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ie Stelle ist seit Monaten offen, das Team am Limit, und vor dir sitzt endlich jemand, der passen könnte. Irgendwas stört dich, aber du sagst trotzdem zu. Ein halbes Jahr später führst du das Trennungsgespräch.
Solche Entscheidungen fühlen sich im Moment logisch an. Getroffen hat sie oft der Mangel.
In dieser Folge von The Brain Behind geht es um Entscheidungen aus Mangel und Entscheidungen aus Fülle. Mit Fülle ist dabei kein positives Denken und keine Manifestation gemeint. Gemeint ist etwas sehr Nüchternes: wie viel Spielraum dein Gehirn gerade hat, wenn es entscheidet.
Darum geht es:
Der Tunnelblick
Was in deinem Gehirn passiert
Drei Mind Moves für Entscheidungen aus Fülle
Dazu anonymisierte Beispiele aus Annes Coaching- und Beratungspraxis und ihre eigenen Erfahrungen aus den Anfängen ihrer Selbstständigkeit.
Kernsatz der Folge: Du kannst nicht immer verhindern, dass etwas knapp ist. Du kannst verhindern, dass der Mangel für dich entscheidet.
Mullainathan, S., & Shafir, E. (2013). Scarcity: Why Having Too Little Means So Much. New York: Times Books.
Shah, A. K., Mullainathan, S., & Shafir, E. (2012). Some consequences of having too little. Science, 338(6107), 682–685. https://doi.org/10.1126/science.1222426
Mani, A., Mullainathan, S., Shafir, E., & Zhao, J. (2013). Poverty impedes cognitive function. Science, 341(6149), 976–980. https://doi.org/10.1126/science.1238041
Kahneman, D., & Tversky, A. (1979). Prospect theory: An analysis of decision under risk. Econometrica, 47(2), 263–291. https://doi.org/10.2307/1914185
De Martino, B., Camerer, C. F., & Adolphs, R. (2010). Amygdala damage eliminates monetary loss aversion. Proceedings of the National Academy of Sciences, 107(8), 3788–3792. https://doi.org/10.1073/pnas.0910230107
De Martino, B., Kumaran, D., Seymour, B., & Dolan, R. J. (2006). Frames, biases, and rational decision-making in the human brain. Science, 313(5787), 684–687. https://doi.org/10.1126/science.1128356
Ersner-Hershfield, H., Wimmer, G. E., & Knutson, B. (2009). Saving for the future self: Neural measures of future self-continuity predict temporal discounting. Social Cognitive and Affective Neuroscience, 4(1), 85–92. https://doi.org/10.1093/scan/nsn042
Hall, C. C., Zhao, J., & Shafir, E. (2014). Self-affirmation among the poor: Cognitive and behavioral implications. Psychological Science, 25(2), 619–625. https://doi.org/10.1177/0956797613510949
Cascio, C. N., et al. (2016). Self-affirmation activates brain systems associated with self-related processing and reward and is reinforced by future orientation. Social Cognitive and Affective Neuroscience, 11(4), 621–629. https://doi.org/10.1093/scan/nsv136
Peters, J., & Büchel, C. (2010). Episodic future thinking reduces reward delay discounting through an enhancement of prefrontal-mediotemporal interactions. Neuron, 66(1), 138–148. https://doi.org/10.1016/j.neuron.2010.03.026
Covey, S. R. (1989). The 7 Habits of Highly Effective People. New York: Free Press.
MEHR VON ANNE
Sustainable High Performance Program und Zusammenarbeit mit Constant Change:
Website: https://www.constantchange.io
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Wir leisten viel, sind ständig erreichbar und halten uns trotzdem oft für leistungsfähig – selbst wenn unsere Aufmerksamkeit und Entscheidungsfähigkeit längst nachlassen. In dieser Folge spreche ich darüber, was Dauerdruck mit dem Gehirn macht, warum wir unter Stress in alte Gewohnheiten zurückfallen und wie sich unser Zustand auf Teams und Gespräche überträgt.
