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Eine wirklich zukunftsweisende Digitalstrategie sollte wohl bundesweit einheitlich sein sollte. Das betrifft auch die Digitalisierung von Bildung und Unterricht. Und das ist eindeutig ein Paradigmenwechsel gegenüber unserer politischen und verwaltungstechnischen, föderalen Struktur. Wenn man jetzt nicht nur kritisieren will, sind viele unserer Probleme mit Infrastruktur und Digitalisierung diesem Umstand geschuldet – denn eine notwendige Debatte über eventuelle Kompetenzübertragungen wurde nie ernsthaft fort- oder zu Ende geführt. Insofern ist es logisch, dass jedes Patchwork-Element dieser sehr heterogenen und teilweise trennunscharfen Verantwortungsmatrix auch bei Digitalthemen individuell entscheiden will. Man könnte also versöhnlich sagen, dass Corona einfach zu früh kam. Zu früh für schlagkräftige digitale Werkzeuge. Auch was die Nutzung von KI-Lösungen angeht, weil die Ethik-Diskussion da ja auch noch ganz am Anfang steht. Andererseits kann man natürlich sagen, dass Corona einfach nur wie durch ein Brennglas deutlich macht, wo wir notwendige Initiativen und Investitionen einfach jahrelang verschleppt haben. Wir müssen zumindest jetzt die Lehren daraus ziehen und uns den Realitäten stellen. Und verstehen, dass digitale Services ebenso wenig wie das Internet mit regionalen Konzepten brillieren können. Es muss niemand Angst um den heiligen Gral „Föderalismus“ haben, wenn bestimmte Themen und Verantwortlichkeiten zeitgemäß und im Sinne der Zukunftsfähigkeit neu sortiert werden. Oder? Eine spannende 20-Minuten-Debatte zum Wochenauftakt.
By Oliver Schwartz, Dr. Michael Gebert // Turtle-Media5
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Eine wirklich zukunftsweisende Digitalstrategie sollte wohl bundesweit einheitlich sein sollte. Das betrifft auch die Digitalisierung von Bildung und Unterricht. Und das ist eindeutig ein Paradigmenwechsel gegenüber unserer politischen und verwaltungstechnischen, föderalen Struktur. Wenn man jetzt nicht nur kritisieren will, sind viele unserer Probleme mit Infrastruktur und Digitalisierung diesem Umstand geschuldet – denn eine notwendige Debatte über eventuelle Kompetenzübertragungen wurde nie ernsthaft fort- oder zu Ende geführt. Insofern ist es logisch, dass jedes Patchwork-Element dieser sehr heterogenen und teilweise trennunscharfen Verantwortungsmatrix auch bei Digitalthemen individuell entscheiden will. Man könnte also versöhnlich sagen, dass Corona einfach zu früh kam. Zu früh für schlagkräftige digitale Werkzeuge. Auch was die Nutzung von KI-Lösungen angeht, weil die Ethik-Diskussion da ja auch noch ganz am Anfang steht. Andererseits kann man natürlich sagen, dass Corona einfach nur wie durch ein Brennglas deutlich macht, wo wir notwendige Initiativen und Investitionen einfach jahrelang verschleppt haben. Wir müssen zumindest jetzt die Lehren daraus ziehen und uns den Realitäten stellen. Und verstehen, dass digitale Services ebenso wenig wie das Internet mit regionalen Konzepten brillieren können. Es muss niemand Angst um den heiligen Gral „Föderalismus“ haben, wenn bestimmte Themen und Verantwortlichkeiten zeitgemäß und im Sinne der Zukunftsfähigkeit neu sortiert werden. Oder? Eine spannende 20-Minuten-Debatte zum Wochenauftakt.

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