Red Flags und Rosa Brillen

Red Flags und Rosa Brillen

By Anne König und Shiva NannSociety & CultureRelationships
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Red Flags und Rosa Brillen episodes

  • 50 Jahre Frauenhäuser: Wenn das eigene Zuhause nicht mehr sicher ist

    Am 1. November jährt sich die Eröffnung des ersten Frauenhauses inDeutschland zum 50. Mal. Doch warum sind Frauenhäuser auch heute noch sodringend notwendig?

    Gemeinsam mit Sibylle Schreiber, Geschäftsführerin derFrauenhauskoordinierung e.V., sprechen wir über häusliche Gewalt, psychischeKontrolle, gefährliche Trennungen und die Frage, warum es für betroffene Frauenoft alles andere als einfach ist, eine gewalttätige Beziehung zu verlassen.

    Wir sprechen darüber, was Frauenhäuser leisten, was mit Kindernpassiert, die Gewalt miterleben, und warum Frauen noch immer keinen Schutzfinden, wenn Plätze fehlen. Außerdem geht es um die Finanzierung vonFrauenhäusern, politische Verantwortung, das Gewalthilfegesetz und die Frage,wo Polizei, Justiz und Familienrecht Betroffene besser schützen müssen.

    Auch digitale Gewalt und die Möglichkeiten, mit denen Täter ihrePartnerinnen selbst nach einer Trennung weiter kontrollieren können, sindThema.

    50 Jahre Frauenhäuser sind ein wichtiger Meilenstein. Aber siezeigen auch, wie viel noch getan werden muss, damit jede Frau und jedes Kind,die Schutz brauchen, ihn auch bekommen.

    Ein Gespräch über Gewalt, Verantwortung und die Frage, was sichendlich ändern muss.


    Spendenseite : http://www.frauenhauskoordinierung.de/spenden

    1 hr 8 min
  • Die Gewalt ist digital. Die Folgen sind real. Deepfakes & Fake-Pornos

    Was passiert, wenn plötzlich ein Porno von dir im Internet auftaucht, obwohl du nie einen gedreht hast? Wenn dein Gesicht für sexualisierte Bilder missbraucht wird und andere glauben, sie seien echt?

    Wir sprechen über Deepfakes, Fake-Pornos und digitale sexualisierte Gewalt. Anhand der Fälle von Collien Fernandes, Theresia Crone und Noelle Martin zeigen wir, welche Folgen diese Gewalt für Betroffene hat und warum der Kampf um Gerechtigkeit oft so schwierig ist.

    Außerdem schauen wir auf die geplanten Gesetzesänderungen von Justizministerin Stefanie Hubig und fragen: Schützt uns das Gesetz ausreichend vor digitaler Gewalt?

    Denn auch wenn ein Bild gefälscht ist, kann der Schaden real sein.

    Triggerwarnung: Sexualisierte digitale Gewalt und pornografische Deepfakes.

    58 min
  • Not all men. Aber wo seid ihr dann?

    Not all men, but always a man

    57 Männer in einemSnapchat-Gruppenchat. Eine junge Frau, die zum Gegenstand sexueller Gewaltgemacht wird. Sieben Männer, denen vorgeworfen wird, sie unter Drogen gesetztund sexuell missbraucht zu haben. Und eine Frage, die weit über diesen Fallhinausgeht:

    Was haben die anderen Männer getan?

    In dieser Folge sprechen wir über denCornell-Fall und die Frage, warum Männer in Gruppen manchmal schweigen,wegsehen oder nicht eingreifen, obwohl sie wissen, dass etwas nicht stimmt.

    Wir sprechen über denBystander-Effekt, Verantwortungsdiffusion, männliche Gruppennormen und dieAngst, sich gegen die eigenen Freunde zu stellen. Wir schauen außerdem auf denFall Gisèle Pelicot und fragen, was passiert, wenn sexuelle Gewalt nicht nur durcheinen Täter ermöglicht wird, sondern auch durch Männer, die zuschauen,schweigen oder wegsehen.

    Und wir sprechen über „Not all men“.