Leistung ist kein Charakterzug, sondern ein Zustand: Grün heißt nicht entspannt, sondern steuerbar. Ich zeige dir, wie du vor deinem nächsten wichtigen Termin kurz innehältst, deinen Zustand benennst und mit einer Frage ins Gespräch gehst – für mehr Klarheit und bessere Zusammenarbeit.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12683469/
https://doi.org/10.1038/nrn2648
https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.0979-09.2009
https://doi.org/10.1001/archneurpsyc.1908.02280010011001
https://doi.org/10.1098/rsos.140018
https://doi.org/10.1111/j.1467-9280.2007.01916.x
https://www.cultureamp.com/
In dieser Episode räume ich mit dem Mythos auf, dass Stress unser Feind ist. Ich zeige dir, warum ein aktiviertes Nervensystem nicht nur normal, sondern entscheidend für Spitzenleistungen ist – und wie die richtige Regulation statt Anti-Stress-Denken dich langfristig leistungsfähig hält. Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse und persönlicher Erfahrungen erkläre ich, weshalb Stressvermeidung nicht funktioniert und wie du mit cleveren Tools, wie dem physiologischen Seufzer, gezielt gegen Überlastung steuerst.
Du erfährst, weshalb die Höhe der Stressspitzen nicht das Problem ist, sondern fehlende Erholung danach – und wie du bewusste Strategien für nachhaltige High Performance entwickelst. Lass dich inspirieren, Stress neu zu betrachten und für deinen Erfolg zu nutzen – statt ihn zu bekämpfen.
https://www.harvardbusinessmanager.de/
https://www.who.int/news/item/28-05-2019-burn-out-an-occupational-phenomenon-international-classification-of-diseases
https://de.wikipedia.org/wiki/Yerkes-Dodson-Gesetz
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Selye
https://de.wikipedia.org/wiki/Eustress_und_Distress
https://de.wikipedia.org/wiki/Allostatische_Last
https://www.cell.com/cell-reports-medicine/fulltext/S2666-3791(22)00554-7
https://hubermanlab.com/
Nach acht Wochen Pause: warum die Auszeit kein Ausfall war, sondern das Ziel hatte, wieder Fokus und Konzentration zu finden – und warum Fokus keine Frage von Disziplin, sondern eine Ressource ist.
Teil 1 – Warum Pausen fürs Gehirn kein Luxus sind
Teil 2 – Der Umweltfaktor
Teil 3 – Die ehrliche Einschränkung + dein Tool
Takeaways
Ausblick
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www.constantchange.io
Quellen
Worum es geht:
Die drei Hirnregionen unter chronischem Stress:
Hippocampus (Gedächtnis, Lernen, Kontextualisierung) – schrumpft unter anhaltender Cortisol-Belastung
Warum Selbstkritik den gleichen Alarmzustand auslöst wie echte Gefahr:
Was Selbstmitgefühl neurochemisch bewirkt:
Die drei Mind-Moves aus der Folge:
Quellen & weiterführende Forschung:
Bruce S. McEwen (Rockefeller University) – grundlegende Arbeiten zu Allostatic Load und den strukturellen Effekten von chronischem Stress auf Hippocampus, Amygdala und präfrontalen Kortex:
Neurobiological and Systemic Effects of Chronic Stress (2017)
Kristin Neff (University of Texas at Austin) – Forschung zu Selbstmitgefühl, Cortisol, Herzratenvariabilität und Resilienz:
Self-Compassion: Theory, Method, Research, and Intervention (2023, Annual Review of Psychology)
Daniel J. Siegel (UCLA) – "Name it to tame it": Benennen von Emotionen aktiviert den präfrontalen Kortex und reduziert Amygdala-Aktivität:
Name It to Tame It – Mindfulness.com
Tatjana Reichhart – Das Prinzip Selbstfürsorge: Wie wir Verantwortung für uns übernehmen und gelassen und frei leben, Kösel Verlag, 2019
Ein Wort in eigener Sache:
In dieser Folge
Jeder kennt das. Entweder an sich selbst oder an anderen: jemanden, bei dem die Zündschnur gerade sehr kurz ist. Ein Meeting, eine schroffe Antwort, ein Moment – und plötzlich ist die Stimmung kipp. Meistens folgt Erklärung: „Der hat gerade viel um die Ohren." Manchmal folgt Rechtfertigung. Selten folgt das, was eigentlich hilfreich wäre: Verstehen, was da neurobiologisch gerade passiert ist.
Joseph E. LeDoux – Low Road / High Road LeDoux, J. E. (1996). The Emotional Brain: The mysterious underpinnings of emotional life.
