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In Afghanistan kämpfen seit Jahrzehnten Gotteskrieger und Fundamentalisten, Clan- und Stammesfürsten, Söldner und Drogenhändler, die sich allesamt nicht für einen Ost-West-Konflikt und Stellvertreter-Kriege interessieren, sondern opportunistisch wechselseitige Bündnisse eingehen. Die Geschichte Afghanistans ist durchzogen von den Kämpfen der Paschtunen gegen die jeweiligen persischen und indischen Herrscher, von russischer Expansionspolitik zur Zarenzeit und vor allem britischen Kolonialinteressen. Es gibt zahllose Stämme und weitere Ethnien wie die Tadschuken. Neben religiösen Konflikten dominieren innerhalb der absoluten Mehrheit der Menschen mit sehr konservativer Islamauslegung doch primär die Stammesinteressen.
Die von den USA ehemals unterstützten Guerilla-Kämpfer der Mudschaheddin wurden als Widerstandskämpfer gegen die Sowjetarmee gefeiert und wurden später mit Osama Bin Laden, Al-Quaida und den Ereignissen um 9/11 zum Bumerang und Trauma. Und auch die Taliban werden ebenso als erzkonservative Gotteskrieger gefürchtet wie als Widerstandskämpfer verehrt oder als Bündnispartner akzeptiert. Je nach Perspektiv- und Interessenslage.
Und auch die Rolle des Nachbarlandes Pakistan, die Rolle Quatars und Saudi Arabiens darf nicht außer Acht gelassen werden. Nicht zuletzt geht es neben Religion und Geopolitik auch um den Drogenhandel und um wertvolle Bodenschätze.
By Oliver Schwartz, Dr. Michael Gebert // Turtle-Media5
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In Afghanistan kämpfen seit Jahrzehnten Gotteskrieger und Fundamentalisten, Clan- und Stammesfürsten, Söldner und Drogenhändler, die sich allesamt nicht für einen Ost-West-Konflikt und Stellvertreter-Kriege interessieren, sondern opportunistisch wechselseitige Bündnisse eingehen. Die Geschichte Afghanistans ist durchzogen von den Kämpfen der Paschtunen gegen die jeweiligen persischen und indischen Herrscher, von russischer Expansionspolitik zur Zarenzeit und vor allem britischen Kolonialinteressen. Es gibt zahllose Stämme und weitere Ethnien wie die Tadschuken. Neben religiösen Konflikten dominieren innerhalb der absoluten Mehrheit der Menschen mit sehr konservativer Islamauslegung doch primär die Stammesinteressen.
Die von den USA ehemals unterstützten Guerilla-Kämpfer der Mudschaheddin wurden als Widerstandskämpfer gegen die Sowjetarmee gefeiert und wurden später mit Osama Bin Laden, Al-Quaida und den Ereignissen um 9/11 zum Bumerang und Trauma. Und auch die Taliban werden ebenso als erzkonservative Gotteskrieger gefürchtet wie als Widerstandskämpfer verehrt oder als Bündnispartner akzeptiert. Je nach Perspektiv- und Interessenslage.
Und auch die Rolle des Nachbarlandes Pakistan, die Rolle Quatars und Saudi Arabiens darf nicht außer Acht gelassen werden. Nicht zuletzt geht es neben Religion und Geopolitik auch um den Drogenhandel und um wertvolle Bodenschätze.

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