    Denn natürlich sind nicht alle MännerTäter. Aber was bedeutet es, wenn Frauen über ihre Angst vor männlicher Gewaltsprechen? Warum wird daraus so häufig eine Diskussion darüber, dass „nicht alleMänner“ gemeint sein können, statt über das eigentliche Problem zu sprechen?

    Vielleicht geht es am Ende gar nichtdarum, ob jeder einzelne Mann schuldig ist.

    Sondern darum, wer hinsieht, werwiderspricht, wer einschreitet und wer den Mut hat, in einer Gruppe von 57Männern der Erste zu sein, der sagt:

    „Nein. Das machen wir nicht.“

    Eine Folge über männliche Solidarität,Zivilcourage, Verantwortung und die Frage, was Männer konkret tun können, wennandere Männer Grenzen überschreiten.

    1 hr 2 min
  • Girls Support Girls? Wann wurde die andere Frau zum Problem

    „Girls Support Girls“? Oder doch Pick Me?

    Wir sagen, wir unterstützen uns gegenseitig. Aber wie sieht eseigentlich in der Realität aus? Warum werten Frauen andere Frauen ab,vergleichen sich und machen sich gegenseitig zur Konkurrenz?

    In dieser Folge sprechen wir über Pick-Me-Girls, internalisierteMisogynie und die Frage, warum manche Frauen lieber die „andere Frau“ abwerten,um selbst besser dazustehen.

    Warum brauchen manche Frauen keinen Feminismus mehr? Warum istweibliche Solidarität manchmal nur ein schöner Instagram-Slogan? Und wer hatuns eigentlich beigebracht, dass andere Frauen unsere Konkurrenz sind?

    Wir wollen nicht verurteilen, sondern verstehen. Denn vielleichtmüssen wir endlich aufhören, gegeneinander zu kämpfen, und anfangen, wirklichfüreinander einzustehen.

     

    1 hr
  • Wenn der Täter neben dir schläft - Das Netzwerk der Vergewaltiger

    Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt, Betäubung,Vergewaltigung und die Weitergabe von Aufnahmen. Die Inhalte können belastendsein.

    Wir sprechen über sexualisierte Gewalt. Aber diesmal geht es ummehr als einzelne Täter und einzelne Taten.

    Was passiert, wenn Männer, die Frauen betäuben, missbrauchen undihre Taten filmen, auf andere Männer treffen, die genau das Gleiche tun? WennAufnahmen geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und Gewalt in digitalen Gruppenbestätigt und normalisiert wird?

    Ausgehend vom Fall Gisèle Pelicot schauen wir auf aktuelleErmittlungen in Deutschland, auf digitale Täterstrukturen und auf dieVerbindungen, die Ermittler dabei immer wieder entdecken.

    Wir sprechen über Fälle aus Niedersachsen, Berlin und Sachsen, überinternationale Ermittlungen und über eine Frage, auf die es bislang keineeindeutige Antwort gibt:

    Wie groß ist das tatsächliche Ausmaß?

    Eine Folge über sexualisierte Gewalt, Macht, digitale Räume undeine Dynamik, bei der aus einer einzelnen Tat plötzlich weitere Ermittlungenentstehen können.

    59 min
  • Getrennt.Verfolgt.Getötet. - Wenn Kontrolle nicht mit der Beziehung endet

    Eine Trennung sollte das Ende einer Beziehung sein. Für Frauen, diein einer gewaltvollen Beziehung leben, kann sie jedoch der Beginn einerbesonders gefährlichen Phase sein.

    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Kontrolle,Besitzdenken, Stalking und Drohungen nicht automatisch mit einer Trennungenden. Warum manche Täter den Verlust der Kontrolle nicht akzeptieren undweshalb gerade die Zeit rund um eine Trennung das Risiko schwerer Gewalterhöhen kann.

    Wir haben echte Fälle mitgebracht, die zeigen, wie sich Gewalt nacheiner Trennung verändern und eskalieren kann. Wir ordnen die Fälle ein,sprechen über Warnsignale und fragen, warum diese oft zu spät alszusammenhängendes Hochrisikomuster erkannt werden.

    Außerdem geht es um Femizide, die Frage, warum Tötungen von Frauennoch immer als „Beziehungsdrama“ oder „Familiendrama“ bezeichnet werden und wassich beim Schutz von Frauen und ihren Kindern in Deutschland verändern muss.

