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Alexander Litwinenko, ehemaliger FSB-Offizier und Kreml-Kritiker, stirbt am 23. November 2006 in London an einer Polonium-210-Vergiftung.
Polonium-210 ist ein reiner Alphastrahler: von außen kaum gefährlich, im Körper zerstört es Knochenmark und Darmzellen von innen.
Die Substanz braucht einen Kernreaktor zur Herstellung. Weltweit werden schätzungsweise 100 Gramm pro Jahr produziert.
Der Poloniumtrail zog sich durch Hotels, Restaurants und Flugzeuge in ganz London. Die Spur führte direkt nach Moskau.
Hauptverdächtiger Andrei Lugovoy lebt bis heute als freier Mann in Russland und sitzt im Parlament.
Eine britische Untersuchungskommission kam 2016 zu dem Schluss, dass der Mord mit überwältigender Wahrscheinlichkeit von Putin persönlich genehmigt wurde.
Dieser Fall ist in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahme. Nicht nur wegen der Substanz, sondern wegen dem was er über die Grenzen von Rechtsstaatlichkeit aussagt. Marina Litwinenko hat dreizehn Jahre für eine öffentliche Untersuchung gekämpft. Die Antwort, die sie bekam, benennt die Verantwortlichen. Bestrafen kann sie niemand.
By Dr. Timo SchülerAlexander Litwinenko, ehemaliger FSB-Offizier und Kreml-Kritiker, stirbt am 23. November 2006 in London an einer Polonium-210-Vergiftung.
Polonium-210 ist ein reiner Alphastrahler: von außen kaum gefährlich, im Körper zerstört es Knochenmark und Darmzellen von innen.
Die Substanz braucht einen Kernreaktor zur Herstellung. Weltweit werden schätzungsweise 100 Gramm pro Jahr produziert.
Der Poloniumtrail zog sich durch Hotels, Restaurants und Flugzeuge in ganz London. Die Spur führte direkt nach Moskau.
Hauptverdächtiger Andrei Lugovoy lebt bis heute als freier Mann in Russland und sitzt im Parlament.
Eine britische Untersuchungskommission kam 2016 zu dem Schluss, dass der Mord mit überwältigender Wahrscheinlichkeit von Putin persönlich genehmigt wurde.
Dieser Fall ist in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahme. Nicht nur wegen der Substanz, sondern wegen dem was er über die Grenzen von Rechtsstaatlichkeit aussagt. Marina Litwinenko hat dreizehn Jahre für eine öffentliche Untersuchung gekämpft. Die Antwort, die sie bekam, benennt die Verantwortlichen. Bestrafen kann sie niemand.