer empathischen, engagierten, kraftvoll fühlenden und klug denkenden Frau eine unvergessliche Stimme.
Die Geschichte Lavinias ist gleichzeitig eine Geschichte der Einverleibung der Weltgeschichte in einen Frauenkörper, […] auch das völlig ohne Pathos, ohne Selbstmitleid, dafür schonungslos, erzählt. […] Ein sehr kluger, ebenso fundierter wie weitreichender Kommentar zur metoo-Debatte.
Man kann diesen Roman auch als Beitrag zur "Me Too"-Debatte lesen. Das Fazit der Fallenden jedenfalls ist tragisch eindeutig: "Haut und Papier werden nie wieder geduldig sein."
Dagmar Leupolds hinreißende Sprache lässt ihren Sturz durch die Zeiten zur beherzten Erkundung weiblichen Lebens werden.
Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und die er aus der Ferne verehrt.
Der tragische wie komische Protagonist dieser hinreißend erzählten Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt. Und gäbe es die Literatur nicht – und Autorinnen wie Dagmar Leupold –, wie sollten wir wissen, was für ein Reichtum an Gedanken und Gefühlen, wie viel waches Leben und wehe Sehnsucht sich dahinter verbirgt.
Ein außerordentlicher Roman, der völlig ohne Kalkül oder Berechnung entstanden zu sein scheint. Eher so, als hätte man ihn eben so und nur so schreiben können.
Unter der stillen Oberfläche verbirgt sich ein enorm spannender Roman: Dagmar Leupold wartet mit feinsinnigen Beobachtungen der Opern- und Kunstwelt auf und lenkt unseren Blick auf die unauffälligen Zeitgenossen. Menschen, die den Laden am Laufen halten. Einfach, weil sie ihre Arbeit als sinnvoll empfinden. Damit hat das Buch auch eine durchaus solidarische Wirkung: Es öffnet den Blick für Menschen und Dinge, die man sonst oft übersieht.
Dagmar Leupold hat ein wunderbares Buch voller Melancholie, Schmerz und Liebe geschrieben. Elke Heidenreich, Kölner Stadtanzeiger
Dagmar Leupold, die es in ihren Romanen immer wieder meisterhaft versteht, die Spielarten des Komischen – vom Grotesken über das Surreale bis zu realistischen Variationen – zu inszenieren, interessiert sich in ihrem neuen Roman für einen kauzigen Außenseiter, dessen Wahrnehmungen, Empfindungen und Befindlichkeiten minutiös erzählt werden.
Virtuos, behutsam und unerbittlich: Dagmar Leupold bringt Dinge zum Sprechen – sie erzählen von der Mutter, aber auch von Krieg, Flucht und Fremdheit.
Wie erzählt man von der eigenen Mutter? Vor über hundert Jahren in Ostpreußen geboren, vor der Roten Armee geflohen, auf Umwegen irgendwo im deutschen Westen angekommen und dort, im neuen Leben, in der neuen Zeit nach dem Krieg, von dem bald keine Rede mehr war, immer fremd geblieben. Fremd auch der eigenen Tochter, die sich weiter und weiter entfernte, bis die Geschichte der Mutter irgendwann unbegreiflich geworden war.
»Muttermale« ist der Roman einer Annäherung. In immer neuen Anläufen versucht Dagmar Leupold, Verlorenes wiederzugewinnen. Sie greift dazu auf das zurück, was vom Leben der Mutter geblieben ist, Alltagsgegenstände, Gewohnheiten, Fotos, gern gebrauchte Wörter und Sätze: alles, was über die Zeit hinweg von der Mutter zu ihr spricht.
»Ganz besonders psychologisch und stilistisch geglückt ist indes Dagmar Leupolds Roman „Muttermale“ […] wie die frühe Prägung durch eine verlorene Heimat noch die nächste Generation beeinflusst, ist selten so eindrucksvoll beschrieben worden wie hier.«
»Im Schlaf hast du deine Tochter womöglich sogar gerngehabt, schreibt Dagmar Leupold in »Muttermale«. Und schon dieser schlichte Satz gibt eine Ahnung von der Wucht ihres Romans. Was die Zeile noch nicht verrät: Wie ungemein reich an Bildern und Lebenswissen die Sprache der Autorin ist. Und so leuchtet Dagmar Leupold Themen, die wahrlich oft beschrieben wurden, völlig neu aus. Das Buch beweist: Große Literatur braucht kein neues Sujet.«
Ein Roman, der in geschliffenen Sätzen Erkenntnis verdichtet.
»Bemerkenswert an diesen Erinnerungen sind die poetische Sprache und der lakonische Ton, sind die treffenden Formulierungen, an denen die Lyrikerin Leupold aufscheint. […] Wortwitz und Sprachspiele heben den Grundton der Melancholie für Momente immer wieder auf. […] So ist Muttermale auch als Dokument der komplexen und schuldbeladenen Vergangenheit unserer Gesellschaft zu verstehen.«
- Geboren 1955 in Niederlahnstein.
Sprachkenntnisse:
- Gr. Latinum, Graecum
Lehraufträge, Creative Writing und Dozenturen an den Universitäten:
- Queens College, New York (adjunct teacher in Comparative Literature) (CUNY):1988-90
Darüber hinaus Leitung verschiedener Text-Werkstätten, u.a.: Textwerk, Seminar für Romanautoren am Münchner Literaturhaus, Kloster Irsee Kunstsommer, Mentorin im Nordkolleg Rendsburg (Begabtenförderung in Zusammenarbeit mit der Arno-Schmidt-Stiftung).
Seit 1985 freie Schriftstellerin und Übersetzerin (aus dem Italienischen und Englischen), u.a. Pavese, Del Giudice, Kleinzahler.
Literarische Veröffentlichungen (ohne Anthologien)
1988 Wie Treibholz Gedichte Pfaffenweiler Presse
Drehbuch
Auszeichnungen (u.a.)
Aspekte Preis für das beste Prosadebut (Edmond. Geschichte einer Sehnsucht)
1999-2001 Mitglied des Kuratoriums des deutschen Literaturfonds e.V.
Mitglied des P.E.N. und des VS
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