    Denn die entscheidende Frage ist nicht nur: Warum geht sie nicht?

    Sondern: Warum kann eine Frau nicht einfachsicher gehen?

    ⚠️ Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir über häusliche Gewalt, Stalking,Drohungen und Femizide. Wir thematisieren auch konkrete Fälle vonTötungsdelikten. Bitte hört die Folge nur, wenn ihr euch damit geradewohlfühlt.

    1 hr 1 min
  • Warum gehst du nicht einfach? – Wenn Liebe krank macht

    „Warum gehst du nicht einfach?“


    Diesen Satz hören Menschen in toxischen Beziehungen immer wieder. Von außen scheint oft völlig klar, was zu tun wäre. Wenn ein Mensch dich verletzt, kontrolliert, manipuliert oder du dich in dieser Beziehung immer weiter selbst verlierst, dann geh doch.


    Aber was, wenn Gehen emotional längst nicht mehr so einfach ist?


    Heute wollen wir deshalb über eine Perspektive sprechen, über die viel zu selten gesprochen wird. Was passiert eigentlich mit den Menschen, die danebenstehen und alles sehen?


    Mit der Freundin, die merkt, wie du dich immer kleiner machst. Mit der Familie, die seit Jahren versucht zu helfen. Mit Menschen, die den Partner vielleicht längst nicht mehr ertragen können und trotzdem versuchen, die Tür offenzuhalten.


    Wie hilft man jemandem, der selbst noch nicht bereit ist zu gehen? Wie viel darf man aushalten? Wann darf man Grenzen setzen? Und wie bleibt man ein sicherer Ort, ohne sich selbst dabei zu verlieren?


    Genau darüber sprechen wir heute. Über toxische Beziehungen, Trauma Bonding, die Hilflosigkeit des Umfelds und darüber, warum „Dann geh doch einfach“ für keine der beteiligten Seiten eine Lösung ist.


    Das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen Nummer : 116 016


    Hilfetelefon Gewalt an Männern: 0800 1239900

    1 hr
  • „Selbst schuld.“ – Wann wurde Gewalt wieder verhandelbar?

    „Dann geh doch einfach.“

    Ein Satz, den man unter Berichten über Gewalt in Beziehungen immer wieder liest. Aber was bedeutet „einfach gehen“, wenn aus Liebe Angst geworden ist, wenn ein Partner kontrolliert, abwertet, einschüchtert oder das eigene Verhalten immer stärker bestimmt?

    In dieser Folge sprechen wir über die Beziehung von Jean Pierre Kraemer und seiner Noch Ehefrau Julia Meck und über das Interview, das Julia der BILD gegeben hat. Dabei geht es uns nicht darum, aus Behauptungen Fakten zu machen oder einen Fall abschließend zu bewerten. Wir schauen uns an, was öffentlich bekannt ist, was dokumentiert wurde, was die jeweiligen Seiten schildern und was weiterhin ungeklärt ist.

    Vor allem aber sprechen wir über die Mechanismen hinter Gewaltbeziehungen.

    Warum bleibt eine Frau bei einem Mann, vor dem sie irgendwann Angst hat? Warum heiratet sie ihn? Warum bekommt sie Kinder? Warum trennt sie sich nicht früher?

    Wir sprechen über psychische und körperliche Gewalt, Kontrolle, Manipulation, emotionale und finanzielle Abhängigkeit, Isolation und darüber, warum eine Trennung gerade in Gewaltbeziehungen eine besonders schwierige und gefährliche Phase sein kann.

    Wir sprechen außerdem über den großen Altersunterschied zwischen Julia und JP, über Machtgefälle und darüber, warum es relevant ist, wenn sich eine Beziehung bereits in sehr jungen Jahren entwickelt.

    Und wir räumen mit einem weiteren Argument auf, das in den Diskussionen immer wieder auftaucht: Kampfsporterfahrung bedeutet nicht automatisch, dass man sich in einer realen Gewaltsituation effektiv wehren kann. Eine reale Auseinandersetzung ist keine kontrollierte Trainingssituation. Angst, Schock und Erstarren können die Reaktionsfähigkeit massiv beeinflussen.

