In Folge 5 von
Nachttanz mit Kory hörst du das gesamte
Kapitel 3 aus Nachttanz: Schattenwelten: eine
Vision in einem Tipi auf den Great Plains und eine alte
Dreiecksgeschichte um einen verwundeten Krieger, seinen Bruderfreund – und die junge Frau, die sie beide liebten. Anschließend erlebst du
Logan in der Gegenwart, wo Uŋčí eine Ahnenlinie öffnet und ihn zurück in Herkunft, Verantwortung und Familie ruft. In dieser Folge erfährst du:- wie Kapitel 3 mit einer Vision beginnt, die eigentlich ins spätere Prequel gehört
- welche Motive und psychologischen Spannungen aus Liselotte Welskopf-Henrichs Romanen (Die Söhne der Großen Bärin) in die Figur des Schwarzwolfhäuptlings eingeflossen sind – und wo Nachttanz ganz eigene Wege geht
- warum das spätere Prequel von Nachttanz aus der Perspektive einer Frau erzählt werden wird und nicht aus der Sicht von Logans Urahnen
- welche Rolle Lakota-Begriffe in Nachttanz spielen, wie ich versucht habe, mit der Sprache respektvoll umzugehen – und warum das trotzdem ein wackliger, aber notwendiger Weg ist
- was es heißt, familiäre und kollektive Traumata „in Liebe zu sich selbst zu halten“ – und warum dieser Gedanke in Kapitel 3 erstmals explizit ausgesprochen wird
Alle gesprochenen Inhalte dieser Episode, insbesondere die Texte aus dem Roman "Nachttanz: Schattenwelten" sind urheberrechtlich geschützt. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Weitergabe ohne vorherige schriftliche Genehmigung. Mehr Informationen auf: www.nachttanz.net © 2025 Kory Wynykom. All rights reserved. Mehr über Nachttanz & zu Kory: - https://www.nachttanz.net/
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Auch wenn Social Media wahrlich NICHT mein Zuhause ist, findest du auch hier ein paar Spuren meiner Arbeit: - https://www.instagram.com/kory.wynykom.autorin/
- https://www.goodreads.com/author/show/22373808.Kory_Wynykom
Music: “Land of Wonders” by Turpak, licensed via Artlist (artlist.io)
Im diesem Podcast erwähnte Autorinnen:
Mari Sandoz: Crazy Horse - The Strange Man of the Oglalas
Liselotte Welskopf-Henrich: Die Söhne der Großen Bärin (Band 1 - 6)
Korrektur / Ergänzung zu meinen Äußerungen zu Mari Sandoz:
Ich nannte Mari Sandoz eine „Zeitzeugin“ von Crazy Horse, doch das ist falsch. Crazy Horse wurde 1877 ermordet, Mari Sandoz erst 1896 geboren.
Aber Mari Sandoz war eine
Zeitzeugin der Zeitzeugen:- Sie sammelte mündliche Überlieferungen: von Lakota, Cheyenne und Oglala-Ältesten, von Armeeangehörigen, Siedlerfamilien, Scouts.
- Sie war bekannt für: die strikte Weigerung zu romantisieren; ihren dokumentarischen Stil, ihr hohe Nähe zu Lakota-Informanten, ihren ethischen Anspruch, „die Wahrheit der mündlichen Überlieferer zu wahren“.
- Sie schrieb gegen das damals dominante Western-Narrativ.
- Sie dokumentierte Trauma, Landraub, Kulturzerstörung, Umsiedlungen.
- Sie wurde von US-Behörden zeitweise überwacht/zensiert (McCarthy-Ära).
Korrektur / Ergänzung zu den im Podcast erwähnten Deutschen im Dakota-Territorium: Im
Dakota Territory siedelten ab den 1870er Jahren Einwanderer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum: klassische deutsche Herkunftsgruppen wie Preußen, Rheinländer, Württemberger und Pfälzer ebenso wie Deutschrussen, Schweizerdeutsche, Sudetendeutsche, Elsässer und Luxemburger. In den US-Volkszählungen wurden sie zusammenfassend als
„German-speaking“ geführt. Zwischen 1870 und 1890
profitierten diese Gruppen von der Landvergabe nach der Verdrängungs- und Reservatpolitik der US-Regierung und wurden zu aktiven Nutznießern jener Gebiete, aus denen Lakota, Cheyenne und Arapaho zuvor entfernt worden waren.