
Sign up to save your podcasts
Or


Seit Januar 2025 entsteht in Leipzig ein neues großes Wörterbuch des Akkadischen. In der neuen Folge geben wir einen Einblick in die Arbeit daran, die Gründe für ein solches Vorhaben und die Schwierigkeiten dabei.
Schaut auch auf die Webseite des LAD-Projektes auf der Seite der Sächsischen Akademie der Wissenschaften: https://www.saw-leipzig.de/lad
Soundediting: Taichuan Tang
Soundeffekte (von Pixabay):
Desert Sun – Sound Effect by drmseq
Abbildung: Wörterbücher und Tontafel; Design Janine Wende.
Wir widmen uns in dieser Folge den vielen Gelehrten, die die assyrischen Könige an ihrem Hof unterhielten. Es waren Ärzte, Sterndeuter, Magier und Beschwörer, die dem König in den verschiedensten Belangen beratend zur Seite standen. Bekannt sind sie uns v.a. durch Briefe, die sie mit ihren Herren austauschten, aber auch Texte – Rituale, Vorzeichensammlungen, Symptom- und Therapiebeschreibungen oder astrologische Werke –, die sie im Laufe ihrer Berufsausbildungen memorieren und deren Inhalte sie beherrschen mussten, sind uns überliefert.
Literatur:
- Simo Parpola: Letters from Assyrian and Babylonian Scholars (= State Archives of Assyria 10, 1993).
- Simo Parpola: Letters from Assyrian Scholars to the Kings Esarhaddon and Assurbanipal. Part II: Commentary and Appendices (= Alter Orient und Altes Testament 5/2, 1983).
- C. B. F. Walker, “Wissenschaft und Technik” in: B. Hrouda, Der Alte Orient (München 1991), 247-269.
Soundediting: Taichuan Tang
Soundeffekte (von Pixabay):
Desert Sun – Sound Effect by drmseq
Middle East – Music by AlexiAction
Desert Voices – Music by ArtSlop_Flodur
Arabic Sadness – Music by SergeQuadrado
Nomad Places. Desert Middle Eastern – Music by FreeGroove
Abbildung: "The Famous Library of King Ashur-bani-pal at Nineveh" (heute British Library, London), Künstler: Fernand Le Quesne. S. https://www.nationalgeographic.fr/photographe/album.
Das Verhältnis Assyriens zu seinem südlichen Nachbarn Babylonien im 1. Jtsd. war geprägt von der Achtung vor den kulturellen Leistungen Südmesopotamiens einerseits sowie der faktischen militärischen Überlegenheit Assyriens andererseits – ein Verhältnis, dass zur Analogie vom "Athen am Euphrat" und "Rom am Tigris" (E. Frahm) geführt hat. Die Zerstörung Babylons durch den Assyrerkönig Sanherib (Sin-ache-eriba) war nicht nur Folge und Ausdruck dieser Spannungen, sondern wurde auch in Assyrian selbst als Tabubruch empfunden. In der 15. Folge unseres Podcasts wollen wir uns der dramatischen Geschichte dieser assyrisch-babylonischen Hassliebe annehmen.
Namen: Die in dieser Folge erwähnten mesopotamischen Könige sind durch die biblische und griechische Überlieferung teilweise besser unter alternativen Namen bekannt:
Salmānu-ašarēd: Salmanassar
Tukultī-apil-ešarra: Tiglatpileser
Marduk-aplu-iddina: Merodach-baladan
Šarru-kīn: Sargon
Sin-aḫḫē-erība: Sanherib
Aššur-aḫu-iddina: Asarhaddon
Aššur-bāni-apli: Assurbanipal
Literatur:
E. Frahm, Assyria: The Rise and Fall of the World's First Empire (London 2024)
K. Radner, Mesopotamien Die frühen Hochkulturen an Euphrat und Tigris (C. H. Beck, München 2017)
M. Jursa, Die Babylonier. Geschichte, Gesellschaft, Kultur (C. H. Beck, München 2023)
Cancik-Kirschbaum, Die Assyrer. Geschichte, Gesellschaft, Kultur (C. H. Beck, München 2023)
Artikel "Sanherib" im Reallexikon der Assyriologie (s. https://publikationen.badw.de/de/rla/index#10367)
E. Frahm (Hrsg.): A Companion To Assyria (J. Wiley & Sons, Hoboken 2017)
S. Ponchia, G. B. Lafranchi, The Neo-Assyrian Empire. A Handbook (De Gruyter, Berlin 2024)
M. P. Streck, Der Wiederaufbau Babylons unter Asarhaddon und Assurbanipal in Briefen aus Ninive, Altorientalische Forschungen 29 (2002) 205-233 (s. https://www.academia.edu/34474734/DerWiederaufbauBabylonsunterAsarhaddonundAssurbanipalinBriefenausNiniveAltorientalischeForschungen292002205233)
Soundediting: Taichuan Tang
Soundeffekte (von Pixabay):
Desert Sun – Sound Effect by drmseq
Middle East – Music by AlexiAction
Arabic Sadness – Music by SergeQuadrado
Nomad Places. Desert Middle Eastern – Music by FreeGroove
Desert Voices – Music by ArtSlop_Flodur
Abbildung: Szene einer Stadtbelagerung durch Assyrer auf einem Relief aus der assyrischen Hauptstadt Kalchu/Nimrud
(BM 298477001, © The Trustees of the British Museum. Shared under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) licence.)
