Freunde und Familie sind bestenfalls ein Geschenk oder eine Aufgabe, vielleicht sogar beides. Aber wenn die Verbindung zu ihnen toxisch ist oder wird, ist Zeit zu handeln. Ich erinnere mich seit dem Kindergarten an toxische Verbindungen zu Kumpels und Freunden die einen dieses komisch Gefühl geben konnten, sich an Ort und Stelle und in seiner Haut nicht wohlzufühlen. Ich kam wieder in Berührung mit dem Thema als ich neulich im Radio einem Interview lauschte. Dort berichtete eine Junge Frau das sie mit ihrer Familie Schluß gemacht hatte. Sie hatte jahrelang unter ihnen gelitten und konnte sich nicht so entfalten wie sie es sich gewünscht hätte.. also hat sie die Beziehung zu ihnen beendet so wie man sich einem Ex-Freund entledigt. Kaum zu glauben aber wenn es doch ihre einzigste Möglichkeit war sich frei zu schwimmen, warum also nicht? Und irgendwie doch auch echt ehrlich zu sagen „Ey ihr passt nicht mehr zu mir und meinem Leben und es geht mir einfach ohne euch besser“! Und wie wahnsinnig schmerzhaft das doch auch für die Eltern dieser jungen Frau sein musste.
Ich erinnere mich an eine Begegnung im Supermarkt mit einer jungen Mutter, ihr Sohn war wohl fast im gleichen Alter wie meiner. Beide Kinder saßen bei uns im Einkaufswagen und so kamen wir über die Kinder schnell ins Gespräch. Auf dem Supermarkt Parkplatz unterhielten wir uns noch eine Weile weiter und sie fragte mich nach meiner Telefonnummer um sich mal unverbindlich weiter zu unterhalten. Ich fand das nett und so gab ich ihr die Nummer. Sie rief mich kurze Zeit später an und ich merkte schnell am Telefon das sie doch eine grund negative Person war, die über alles und jeden auf dieser Welt nur schlechte Worte übrig hatte. Sie rief nun regelmäßig an und ich hatte schon gar keine Lust mehr ans Telefon zu gehen. Sie bekniete mich eines Tages zu ihrem Geburtstag zu kommen. Ich willigte ein, um ihr noch ein e Chance zu geben. So ein persönliches Treffen war vielleicht doch lockerer als ein Telefonat. Doch bei ihr Zuhause merkte ich um so mehr das wir in zwei verschiedenen Welten lebten. Ich saß also meinen Pflichtbesuch ab, während sie den anderen Gästen erzählte ich wäre ihre liebste Freundin. Oje das war echt zuviel. Ich Verabschiedet mich mit einer Ausrede. Zuhause beschloß ich den Kontakt einschlafen zu lassen. Doch sie lies kaum locker, rief fast täglich an und ich lies immer mehr den AB ran gehen. Irgendwann hinter lies sie eine Nachricht „Das ich ja immer so beschäftigt wäre würde ihr nur zeigen das ich kein Interesse an ihr hätte. „ Das wars Funkstille. Ich war befreit, fühlte mich aber auch nicht so richtig in meiner Haut. Hatte ich sie doch ganz schon auflaufen lassen. Monate später traf ich sie wieder.. sie kam auf mich zu und beschimpfte mich …wie eine Ex-Freundin die einem eine Szene macht. Ich kam mir vor wie inflagrantie erwischt. Nachdem sie mich beschimpft hatte, flog sie davon. Jetzt ging es mir mal richtig scheisse . Doch was wäre die Lösung. Sie doch ertragen irgendwie ? Ihr an der Stelle wo ich es zum ersten mal gemerkt habe, ihr reinen Wein einschenken? Einer von beiden geht wohl immer mit einem schlechten Gefühl vom Platz so oder so. Ehrlichkeit ist wohl immer die sauberste Lösung -weil es dann wohl einfach nur das verletzte Ego ist das schmerzt. Ansonsten kommt noch die Enttäuschung dazu, die Wut und der Glaubenssatz „alle sind böse zu mir“ oder „ich bin nicht gut genug“.
Dennoch schlummert es doch sehr tief ins uns alllen, wir möchten gemocht werden, wertgeschätzt und vor allem respektiert werden. Entscheidungen zu treffen ist nicht immer leicht, ganz besonders nicht wenn es sich auf einer Ebene abspielt die Meinschliches Miteinander betrifft. Doch viel schlimmer ist es doch wenn Entscheidungen für einen getroffen werden, es wird dir aus der Hand genommen und du bist nun an einer Stelle wo du nichts mehr biegen kannst.
Da wäre doch so ein Schlußmachen gar nicht so übel gewesen? Klar der Moment selber wäre echt schwer und die richtigen