Warum? Darum!

Warum sollte man nicht auf Wunden pusten?


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Viele kennen es noch aus der Kindheit: Nach einem Sturz wird kurz auf die Schürfwunde gepustet – und schon scheint der Schmerz etwas nachzulassen. Doch so tröstlich diese Geste auch ist, aus medizinischer Sicht ist sie keine gute Idee.

Tatsächlich kann das Pusten zunächst angenehm wirken. Die kühle Luft verschafft kurzfristig Linderung und die Zuwendung von Eltern oder Großeltern vermittelt Trost und Geborgenheit. Gerade bei Kindern kann dieser psychologische Effekt den Schmerz subjektiv verringern.

Allerdings gelangen beim Pusten auch kleine Mengen von Keimen und Bakterien aus der Atemluft direkt auf die offene Wunde. Dadurch steigt das Risiko, dass sich die Verletzung entzündet. Ein weiterer Nachteil: Wird zu lange oder zu stark gepustet, kann die Wunde austrocknen. Für eine optimale Heilung benötigen die Zellen jedoch ein leicht feuchtes Wundmilieu.

Die bessere Alternative ist daher, frische Wunden gründlich mit sauberem Wasser zu reinigen, Schmutz vorsichtig zu entfernen und die Verletzung anschließend mit einem möglichst keimfreien Pflaster oder Verband abzudecken. So wird das Infektionsrisiko reduziert und die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers bestmöglich unterstützt.

Auch wenn das Pusten auf eine Wunde also ein liebevoll gemeinter Reflex ist, hilft eine sorgfältige Wundversorgung langfristig deutlich mehr.

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Warum? Darum!By Berliner Rundfunk 91.4


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