Weiche Schale

Regie im eigenen Leben führen


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Das leben ist ein Geschenk und es ist deine Wahl dich anzunehmen.
Was und Wer will ich sein?
Welche Rollen spiele ich?
Wie will ich gesehen werden?
Warum führen wir nicht Regie in unserem eigenen Leben?
Ganz ehrlich ? Ich bin alles..
Selbstbewusst.. zerbrechlich.. melancholisch.. albern… die Macherin .. die Faule… hinterfragend und devot! Tiefgründig und manchmal ein bisschen naiv. Talentiert und kann doch nix richtig. Rechthaberisch, dickköpfig, emphatisch und Freundlich.
Als ich mich mit dem Thema Rollen beschäftigt habe, schossen mir sofort Bilder aus meiner Jugend in den Kopf. Doch um das mal zu ordnen beginne ich im frühen Teenie Alter. Mir fiel ein das ich oft Hüte und Mützen trug. Keine Ahnung mehr warum. Ich denke das da jetzt Psychologen eine wahre Freunde daran finden würden. Sicherlich war es ein Wunsch nach dem behütet und geschützt sein .. Ein bisschen verstecken.
So mit Jahren dann gab es wohl kaum eine Rolle die ich nicht mindests einmal bedient hatte. Egal ob Öko, Punk, Popper, Raucher, Prinzessin, Nerd, alles war ich mal irgendwie und gehörte trotzdem nie richtig dazu. Vielleicht weil ich in meinen Versuchen doch so wenig authentisch war. Dabei war ich all das ein bisschen.. aber nicht genug um dabei zu sein. Auf die Idee einfach Anke zu sein kam ich nicht.
Damals begann ich mit dem Theater spielen. Ich war mega nervös und nicht selten mein Kopf puderrot… nebenbei gesagt passierte mir das sehr häufig. Doch dann geschah etwas sonderbares. Mit dem anglegen des Kostüms, dem falschen Bart und der Theaterschminke wurde ich zu der Person die ich verkörpern wollte. Ich trat aus mir heraus und beobachtete mich wie ich da stand und mit Männerstimmer den verschrobenen Diener spielte. Selbstbewusst anmoderierte. Allein vor dem Vorhang vor einer gefüllten Dorfgemeinschaftsanlage.
Auch später in der Oberstufe besuchte ich die Theater AG und machte mir die Kostümierung zu nutze alles sein zu können was ich wollte
Als ich Anfang 20 in Band ´s zu singen begann, war ich mehr oder weniger gezwungen, Rampensau zu sein. Im Vordergrund Show machen und nicht hilflos sich am Mirko verkeilen. Ganz ehrlich diese Rolle war mir zu beginn ein graus. Doch mir war auch klar das Publikum will die interaktion zwischen den Songs und während des singens zumindest eine selbstbewusste Haltung. Ich nahm mir auch dort das Hilfsmittel der Bühnenklamotten zu hilfe. Ich versuchte wie im Theater eine andere zu sein. Es klappte meistens jedenfalls, und ich wuchs langsam in diese Rolle hinein. Später dann als Duo fanden wir den weg das Mein Mann und Pianist auch ein Mikro bekam obwohl er gar nicht mit mir sang. Einfach nur um mir die Bälle zu zu schießen und wir ein nettes Gespräch auf der Bühne zur Unterhaltung hatte. Das kam gut an und ich fühlte mich sogar wohl dabei und gab gern auch Dinge aus meinem Leben preis, machte mich nahbar.
Die Leute sahen in diesen Situationen Momentaufnahmen von mir. Ja, ich war das zu teil ich war aber auch voll mit selbstzweifel und weinte oft nach Auftritten weil ich mich schämte oder nicht zufrieden mit mir war. Das sah dann nur mein Mann. Ich wurde auch angreifbarer- weil ich direkt auf dem Präsentierteller natürlich stark bewertet wurde.. Jeder Markel jeder falsche Ton.. jeder Versprecher wurde belächelt und so kommentiert das ich es auch hören konnte, und das im ungeschützen Raum. Daher begann es meist das ich 1 Woche vor den Auftritten schon kaum mehr schlafen konnnte und mich stark ablenken musste. Ich wusste aber auch das mir diese Selbsttherapie guttat. Ich konnnte etwas tun war ich gern tat und war gezwungen etwas zu das ich naja nicht hasste aber das mir sehr schwer fiel. Drum wurde ich in solchen Situationen eine andere Anke. Eine die selbstbewusst war, und der der das Gelaber egal war.
Doch wie ist es wenn Rollen sich verschieben? Damit meine ich das du auf einmal einen Platz bekommst den du eigentlich nie inne hattest. Menschen die mit sich oder ihrer Umwelt ihrerer Kinderheit ihrer Erfahrungen n
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Weiche SchaleBy Anke Krebs