Auf den ersten Blick betrachtet erfüllte Bileam treu seine Pflicht, als er die Bitte des Königs der Moabiter ablehnte. Anstatt eines Fluches spricht er gleich drei Mal die herrlichsten Segnungen über Gottes Volk aus, das kurz vor seinem Einzug nach Kanaan steht. Doch der Schein trügt. Nach außen beteuerte Bileam, nichts als nur den Willen des Herrn tun zu können und ihm aufrichtig zu dienen. Er war bestens mit Gottes Willen und Absichten vertraut. Doch all diese himmlischen Vorrechte hielten ihn nicht davon ab, ein Heuchler zu werden.
Wie konnte es so weit kommen, fragt man erstaunt, dass ein Mann Gottes sich dazu verleiten ließ, entgegen seiner Überzeugung zu handeln und einen Weg einzuschlagen, der ihm nur Gottes Missfallen bringen konnte? Doch umso mehr muss es verwundern, dass Gottes letzte Gemeinde unter der gleichen Krankheit leidet wie Bileam. Wird Gott Laodizea also verwerfen?