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Informatiker und IT-Sicherheitsexperte Dr. Matthias Wübbeling zu Gast im Hypothese-Podcast der Universität Bonn
Phishing-Mails, gefälschte Online-Shops und gestohlene Passwörter verursachen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Viele Cyberangriffe zielen dabei nicht auf technische Schwachstellen, sondern auf menschliches Verhalten. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts der Universität Bonn diskutiert Dr. Matthias Wübbeling vom Institut für Informatik mit Moderator Denis Nasser die Hypothese: „User sind das größte IT-Risiko!?“
„Jeder kann auf Phishing hereinfallen“
Im Podcast macht Wübbeling deutlich: „Jeder kann auf Phishing hereinfallen.“ Cyberkriminelle nutzen gezielt menschliche Verhaltensmuster aus: Zeitdruck, Routinen und vermeintlich vertraute Umgebungen sollen Menschen dazu bringen, unüberlegte Entscheidungen zu treffen.
Auch Personen mit hoher technischer Kompetenz seien davor nicht grundsätzlich geschützt, so Wübbeling. In einem Forschungsprojekt hat er gemeinsam mit Psychologen der Universität Duisburg-Essen sowie mit der IT-Abteilung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein untersucht, wie sich IT-Sicherheitsbewusstsein messen lässt.
Dabei stieß das interdisziplinäre Forschungsteam auf ein überraschendes Ergebnis: Sicherheitsschulungen führen nicht automatisch zu sichererem Verhalten. Wübbeling erläutert: „Die Menschen wussten im Grunde mehr durch die Schulung, haben sich aber unsicherer verhalten.“ Forschende sprechen in diesem Zusammenhang von „Overconfidence“ – dem Überschätzen der eigenen Fähigkeiten.
Von der Forschung zur Gründung
Wübbelings Forschungsergebnisse haben den Akademischen Oberrat dazu inspiriert, konkrete Anwendungen zu entwickeln. Das Transfer Center enaCom der Universität Bonn hat ihn bei der Gründung unterstützt: Identeco erkennt kompromittierte Zugangsdaten und schützt digitale Identitäten für Unternehmen. Auch der Leak-Checker ist ein Angebot von Identeco: Endverbraucher können mit dem Dienst kostenfrei prüfen, ob ihre E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks auftaucht.
Zugespitzt und wissenschaftsnah
Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast der Uni Bonn. Jeden zweiten Donnerstag stellen sich renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung „verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als „unwahr“ bestätigt) gehen würde.
Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir freuen uns, von Euch zu hören unter [email protected]!
By Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, HochschulkommunikationInformatiker und IT-Sicherheitsexperte Dr. Matthias Wübbeling zu Gast im Hypothese-Podcast der Universität Bonn
Phishing-Mails, gefälschte Online-Shops und gestohlene Passwörter verursachen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Viele Cyberangriffe zielen dabei nicht auf technische Schwachstellen, sondern auf menschliches Verhalten. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts der Universität Bonn diskutiert Dr. Matthias Wübbeling vom Institut für Informatik mit Moderator Denis Nasser die Hypothese: „User sind das größte IT-Risiko!?“
„Jeder kann auf Phishing hereinfallen“
Im Podcast macht Wübbeling deutlich: „Jeder kann auf Phishing hereinfallen.“ Cyberkriminelle nutzen gezielt menschliche Verhaltensmuster aus: Zeitdruck, Routinen und vermeintlich vertraute Umgebungen sollen Menschen dazu bringen, unüberlegte Entscheidungen zu treffen.
Auch Personen mit hoher technischer Kompetenz seien davor nicht grundsätzlich geschützt, so Wübbeling. In einem Forschungsprojekt hat er gemeinsam mit Psychologen der Universität Duisburg-Essen sowie mit der IT-Abteilung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein untersucht, wie sich IT-Sicherheitsbewusstsein messen lässt.
Dabei stieß das interdisziplinäre Forschungsteam auf ein überraschendes Ergebnis: Sicherheitsschulungen führen nicht automatisch zu sichererem Verhalten. Wübbeling erläutert: „Die Menschen wussten im Grunde mehr durch die Schulung, haben sich aber unsicherer verhalten.“ Forschende sprechen in diesem Zusammenhang von „Overconfidence“ – dem Überschätzen der eigenen Fähigkeiten.
Von der Forschung zur Gründung
Wübbelings Forschungsergebnisse haben den Akademischen Oberrat dazu inspiriert, konkrete Anwendungen zu entwickeln. Das Transfer Center enaCom der Universität Bonn hat ihn bei der Gründung unterstützt: Identeco erkennt kompromittierte Zugangsdaten und schützt digitale Identitäten für Unternehmen. Auch der Leak-Checker ist ein Angebot von Identeco: Endverbraucher können mit dem Dienst kostenfrei prüfen, ob ihre E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks auftaucht.
Zugespitzt und wissenschaftsnah
Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast der Uni Bonn. Jeden zweiten Donnerstag stellen sich renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung „verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als „unwahr“ bestätigt) gehen würde.
Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir freuen uns, von Euch zu hören unter [email protected]!