
Sign up to save your podcasts
Or


Diesmal probiere ich es wieder: früh ins Bett gehen und dann morgen um 5 Uhr losfahren.
#
Heute war es richtig kalt. Ich ging mit meinem Freund E. und unseren Hündinnen spazieren. Seine Hündin ist läufig, also mieden wir den Park, in den wir sonst immer gehen, und liefen zum Velodrom. Zwar weht auf dem Dach des Velodroms immer ein starker Wind, der den Windchill-Effekt von –15 Grad voll in unseren Knochen jagen würde, aber es ging einigermaßen. Die Hündinnen scheinen diese Temperaturen zu lieben und sind seit Wochen außergewöhnlich aktiv.
Wir kamen auf das Thema Freundschaft zu sprechen und ich sagte zu ihm, dass er mittlerweile ein Freund für mich sei. Auch fügte ich hinzu, dass ich aber nicht genau wisse, was Freundschaften genau bedeuten, also bis zu welchem Moment, jemand eine Bekanntschaft ist und was eine Freundschaft genau ausmacht, außer, dass man sich gerne und oft sieht und sich gut unterhält. Ich stelle mir das Sterbebett vor. Wer würde zu mir ans Sterbebett kommen? Ich sagte zu ihm: Von einem Freund würde ich mir schon wünschen, dass er ans Sterbebett kommt, es wäre aber nicht meine Erwartung, dass er jeden zweiten Tag vorbeikommt, einmal Abschied nehmen würde wahrscheinlich reichen, natürlich würde es mich freuen, wenn er öfter käme, aber er müsse nicht bei meinem letzten Atemzug dabei sein, dazu kennen wir uns wieder nicht gut genug, bzw dafür ist unsere Freundschaft nicht innig genug, und das meine ich gar nicht böse, das liegt ja eher daran, wie wir Männer oft Freundschaften schließen, Männer sind selten innig zueinander.
Ist es das Maß einer Freundschaft, dass man beim Sterben Händchen hält?
Nun glaube ich gar nicht, dass ich überhaupt von Publikum umgeben sein möchte, wenn ich zum letzten Mal atme. Aber ich möchte dennoch nicht ganz alleine sterben. Aber Sterbebett. Ist das der Ort, an dem man misst, wie innig man zu seinen Freunden war? Ich werde auf alle Fälle mein Blog mitnehmen. Vielleicht schreibe ich auch deswegen in dieses Blog, damit ich nicht alleine sterbe. Man weiß ja nie.
By Markus PfeiferDiesmal probiere ich es wieder: früh ins Bett gehen und dann morgen um 5 Uhr losfahren.
#
Heute war es richtig kalt. Ich ging mit meinem Freund E. und unseren Hündinnen spazieren. Seine Hündin ist läufig, also mieden wir den Park, in den wir sonst immer gehen, und liefen zum Velodrom. Zwar weht auf dem Dach des Velodroms immer ein starker Wind, der den Windchill-Effekt von –15 Grad voll in unseren Knochen jagen würde, aber es ging einigermaßen. Die Hündinnen scheinen diese Temperaturen zu lieben und sind seit Wochen außergewöhnlich aktiv.
Wir kamen auf das Thema Freundschaft zu sprechen und ich sagte zu ihm, dass er mittlerweile ein Freund für mich sei. Auch fügte ich hinzu, dass ich aber nicht genau wisse, was Freundschaften genau bedeuten, also bis zu welchem Moment, jemand eine Bekanntschaft ist und was eine Freundschaft genau ausmacht, außer, dass man sich gerne und oft sieht und sich gut unterhält. Ich stelle mir das Sterbebett vor. Wer würde zu mir ans Sterbebett kommen? Ich sagte zu ihm: Von einem Freund würde ich mir schon wünschen, dass er ans Sterbebett kommt, es wäre aber nicht meine Erwartung, dass er jeden zweiten Tag vorbeikommt, einmal Abschied nehmen würde wahrscheinlich reichen, natürlich würde es mich freuen, wenn er öfter käme, aber er müsse nicht bei meinem letzten Atemzug dabei sein, dazu kennen wir uns wieder nicht gut genug, bzw dafür ist unsere Freundschaft nicht innig genug, und das meine ich gar nicht böse, das liegt ja eher daran, wie wir Männer oft Freundschaften schließen, Männer sind selten innig zueinander.
Ist es das Maß einer Freundschaft, dass man beim Sterben Händchen hält?
Nun glaube ich gar nicht, dass ich überhaupt von Publikum umgeben sein möchte, wenn ich zum letzten Mal atme. Aber ich möchte dennoch nicht ganz alleine sterben. Aber Sterbebett. Ist das der Ort, an dem man misst, wie innig man zu seinen Freunden war? Ich werde auf alle Fälle mein Blog mitnehmen. Vielleicht schreibe ich auch deswegen in dieses Blog, damit ich nicht alleine sterbe. Man weiß ja nie.