    Und auch die Frage nach einer möglichen Gegenwehr muss differenziert betrachtet werden. Gewalt lässt sich nicht dadurch rechtfertigen, dass man dem Opfer unterstellt, es hätte sich einfach besser wehren oder früher gehen müssen.

    Denn vielleicht ist die wichtigste Frage nicht:

    „Warum ist sie geblieben?“

    Sondern:

    „Was ist passiert, dass sie irgendwann Angst vor der Reaktion ihres eigenen Partners hatte?“

    1 hr 3 min
  • Über den Regeln – die dunkle Seite des Narzissmus

    Narzissmus & Kriminalität – gibt es da einen Zusammenhang?

    Sind Menschen mit stark narzisstischen Eigenschaften häufiger kriminell? Oder ist das nur ein Klischee?

    In dieser Folge schauen wir genauer hin und gehen der Frage nach, warum bestimmte narzisstische Eigenschaften das Risiko für bestimmte Formen von Kriminalität erhöhen können.

    Dabei sprechen wir über Anspruchsdenken, Macht, Status, Bewunderung, Manipulation und die Ausbeutung anderer. Was passiert, wenn jemand glaubt, über den Regeln zu stehen? Wenn Menschen plötzlich nur noch danach bewertet werden, welchen Nutzen sie haben? Und was passiert, wenn die eigene grandiose Fassade unbedingt aufrechterhalten werden muss – koste es, was es wolle?

    Wir schauen uns an, warum insbesondere Betrug, finanzielle Ausbeutung, kontrollierendes Verhalten und bestimmte Formen von Gewalt in diesem Zusammenhang interessant sind und was die aktuelle Forschung dazu sagt.

    Außerdem sprechen wir über konkrete Fälle und Erfahrungen aus unserem eigenen Umfeld und schauen uns am Beispiel des verurteilten Betrügers Hendrik Holt an, wie Selbstinszenierung, Statusstreben, Täuschung und Manipulation zusammenspielen können.

    Dabei ist uns eine Sache besonders wichtig: Narzissten sind nicht automatisch kriminell. Narzisstische Züge oder auch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bedeuten nicht, dass jemand Straftaten begeht. Es geht vielmehr um die Frage, welche Eigenschaften unter bestimmten Umständen problematisch oder sogar gefährlich werden können.

    Eine Folge über Macht, Manipulation, große Egos – und die Frage, wann aus einer Persönlichkeitseigenschaft ein echtes Risiko werden kann.

    1 hr 8 min
  • Die Manosphere, wenn Selbstoptimierung in Frauenhass kippt

    Warum folgen Millionen junger Männer Influencern wie Andrew Tate? Was steckt hinter Begriffen wie Red Pill, Incels oder MGTOW und warum wirkt die Manosphere auf viele zunächst wie harmlose Selbstoptimierung?

    In dieser Folge werfen wir einen Blick hinter die Fassade einer digitalen Bewegung, die über TikTok, Instagram, YouTube und Podcasts weltweit Millionen Menschen erreicht. Wir erklären, was die Manosphere eigentlich ist, wie sie entstanden ist und weshalb ihre Inhalte oft mit Motivation, Fitness oder Erfolg beginnen, bevor sie sich Schritt für Schritt zu frauenfeindlichen Weltbildern entwickeln können.

    Außerdem sprechen wir über die Rolle von Algorithmen, den Einfluss sogenannter Manfluencer, die wirtschaftlichen Interessen hinter der Szene und darüber, warum gerade einsame oder orientierungslose junge Männer besonders anfällig für diese Botschaften sein können.

    Dabei geht es nicht darum, Männer oder ihre Probleme abzuwerten. Im Gegenteil. Wir sprechen darüber, warum Themen wie Einsamkeit, psychische Gesundheit, Identität und Leistungsdruck ernst genommen werden müssen, ohne Frauen oder den Feminismus dafür verantwortlich zu machen.

    Eine Folge über Radikalisierung im Netz, Männlichkeitsbilder, soziale Medien und die Frage, warum junge Männer bessere Vorbilder brauchen, statt einfache Antworten auf komplexe Probleme.

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Red Flags und rosa Brillen. Weil Gewalt nicht erst mit dem ersten Schlag beginnt.