Sind wir heute krank, nehmen eine Tablette, lassen uns vom Arzt eine Spritze geben oder gehen direkt ins Krankenhaus – wir haben alle Möglichkeiten einer wissenschaftsbasierten Medizin. Doch welche Möglichkeiten hatte man im alten Orient, wenn man krank war? Wir folgen heute der Krankengeschichte eines fiktiven Babyloniers namens Amel-Marduk und sehen, wie er genest. Auch wenn die Rahmenhandlung erfunden ist, sind sämtliche darin genannten Heilmethoden in allen Details durch altorientalische Textquellen belegt.
Artikel "Krankheiten" im Reallexikon der Assyriologie: (s. https://publikationen.badw.de/de/rla/index#6646)
Texte zur Umwelt des Alten Testaments Bd. 5: Texte zur Heilkunde (Einleitungen & Originaltexte)
S. Maul, "Die Heilkunst des Alten Orients", in Karenberg/Leitz (Hrsg.): Heilkunde und Hochkultur II: ‚Magie und Medizin‘ und ‚Der alte Mensch‘ in den antiken Zivilisationen des Mittelmeerraumes (Link zum Artikel: https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/965/1/MaulDieHeilkunstdesOrients_2002.pdf)
E. Schmidtchen: Mesopotamische Diagnostik. Untersuchungen zu Rekonstruktion, Terminologie und Systematik des babylonisch-assyrischen Diagnosehandbuches und eine Neubearbeitung der Tafeln 3–14, Berlin/Boston DeGruyter 2021.
D. Goltz: Studien zur altorientalischen und griechischen Heilkunde, Wiesbaden Steiner 1974
A. Karenberg / C.Leitz (Hrsg.): Heilkunde und Hochkultur I. Geburt, Seuche und Traumdeutung in den antiken Zivilisationen des Mittelmeerraumes, Münster LIT Verlag 2020
S. Maul: Bannlösung (nam-érim-búr-ru-da). Die Thearapie eines auf eidliche Falschaussage zurückgeführten Leidens, Wiesbaden Harrassowitz 2019 (= Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft 155)
Soundediting: Taichuan Tang
Soundeffekte (von Pixabay):
Desert Sun – Sound Effect by drmseq
Middle East – Music by AlexiAction
Singing bowl gong – Sound Effect by zambolino (Freesound)
Muslim Sorrow – Music by SergeQuadrado
Ambient horror 0.5 – Music by Roby-Mazz
Atmospheric mysterious ambiance music – Music by TheoJT
Ancient Ambient – Music by SamuelFJohanns
Medieval Ambient– Music by DeusLower
Abbildung: Robert A. Thom (1951): "Pharmacy in Babylonia, 2600 B.C."
Während heutige Staatsoberhäupter ins Flugzeug steigen oder zum Telefon greifen können, wenn sie miteinander in Kontakt treten wollen, mussten sich die Könige der spätbronzezeitlichen Reiche auf Boten verlassen, die hunderte von Kilometern zurücklegten und mit Keilschrift beschriebene Tontafeln von einer zur anderen Residenz brachten. Doch auch unter diesen Bedingungen entwickelte sich eine weitgespante Diplomatie zwischen den Reichen Vorderasiens und Ägyptens. In dieser Folge lesen wir in der Korrespondenz der babylonischen und hethitischen Könige mit dem ägyptischen Pharao!
