Die Kunst der Selbstorganisation

Status


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Wenn Status verschwindet: Auf Augenhöhe in der Selbstorganisation

Status – er steckt in unserer Ausbildung, in unserer Herkunft, in unserer Stellung im Unternehmen. Seit Kindheit und Jugend prägt uns die Frage: „Wer bist du – und bist du jemand Besseres, wenn du mehr Geld, mehr Titel, mehr Macht hast?“ Status ist verbunden mit Prestige, Respekt und Erwartungen – und er kann Genuss wie auch Druck auslösen.

In der Selbstorganisation ist es die Kunst, sich mit dem Thema Status auseinanderzusetzen. Hierarchische Zuschreibungen wie „Teamleiter“ oder „Chef“ verlieren an Gewicht, denn niemand ist mehr „mehr“ als jemand anderes aufgrund einer Position im System. Stattdessen gilt: Alle begegnen sich auf Augenhöhe, alle übernehmen Verantwortung – unabhängig vom Status.

Doch das Loslassen von Status ist kein einfacher Schritt. Für viele Menschen bedeutet Status auch Selbstwert. Was passiert, wenn dieser fällt – etwa beim Eintritt in die Pension? Auch Tätigkeiten tragen Status, nicht nur Menschen. Deshalb braucht es Bewusstsein, Reflexion und Sensibilisierung, um sich vom Statusdenken zu lösen.

Status neu zu denken bedeutet, sich selbst zu fragen:

  • Wie nutze ich meinen Status – privat und beruflich?
  • Wie lebe ich meinen Status, und was strahle ich damit aus?
  • Was bleibt von mir, wenn der Status wegfällt?
  • Selbstorganisation fordert, dass wir diese Fragen stellen und den Menschen hinter dem Status erkennen. Es ist eine Reise, auf der wir lernen, nicht mehr reflexartig auf Status zu reagieren, sondern uns als gleichwertig zu begegnen. So entsteht eine Kultur, in der nicht Titel, sondern Fähigkeiten, Verantwortung und Miteinander zählen.

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    Wir werden aus den Fragen, Bemerkungen und Gedanken Zwischenfolgen aufnehmen, wo wir darauf eingehen.

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    Die Kunst der SelbstorganisationBy Tamara Renner & Hubert Bienz