Simon & Schuster. LeDoux, J. E. (2000). Emotion circuits in the brain. Annual Review of Neuroscience, 23(1), 155–184. → https://www.annualreviews.org/doi/abs/10.1146/annurev.neuro.23.1.155
Daniel Goleman – Amygdala Hijack Goleman, D. (1995). Emotional Intelligence: Why it can matter more than IQ. Bantam Books.
Amygdala Hijack – aktuelle Forschung (2024) Researchgate.net (2024). Amygdala Hijack: Contemporary Insights into Causes, Correlates and Consequences. Volume 7, Issue 3, 2024 (pp. 102–111) → https://www.researchgate.net/publication/386372480
Amy Arnsten – Stress und präfrontaler Kortex Arnsten, A. F. T. (2009). Stress signalling pathways that impair prefrontal cortex structure and function. Nature Reviews Neuroscience, 10, 410–422. → https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2907136/
Woo, E., Sansing, L. H., Arnsten, A. F. T., & Datta, D. (2021). Chronic Stress Weakens Connectivity in the Prefrontal Cortex: Architectural and Molecular Changes. Chronic Stress, 5. → https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8408896/
Schlafmangel und Amygdala-Reaktivität Krause, A. J. et al. (2017). The Sleep-Deprived Human Brain. Nature Reviews Neuroscience, 18, 404–418. → (via Spektrum der Wissenschaft: https://www.spektrum.de/news/was-bei-schlafmangel-im-gehirn-passiert/1560834))
Reizbarkeit und frontale Regulation Naim, R. et al. (2022). Context-dependent amygdala–prefrontal connectivity during the dot-probe task varies by irritability and attention bias to angry faces. Neuropsychopharmacology. → https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9630440/
Wut und Schwellensenkung Wissenschaftswelle.de (2025). Wut im Gehirn: Wenn eine Basisemotion zur Hochspannung wird. → https://www.wissenschaftswelle.de/post/wut-im-gehirn-wenn-eine-basisemotion-zur-hochspannung-wird
Nach vier Wochen Sendepause meldet sich Anne mit einer Episode, die direkt aus dem Leben gegriffen ist: ein runder Geburtstag, ein Umzug, Kundenprojekte am Limit. Und mittendrin eine Beobachtung, die sie nicht loslässt: Egal in welchem Kontext – Organisationen, Teams, persönliche Übergänge – die Dynamiken sind erschreckend ähnlich. Systeme, die sich von etwas Altem verabschieden müssen, folgen denselben Gesetzen.
Die drei systemischen Gesetze
Das SCARF-Modell & die Neurowissenschaft von Übergängen
Die zwei häufigsten Fehler in Übergängen
Drei Impulse aus dieser Folge
Wissenschaftliche Quellen & weiterführende Literatur
Links & Ressourcen
Worum geht's in dieser Folge?
Wir glauben gerne, dass unser Verstand das Steuer hält. Dass wir rational entscheiden, wenn wir wollen. Dass Gefühle und Körper folgen. Aber die Neurowissenschaft zeigt: Das ist eine komfortable Illusion. Gedanken, Gefühle und Körper sind ein einziges, hochintegriertes System – die neurologische Systemtriade. Diese Folge erklärt, wie die drei Winkel dieses Dreiecks zusammenwirken, warum das emotionale Erfahrungsgedächtnis stärker ist als jede Ratio, und was das für dein tägliches Erleben, deine Entscheidungen und deine Entwicklung bedeutet.
Key Takeaways
Erwähnte Konzepte & Forschende
Worum geht's in dieser Folge?
Hypnose und Trance sind wohl die am meisten missverstandenen Konzepte im Coaching-Bereich. Dabei sind sie weder mystisch noch manipulativ – sondern neurologisch beschreibbar und alltagsnah. Trance ist ein Aufmerksamkeitszustand, den wir alle täglich erleben. Innere Bilder aktivieren dasselbe neuronale System wie reale Erlebnisse. Und hypnosystemische Methoden lassen sich nicht nur im Einzel-Coaching, sondern auch in Teams und Veränderungsprozessen präzise einsetzen.
Key Takeaways
Erwähnte Konzepte & Personen
Quellen & Wissenschaft
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