Job stressig, Sport stressig, Freunde treffen stressig. Termin hier, Termin da, Meeting hüben, Telko drüben. Abends noch schnell kochen, trinken, Gassi gehen, zwischendrin WhatsApp, Signal, Insta-Story. Wär's nicht mal wieder geil abzuschalten, durchzuatmen, nix zu tun? Wie geht diese komische Achtsamkeit noch mal - und was ist das eigentlich? Zählt der samstägliche Festivalausflug zum Planeten Naboo auch dazu? Oder sollten wir lieber doch das Meditieren beginnen, von wegen Shakra und so?
Womöglich haben wir uns die Achtsamkeit längst selbst verboten, und das ohne es zu merken. Wäre ja auch typisch deutsch. Mit den Verboten, da kennen wir uns schließlich aus. Schilderwald am Campingplatz, Verbotstiraden auf dem Spielplatz - bei Regelwerken und Einschränkungen macht uns niemand was vor. Fast revolutionär wirkt da der Gang über Rot. Oder die Zigarette mit 15 oder die kurzzeitige Radfahrer auf der falschen Seite. Können wir nicht mal entspannter sein, mit uns und dem Leben und den Regeln? Oder sind uns die einen oder anderen Verbote vielleicht doch lieber als wir denken - wir viel typisch-deutscher sind als wir wahrhaben wollen?
Antje und Ingo in der 15. Folge von 20359 über Verbotskultur, diese verdammte FOMO und einen Aufruf an alle Fußgänger da draußen.
Die Playlist zum Podcast: t1p.de/20359playlist