Literatur (Auswahl):
R. Cohen, R. Westbrook (Hrsg.): Amarna Diplomacy. The Beginnings of International Relations, Baltimore 2000.
A. Rainey: The El-Amarna correspondence: a new edition of the cuneiform letters from the site of El-Amarna based on collations of all extant tablets, Leiden 2015
Soundediting: Taichuan Tang
Soundeffekte (von Pixabay):
Desert Sun – Sound Effect by drmseq
Middle East – Music by AlexiAction
Arabic Sadness – Music by SergeQuadrado
Desert Voices – Music by ArtSlop_Flodur
Arabic – Music by MusicForVideos
Nomadic Sunset – Music by nakaradaalexander
Egypt Expedition - PhrygDom – Music by SamuelFJohanns
Abbildung: Karte des alten Orients (französische Version); Wikipedia; © Zunkir (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Moyen_Orient_Amarna_1.png)
Wie klangen eigentlich die großen Sprachen des alten Orients, Akkadisch, Sumerisch oder Hethitisch? Wie kann man das überhaupt wissen? Und wie viele Sprachen wurden im Vorderen Orient über die 3000 Jahre altorientalischer Geschichte hinweg noch gesprochen? Diesen Fragen gehen wir in der 12. Folge unseres Podcasts nach, unter anderem mit Hörbeispielen, eingesprochen von Dozierenden und Studierenden des Leipziger Instituts.
Literatur (in Auswahl):
M. P. Streck, Sprachen des Alten Orients, 4. Auflage, WBG, Darmstadt 2021
M. P. Streck, Altorientalistik. Einführung, Nomos, Baden-Baden 2023 Kapitel 8
J. S. Cooper, Reallexikon der Assyriologie, Lemma "Sumer, Sumerisch", § 6 "The Sumerian Question/Problem". Online einzusehen unter https://publikationen.badw.de/de/rla/index#11193.
Soundediting: Taichuan Tang
Soundeffekte (von Pixabay):
Desert Sun – Sound Effect by drmseq
Arabic Sadness – Music by SergeQuadrado
Middle East – Music by AlexiAction
Nomad Places: Desert Middle Eastern – Music by FreeGroove
Abbildung: "The Confusion of Tongues" (Ausschnitt), © The President and Fellows of Harvard College. (https://harvardartmuseums.org/collections/object/342322)
Die Stadt Mari ist in der altbabylonischen Periode – der Zeit nach 2000 v. Chr. – einer der am besten bezeugten Orte ganz Mesopotamiens. Besonders bekannt ist König Schamschi-Adad, dessen gut erhaltene, extensive Korrespondenz tiefe Einblicke in die Geschichte seiner Zeit erlaubt. Dabei hat der König insbesondere mit seinem Sohn Jasmach-Addu immer wieder Scherereien…
D. Charpin 2004:
J.-M. Durand 1997, 1998, 2000:
A. Parrot 1945:
N. Wasserman, Y. Bloch 2023:
Soundeffekte (von Pixabay):
Desert Sun – Sound Effect by drmseq
Arabian – Music by SergeQuadrado
Middle East – Music by AlexiAction
Nomad Places: Desert Middle Eastern – Music by FreeGroove
Desert Voices – Music by ArtSlop_Flodur
Arabic Sadness – Music by SergeQuadrado
Im 24. Jh. vor Chr. bildete sich in Mesopotamien das erste große Reich unter den Königen der Dynastie von Akkad. Die beiden wichtigsten Herrscher dieser Dynastie, Scharru-ken und Naram-Suʾen, gruben sich tief ins kulturelle Gedächtnis Mesopotamiens ein. Um diese beiden Könige entstanden in späterer Zeit zahlreiche Legenden, in denen Scharru-ken als positiver, Naram-Suʾen hingegen als negativer Herrscher gezeichnet wurden. In der heutigen Folge wollen wir der Geschichte des Reiches von Akkad und auch der Legendenbildung nachspüren.
Literatur (in Auswahl):
W. Sommerfeld, Artikel Sargon von Akkade im Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie Bd. 12, S. 44-49 (s. https://publikationen.badw.de/de/rla/index#10408)
D. Frayne, Artikel Narām-Sîn A. im Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie Bd. 9, S. 169-174 (s. https://publikationen.badw.de/de/rla/index#8286)
J. G. Westenholz, Legends of the Kings of Akkade (Eisenbrauns 1997)
D. Frayne, The Royal Inscriptions of Mesopotamia. Early Periods. Volume II. The Sardonic and Gutian Periods (2334-2113 BC) (Toronto 1993)
Soundediting: Taichuan Tang
Abbildung: Stele des Narām-Suen, Abbildung des Louvre © 2009 GrandPalaisRmn (musée du Louvre) / Frank Raux (s. https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010123450)
Die Keilschrift ist eine der ersten Schriften der Menschheit, vielleicht sogar die erste. Erfunden in Sumer, im Süden Mesopotamiens, war sie 3000 Jahre lang im Gebrauch. Bis zu ihrem Aussterben kurz nach der Zeitenwende bedienten sich zahlreiche Kulturen der Keilschrift, um ihre Sprachen auf Ton und Stein zu verewigen. Erst anderthalb Jahrtausende nach ihrem Verschwinden wurde dieses komplexe Schriftsystem wiederentdeckt und nach und nach entziffert. Heute bilden Keilschriftquellen den Grundstein der wissenschaftlichen Disziplin Altorientalistik.
