
Sign up to save your podcasts
Or


Pssst! Bitte ganz leise sein, sonst geht der Alarm los. Mit jeder Menge Neugier und enorm vielen Fragezeichen zur Entstehung des Films haben wir uns Jules Dassins (ein Amerikaner!) Rififi gewidmet. Wir sind mit einem illustren Quartett in ein Juwelier-Geschäft inmitten von Paris eingestiegen. Dennoch galt auch schon Mitte der 50er Jahre: Verbrechen lohnt sich nicht.
Französsicher Trailer:
Englischer Trailer:
Jules Dassin drehte in Hollywood einige Filme. Max kann sich aber bei der Aufnahme nicht daran erinnern, dass Markt der Diebe (Thieves‘ Highway) gesehen und daheim stehen hat. Bezeichnenderweise ist dies der letzte Film Dassins gewesen, ehe er von Regiekollege Edward Dmytryk gegenüber dem House Unamerican Commitee „verraten“ worden ist. Mit dem in London gedrehten Die Ratte von Soho (Night and the City) begann Dassins Exil in Europa. Durch die antikommunistische Haltung Amerikas war Dassin nicht nur eine persona non grata, sondern entsprechend auch auf der Schwarzen Liste, sprich er konnte nicht mehr als Regisseur in den USA arbeiten. Doch der Druck ging noch weiter. Sobald Dassin in Europa nur in die Nähe eines Filmprojektes kam, bekamen die entsprechenden Filmproduzenten Anrufe aus den USA, in denen ihnen erklärt wurde, dass Filme von/mit Dassin nicht in den USA verliehen werden würden. Und auch folgende Filme der entsprechenden Produzenten.
Dennoch kam es nach Jahren der „Arbeitslosigkeit“ doch in Paris zum Dreh von Rififi chez les hommes. Erst gegen Anfang der 60er konnte Dassin wieder in Amerika arbeiten. In Rififi gab es dann auch ein Besetzungsproblem. Die Lösung? Als „Perlo Vita“ sprang Jules Dassin einfach selbst in die Rolle des Italieners Cesar. ACHTUNG (evtl.) SPOILER Laut Dassins eigener Aussage ist Cesars letzte Szene im Film ein direkter Einfluss von Dassins Leben, der sich ebenfalls von Freunden verraten fühlte. SPOILER ENDE
Der Film im Netz: OFDb* | IMDb | moviepilot | Letterboxd
By Christian & Max5
11 ratings
Pssst! Bitte ganz leise sein, sonst geht der Alarm los. Mit jeder Menge Neugier und enorm vielen Fragezeichen zur Entstehung des Films haben wir uns Jules Dassins (ein Amerikaner!) Rififi gewidmet. Wir sind mit einem illustren Quartett in ein Juwelier-Geschäft inmitten von Paris eingestiegen. Dennoch galt auch schon Mitte der 50er Jahre: Verbrechen lohnt sich nicht.
Französsicher Trailer:
Englischer Trailer:
Jules Dassin drehte in Hollywood einige Filme. Max kann sich aber bei der Aufnahme nicht daran erinnern, dass Markt der Diebe (Thieves‘ Highway) gesehen und daheim stehen hat. Bezeichnenderweise ist dies der letzte Film Dassins gewesen, ehe er von Regiekollege Edward Dmytryk gegenüber dem House Unamerican Commitee „verraten“ worden ist. Mit dem in London gedrehten Die Ratte von Soho (Night and the City) begann Dassins Exil in Europa. Durch die antikommunistische Haltung Amerikas war Dassin nicht nur eine persona non grata, sondern entsprechend auch auf der Schwarzen Liste, sprich er konnte nicht mehr als Regisseur in den USA arbeiten. Doch der Druck ging noch weiter. Sobald Dassin in Europa nur in die Nähe eines Filmprojektes kam, bekamen die entsprechenden Filmproduzenten Anrufe aus den USA, in denen ihnen erklärt wurde, dass Filme von/mit Dassin nicht in den USA verliehen werden würden. Und auch folgende Filme der entsprechenden Produzenten.
Dennoch kam es nach Jahren der „Arbeitslosigkeit“ doch in Paris zum Dreh von Rififi chez les hommes. Erst gegen Anfang der 60er konnte Dassin wieder in Amerika arbeiten. In Rififi gab es dann auch ein Besetzungsproblem. Die Lösung? Als „Perlo Vita“ sprang Jules Dassin einfach selbst in die Rolle des Italieners Cesar. ACHTUNG (evtl.) SPOILER Laut Dassins eigener Aussage ist Cesars letzte Szene im Film ein direkter Einfluss von Dassins Leben, der sich ebenfalls von Freunden verraten fühlte. SPOILER ENDE
Der Film im Netz: OFDb* | IMDb | moviepilot | Letterboxd

1 Listeners

14 Listeners