BAYERISCHE STAATSOPER - Video- und Audiopodcasts

Videomagazin: MIGNON


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Am Anfang der Oper Mignon standen mehrere Absagen. Keiner der angefragten Komponisten – darunter Charles Gounod und Jules Massenet – wollten das Libretto von Michel Carré und Jules Barbier nach Goethes Bildungsroman Wilhelm Meisters Lehrjahre vertonen. Am Ende wurde Mignon jedoch als gefeierte Opéra comique noch zu Lebzeiten des Komponisten über 1000 Mal aufgeführt. Ambroise Thomas galt schon früh als Wunderkind und war bereits mit 10 Jahren ein gefragter Pianist. Seine Karriere als Komponist begann in Paris, wo er die französische Oper des 19. Jahrhunderts als Komponist und später auch als Lehrer und Leiter des Pariser Konservatoriums maßgeblich beeinflusste. Von seinen insgesamt 20 Opern sind heute jedoch nur Hamlet (1886) und Mignon bekannt. Der große Erfolg, den Mignon nach seiner Uraufführung 1870 feiern konnte, mag vielleicht auch darin begründet sein, dass Thomas schon wenige Aufführungen später das tragische Ende in ein glückliches umschrieb.
Die Titelheldin wurde als Kind entführt und als junge Frau von Wilhelm aus ihrer Gefangenschaft freigekauft. Sie verliebt sich in ihren Retter, der seine eigene Liebe zu Mignon allerdings erst erkennt, als es um Leben und Tod geht.
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