Wie vor dem ersten Durchgang prognostiziert, kommt es am 12. Juli zu einer Stichwahl um die Präsidentschaft in Polen.
"Aus dem Wahlkampf ist eine Schlammschlacht geworden" - mit diesen drastischen Worten beschreibt Joanna Maria Stolarek die Tage vor der Stichwahl zum polnischen Präsidentschaftsamt und sie beschreibt im Interview auch detailliert, warum. Der Warschauer Bürgermeister Rafal Trzaskowski erreichte im ersten Wahlgang 30,5 Prozent und liegt damit in Reichweite des amtierenden Präsidenten Andrzej Duda, der 43,5 Prozent der Wählerinnen und Wähler von sich überzeugen konnte.
Wie kann dieses Ergebnis bewertet werden? Wie hat die Polonia abgestimmt? Haben sich die Wählerinnen und Wähler von politischer Hetze gegen die LGBTQ-Community beeinflussen lassen? Welche Lehren werden die politischen Lager aus dieser Wahl ziehen? Journalistin, Publizistin und Leiterin der Heinrich Böll Stiftung Warschau Joanna Maria Stolarek spricht im Interview mit Georg Steinfelder über Ursachen und Folgen im Hinblick auf die Stichwahl am 12.Juli. Außerdem blickt sie auf die Rolle der katholischen Kirche in dieser Wahl und ganz generell auf die momentane Befindlichkeit der polnischen Gesellschaft in einer politisch, wirtschaftlich und gesundheitlich bewegten Zeit.
Joanna Maria Stolarek - Leiterin der Heinrich Böll Stiftung Warschau
SENDEREIHE
FROzin
Zu hören auf Radio FRO 105,0
INFORMATIONEN ZUM BEITRAG
Produziert am:
07. Juli 2020
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.
Skript