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In dieser Folge geht es um Reichtum - und das Gegenteil davon, Armut.
TikTok vs Freiheit: https://twitter.com/Maurice_Conrad/status/1506665097141395459
Unsere Website: https://systemproblem.de
Dieser Podcast ist frei verfügbar unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz.
Titelmusik: Trash Fm von Alexander Nakarada
(siehe https://www.eisfunke.com/forum.html)
von bhermann, 2022-04-14:
Eine Sache, die mich bei dieser Folge überrascht hat ist die Kritik an den Preisen für Kulturteilhabe in Deutschland. Es ist sicherlich richtig, dass manche Tickets für manche Leute immer noch unerschwinglich sind und man daran noch arbeiten kann. Aber ich bin im internationalen Vergleich doch sehr froh über die Kulturförderung hier, die es eben überhaupt erst möglich macht auch mit einem vergleichsweise niedrigen Einkommen an Kultur teilzunehmen. Das ist z.B. in den USA ein vollständig anderes Bild.
von Eisfunke, 2022-04-20:
Danke für den Kommentar! Ein guter Punkt. Ich habe mich gerade auch mal umgeguckt, zwei weitere Beispiele wären hier bei mir in Dortmund:
Man sollte aber auch z.B. Gebühren für so Dinge wie Musikschule, Vereine oder ganz profan ein Netflix-Abo o.ä. nennen, die dann auch ggf. problematische monatliche Fixkosten erzeugen.
Als positiv fällt mir in dem Zusammenhang noch ein, dass dank einer ordentlichen Kulturförderung Institute wie Konzerthäuser, Theater und Museen (und Krankenhäuser) in Deutschland weniger abhängig von Mäzenatentum sind als in den genannten USA, was undemokratischen einseitigen Einfluss von reichen Menschen auf das Kulturgeschehen zumindest reduziert.
Der Vergleich von Oper Frankfurt mit dem Broadway ist aber etwas unfair, denke ich. Sagen wir, ich bin schlecht drauf wegen äh sozialer Ungerechtigkeit und möchte mir mit Tanz und Musik erklären lassen dass das schon okay so ist weil das halt die Natur ist. Oder so. Dann gehe ich also nach Hamburg zu König der Löwen. Da reden wir jetzt von mindestens 90 Euro.
Dennoch würde ich schon insgesamt zustimmen, dass die Preise für kulturelle Teilhabein Deutschland im Großen und Ganzen okay sind. Das Problem ist weniger das Kultur an sich teuer wäre. Sondern eher, dass Armut existiert, und nicht teuer eben immer noch zu viel ist für viele Menschen. Gerade auch jetzt, wo die Lebenshaltungskosten steigen, werden Kultur und Freizeit bei vielen Menschen zuerst hintenrüber fallen, während das für wohlhabende Menschen nicht der Fall ist. Ähnlich übrigens bei Mobilität, auch hier sind es zuerst weniger wohlhabende Menschen die sich einschränken müssen.
Und das ist ja der Kern unserer Aussage: materielle Ungleichheit ist auch Ungleichheit z.B. beim Zugang zu kultureller Teilhabe — was ein gesellschaftliches Problem ist.
von bhermann, 2022-04-21:
Was Kulturförderung in Deutschland vor allem erzeugt ist ein sehr vielfältiges Angebot. Man kann sich das außerhalb von Städten vielleicht noch reichhaltiger wünschen, aber es passiert auch in Kleinstädten und Dörfern erstaunlich viel und erstaunlich großartiges.
von Eisfunke, 2022-04-24:
Da stimme ich wohl voll zu.
(Wir haben diese Diskussion übrigens in der heutigen Folge im Feedbackblock erwähnt)
By Jonas Neubürger & Nicolas LenzIn dieser Folge geht es um Reichtum - und das Gegenteil davon, Armut.
TikTok vs Freiheit: https://twitter.com/Maurice_Conrad/status/1506665097141395459
Unsere Website: https://systemproblem.de
Dieser Podcast ist frei verfügbar unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz.
Titelmusik: Trash Fm von Alexander Nakarada
(siehe https://www.eisfunke.com/forum.html)
von bhermann, 2022-04-14:
Eine Sache, die mich bei dieser Folge überrascht hat ist die Kritik an den Preisen für Kulturteilhabe in Deutschland. Es ist sicherlich richtig, dass manche Tickets für manche Leute immer noch unerschwinglich sind und man daran noch arbeiten kann. Aber ich bin im internationalen Vergleich doch sehr froh über die Kulturförderung hier, die es eben überhaupt erst möglich macht auch mit einem vergleichsweise niedrigen Einkommen an Kultur teilzunehmen. Das ist z.B. in den USA ein vollständig anderes Bild.
von Eisfunke, 2022-04-20:
Danke für den Kommentar! Ein guter Punkt. Ich habe mich gerade auch mal umgeguckt, zwei weitere Beispiele wären hier bei mir in Dortmund:
Man sollte aber auch z.B. Gebühren für so Dinge wie Musikschule, Vereine oder ganz profan ein Netflix-Abo o.ä. nennen, die dann auch ggf. problematische monatliche Fixkosten erzeugen.
Als positiv fällt mir in dem Zusammenhang noch ein, dass dank einer ordentlichen Kulturförderung Institute wie Konzerthäuser, Theater und Museen (und Krankenhäuser) in Deutschland weniger abhängig von Mäzenatentum sind als in den genannten USA, was undemokratischen einseitigen Einfluss von reichen Menschen auf das Kulturgeschehen zumindest reduziert.
Der Vergleich von Oper Frankfurt mit dem Broadway ist aber etwas unfair, denke ich. Sagen wir, ich bin schlecht drauf wegen äh sozialer Ungerechtigkeit und möchte mir mit Tanz und Musik erklären lassen dass das schon okay so ist weil das halt die Natur ist. Oder so. Dann gehe ich also nach Hamburg zu König der Löwen. Da reden wir jetzt von mindestens 90 Euro.
Dennoch würde ich schon insgesamt zustimmen, dass die Preise für kulturelle Teilhabein Deutschland im Großen und Ganzen okay sind. Das Problem ist weniger das Kultur an sich teuer wäre. Sondern eher, dass Armut existiert, und nicht teuer eben immer noch zu viel ist für viele Menschen. Gerade auch jetzt, wo die Lebenshaltungskosten steigen, werden Kultur und Freizeit bei vielen Menschen zuerst hintenrüber fallen, während das für wohlhabende Menschen nicht der Fall ist. Ähnlich übrigens bei Mobilität, auch hier sind es zuerst weniger wohlhabende Menschen die sich einschränken müssen.
Und das ist ja der Kern unserer Aussage: materielle Ungleichheit ist auch Ungleichheit z.B. beim Zugang zu kultureller Teilhabe — was ein gesellschaftliches Problem ist.
von bhermann, 2022-04-21:
Was Kulturförderung in Deutschland vor allem erzeugt ist ein sehr vielfältiges Angebot. Man kann sich das außerhalb von Städten vielleicht noch reichhaltiger wünschen, aber es passiert auch in Kleinstädten und Dörfern erstaunlich viel und erstaunlich großartiges.
von Eisfunke, 2022-04-24:
Da stimme ich wohl voll zu.
(Wir haben diese Diskussion übrigens in der heutigen Folge im Feedbackblock erwähnt)

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