In dieser Folge erklären wir, wie die Keilschrift aussieht, wie sie funktioniert, wie man sie im Altertum gelernt hat und wie wir heute mit ihr umgehen.
(00:00) Intro
(00:48) Einleitung
(01:56) Was ist Schrift?
(03:33) Die Erfindung der Schrift im Mythos
(04:38) Alles begann in Uruk
(06:34) Vorläufer der Schrift
(08:46) Anatomie einer Keilschrifttafel
(10:19) Schreib- und Leserichtung
(12:57) Vom Bild zum Keil
(13:48) Wie viele Keilschriftzeichen gibt es?
So funktioniert die Keilschrift:
(14:52) Logogramme
(15:44) Phonogramme
(17:05) Determinative
(18:08) Polyphonie
(19:17) Schule in Mesopotamien
(21:29) Das Leiden eines jungen Schreiberschülers
(23:22) Der Ausbildungsweg
(26:47) Hochgelehrte Könige: Schulgi und Aschur-bani-apli
(30:25) Die moderne Wiedergabe von Keilschrift
(31:44) Outro
Literatur (in Auswahl):
Manfred Krebernik, Hans J. Nissen, Die sumerisch-akkadische Keilschrift, in: Günther & Ludwig (Hrsg.), Schrift und Schriftlichkeit – Writing and its Use (Berlin/New York 1996), S. 274–288.
Michael P. Streck, Altorientalistik. Einführung (Baden-Baden 2023), Kap. 7.
Die Übersetzung von „Edubba A“ ist entnommen aus: Konrad Volk, Erzählungen aus dem Lande Sumer (Wiesbaden 2015).
Aktuelle Forschung: K. Kelley, M. Cartolano, S. Ferrara, Seals and signs: tracing the origins of writing in ancient South-west Asia. Antiquity (2024), S. 1-19. doi:10.15184/aqy.2024.165 .
Soundeffekte:
Desert Sun Sound Effect by drmseq from Pixabay
Middle East Music by AlexiAction from Pixabay
Arabian Music by SergeQuadrado from Pixabay
Desert Voices Music by ArtSlop_Flodur from Pixabay
Nomad Places - Desert Middle Eastern Music by FreeGroove from Pixabay
Soundediting: Taichuan Tang
Abbildung:
Glasierter Ziegel mit Inschrift Tukulti-Ninurta des II. (BM 115705), nach W. Andrae, „Farbige Keramik aus Assur und ihre Vorstufen in altassyrischen Wandmalereien“ (Berlin 1923), Tafel 7.
In altorientalischer Vorstellung war die Welt bevölkert von übernatürlichen Wesen. Man glaubte an die Existenz von Dämonen und Geistern, die für Unglück und Krankheit sorgten; an magische Kräfte, die zu Segen oder Fluch eingesetzt werden konnten. In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die unheimlichen Seiten des Alten Orients.
(00:00) Intro
(00:38) Einleitung
(02:18) Babybeschwörung
(03:20) Beschwörung gegen den Skorpion
(04:13) Dämonen
(05:35) Die gefürchtete Lamaschtu
(08:16) How to: ein Ritual gegen Lamaschtu
(09:55) Der Böse Blick
(12:04) Hexerei und Gesetz
(14:51) Schadenszauber - Abwehrzauber
(18:10) Totengeister
(21:06) Zombies?
(21:43) Outro
Literatur (in Auswahl):
Walter Farber (1989): "Schlaf Kindchen, schlaf!" - Mesopotamische Babybeschwörungen und -rituale (Mesopotamian Civilizations, 2).
Soundeffekte (from Pixabay):
Desert Sun: Sound Effect by drmseq
Soundediting: Taichuan Tang
Titelbild: Pazuzu © 2007 Musée du Louvre, Dist. GrandPalaisRmn / Thierry Ollivier
From the publisher's feed