Seitdem du weg bist
Ich bin manchmal schon froh, wenn ich das Atmen auf die Reihe krieg.
Ich steh einfach nur da und konzentriere mich: einatmen - ausatmen - einatmen ....
Manchmal hab ich Zeit und weiß nicht, womit ich sie füllen soll, denn egal was ich da rein schütte, es rinnt mir zwischen den Fingern hindurch wie Sand. Und was bleibt, ist die Leere. Diese tiefe Leere.
Da hat man drei Wochen Zeit in Urlaub zu fahren - Schweden, die Nordlichter sehen, Schnee sehen, Freunde sehen.
Und dann kommt man einfach nicht weg. Die Leere hält einen fest und versucht mich wie ein Schwarzes Loch in sich aufzusaugen.
Und dabei lächle ich doch eigentlich schon wieder und höre mir witzige Hörbücher an - „Känguru Chroniken“ - witzig!
Känguru heißt doch eigentlich: ich verstehe nichts.
Witzig, das trifft es sogar.
Ich verstehe nichts - mehr. Und selbst das letzte bisschen „ich-muss-jetzt-eine-Entscheidung-treffen“ ist auch flöten gegangen.
Also stehe ich unter der Dusche und die Tränen fallen gemeinsam mit den Wassertropfen um sich mit der Unendlichkeit zu vereinen. Sodass ein kleiner Teil von mir durch den Ozean der Zeit zu Dir findet und Dir sagt: „Luke ich bin dein Vater, warte auf mich.“