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Schwierige Entscheidungen treffen


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© Ugo / unsplash.com
Stehen Sie auch manchmal wie ein Esel vor dem Berg — völlig ratlos, was Sie wählen sollen? Dabei wissen Sie, dass Sie sich konkret entscheiden müssen, sonst verhungern Sie oder kommen unter die Räder. Aber Sie wollen auch keine Fehler machen und die Entscheidung später bereuen müssen.
Manchmal ist die Lage komplex und es reicht nicht, einfach ein paar Punkte auf einer Linie abzuarbeiten. Vielleicht bringt Sie die Vorstellung von einem dreidimensionalen Gegenstand weiter. Bleiben wir beim Bild mit dem Esel vor dem Berg. Um genau diesen Berg in seiner Länge, Breite und Höhe zu verstehen, müssen Sie ihn in drei Richtungen erfassen, wie mit einem 3D-Scanner.
Wenn Sie den Berg klarer erkennen können, finden Sie leichter den passenden Weg, der Sie darum herum, darüber oder quer durch den Berg führt. Und manchmal ist es eine Kombination von Möglichkeiten, wie in den echten Bergen, wo eine Straße um eine Seite des Berges, ein anderes Stück darüber und ein Teilstück als Tunnel durch den Berg gelegt werden muss.
Die folgenden Punkte können Ihnen helfen, in drei Richtungen beziehungsweise Dimensionen Ihren persönlichen „Berg“ zu erfassen. Vielleicht empfinden Sie eine andere Zusammenstellung der Punkte als logischer, dann sortieren Sie sie nach Belieben. Wichtiger sind die drei Durchgänge, die drei Perspektiven, um eine wichtige Entscheidung dreidimensional anzugehen. Und denken Sie daran: Scannen Sie nur den einen „Berg“ direkt vor Ihnen und nicht gleich ein ganzes Gebirge. Das heißt nicht, dass Sie zusammenhängende „Berge“ (Entscheidungen) ausblenden sollen. Auch das wird Ihnen die Entscheidungsfindung erleichtern.
 
1. X-Achse: Fakten
Als erstes ist es notwendig, sich den Fakten zu widmen, die es vor einer Entscheidung zu beachten gilt. Nur dann kann man sich sicher sein, dass man keinen wichtigen Aspekt auslässt. Zur Faktenbestimmung können vier Unterbereiche nützlich sein, die ich im Folgenden erläutern möchte:
 
X1 – Standortbestimmung
Wo stehen Sie? Was ist Ihre Ausgansposition? Ist es eine stabile Basis für diese oder jene Möglichkeit? Was sind Ihre Kräfte, Stärken und Mittel? Wo erleben Sie Begrenzungen, die Sie in Bezug auf eine Entscheidung mitberücksichtigen sollten?
 
X2 – Werte-Ermittlung
Was ist Ihr wichtigster Wert im Leben? Welche Wahl ist Ihnen wirklich wichtig?
Persönliche Wertvorstellungen sind nicht wie Zahlen, die messbar größer, kleiner oder gleich sind. Ihre eigenen Werte sind nicht unbedingt wissenschaftlich erforschbar, aber sie sind trotzdem entscheidend für Ihre Wahl. Sie sollen sagen können, dass Sie die Entscheidung mit gutem Gewissen getroffen haben.
 
X3 – Perspektivwechsel
Auf welche Möglichkeit haben Sie sich bisher hauptsächlich konzentriert? Wenn Sie die Position und Blickrichtung wechseln, taucht vielleicht eine Option auf, die Sie noch nicht erkannt haben. Probieren Sie es ganz real, dass Sie nicht nur auf dem Stuhl sitzen bleiben, sondern mit „dem Berg“ vor Ihren inneren Augen auf die Terrasse oder einen Aussichtspunkt, in den Keller oder in einen Garten gehen.
 
X4 – Wenn es kein Optimum gibt
Es gibt Situationen, in denen das Abwägen von Pro und Contra nicht weiterhilft. Es kann aber einfach beruhigend wirken, wenn Sie Fakten gesammelt haben. Wenn beide Möglichkeiten gleich viele Vorteile bieten, stehen Sie dazu, dass die optimale Trefferquote bei 50 Prozent liegt. Sie machen dann kaum etwas falsch, wenn Sie sich spontan entscheiden.
 
2. Y-Achse: Gefühl und Verstand
Nicht nur Fakten müssen bei einer Entscheidung berücksichtigt werden, …
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