weltbewegt

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By Ein Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW)Science
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weltbewegt episodes

  • Monika Schnitzer: „Made in Germany“
    Zum Inhalt 

    Bürokratie und Regulierungen, hohe Energiepreise, Konkurrenzdruck aus China, Fachkräftemangel, Insolvenzwellen oder schwache Investitionen - die deutsche Wirtschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen. Aber es gibt auch Grund zur Hoffnung: Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum zuletzt deutlich nach oben korrigiert. Wie also geht es weiter? Welchen Einfluss hat Künstliche Intelligenz auf den Arbeitsmarkt? Was passiert mit den Renten? Oder wie lässt sich die gesetzliche Krankenversicherung in Zukunft finanzieren? Um das und mehr geht es in der heutigen Folge. 

    > Zu den Folien aus Monika Schnitzers Vortrag

    In den viermal jährlich stattfindenden Max-Weber-Lectures wollen die Bayerische Akademie der Wissenschaften und die Münchner Volkshochschule die gegenwärtigen Umbrüche ausgehend von Max Webers Analyse moderner Gesellschaften rational begreifen. Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen geben Impulse, unsere Gegenwart in ihrer Vielschichtigkeit neu zu verstehen. 

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der BAdW

    Prof. Dr. Monika Schnitzer ist seit Oktober 2022 Vorsitzende des Sachverständigenrats der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das auch als „Wirtschaftsweise“ bekannte Gremium veröffentlicht regelmäßig Gutachten zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Schnitzer lehrt als Professorin für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und ist Mitglied der BAdW.

    Moderation: Christina Metallinos (Bayerischer Rundfunk)

    1 hr 25 min
  • Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart
    Zum Inhalt 

    Die globale Ordnung durchlebt erneut eine Phase grundlegender Veränderungen. Der russische Angriff auf die Ukraine, Chinas expandierender Einfluss im Indo-Pazifik und die Neuausrichtung der US-Außenpolitik stellen bestehende Annahmen in Frage und verändern die weltweiten Machtverhältnisse. In diesem Kontext gewinnt der Begriff des Imperialismus wieder an Bedeutung in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion. Handelt es sich dabei um ein überholtes Phänomen der Vergangenheit oder um ein wiederkehrendes Muster der Neuzeit, das sich in neuer Form bis heute fortsetzt?

    Der Eröffnungsvortrag „Imperialismus. Über ein Muster der neuzeitlichen Geschichte“ nimmt diese Fragestellung als Ausgangspunkt und lädt dazu ein, aktuelle Entwicklungen vor dem Hintergrund langfristiger historischer Strukturen zu betrachten. Daraus ergeben sich zentrale Fragen: Welche Formen von Herrschaft, Einfluss und Expansion prägen die heutige internationale Ordnung, und welche Folgen hat dies für Europa und seine Position in einer immer stärker fragmentierten Welt?

    Diese und weitere Aspekte werden bei der Eröffnungsveranstaltung der Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Neoimperialismus als Herausforderung der Gegenwart“ diskutiert. Die neue AG der Bayerischen Akademie der Wissenschaften untersucht neoimperiale Strategien Russlands, Chinas und der USA vor dem Hintergrund einer erschütterten internationalen Ordnung. Sie verbindet dabei vergleichende, interdisziplinäre Forschung mit verschiedenen Dialogformaten, die sich an Politik und Öffentlichkeit richten.

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

    Vortrag "Imperialismus. Über ein Muster der neuzeitlichen Geschichte": Prof. Dr. Jörn Leonhard (Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

    Es diskutieren: 
    Prof. Dr. Jörn Leonhard
    Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (Geschichte Ost- und Südosteuropas, Ludwig-Maximilians-Universität München / BAdW)
    Prof. Dr. Carlo Masala (Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Universität der Bundeswehr München / BAdW)
    Prof. Dr. Heike Paul (Amerikanistik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg / BAdW)
     

    2 hr 8 min
  • Wozu Regeln? Zwischen Orientierung, Freiheit und Zumutung
    Zum Inhalt

    Regeln prägen unser Leben: Sie geben Halt, schaffen Ordnung und ermöglichen das Zusammenleben in komplexen Gesellschaften. Ob in Sprache, Recht oder sozialem Miteinander – sie durchdringen fast alle Bereiche unseres Alltags. Kinder erwerben schon früh kulturspezifische Normen, die sie im Erwachsenenalter als natürlich empfinden. Doch Regeln sind oft umstritten. Warum brauchen wir sie überhaupt? Warum suchen wir sie selbst dann, wenn sie uns einengen oder als Zumutung erscheinen?

    Der Akademie Salon lädt zu einer interdisziplinären Reflexion ein – über die Macht der Regeln, ihre Notwendigkeit und die Grenzen, an denen wir sie immer wieder neu verhandeln. Den Auftakt bildet ein Impuls zu den Zehn Geboten, einem der ältesten und einflussreichsten Regelwerke der Menschheitsgeschichte. Anschließend fragen wir, wie sich Regeln über die Zeit entwickelt haben und wie sie heute gestaltet sein müssen, um einer sich wandelnden Welt gerecht zu werden. Wir werfen außerdem einen vertieften Blick ins Tierreich und auf das Familienrecht. Und schließlich geht es um die Frage: Wie viele Regeln brauchen wir, um frei zu sein, und wer entscheidet, was „zu viel“ oder „zu wenig“ ist?

    In Ergänzung zu ihrem vielfältigen öffentlichen Veranstaltungsangebot bietet die BAdW mit dem Format „Akademie Salon“ eine neue Plattform, um mit ausgewählten Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Medien über Forschungsthemen am Puls der Zeit und die Herausforderungen der Zukunft zu diskutieren.

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

    Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der BAdW

    Impulsvortrag “Moses Vermächtnis. Von göttlichen und menschlichen Gesetzen” von Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf, em. Professor für Systematische Theologie und Ethik an der LMU München / BAdW

    Gespräch mit: 

    Prof. Dr. Lorraine Daston, em. Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

    Prof. Dr. Daniel Haun, Leiter der Abteilung für vergleichende Kulturpsychologie am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie 

    Dr. Charlotte Wendland, Akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung der LMU München / BAdW

    Moderation: 

    Dr. Sibylle Anderl, Leiterin des Ressorts WISSEN der ZEIT

    Andreas Bönte, Journalist und bis 2025 stellvertretender Programmdirektor Kultur beim Bayerischen Rundfunk

    Foto: Kai Neunert

    1 hr 43 min
  • Angst vor dem Wissen
    Zum Inhalt 

    Eine funktionierende Demokratie ist auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Aktuelle Ereignisse sollen in größere Zusammenhänge eingeordnet und öffentliche Debatten mit wissenschaftlichen Befunden unterfüttert werden. Dabei schwindet in Teilen der Bevölkerung das Vertrauen in die Wissenschaft. Womöglich auch, da in der Wissenschaft häufig Fragen nachgegangen wird, ohne auf eine unmittelbare Nutzbarmachung für die Gesellschaft zu achten; und diese Fragen in Fachsprachen beantwortet werden, die für die Öffentlichkeit schwer zu verstehen sind. Ein Dilemma für die informierte Gesellschaft.

    Wie erklärt sich das Misstrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Gibt es gar eine Angst vor dem Wissen, und warum? Wie können Wissenschaft und Gesellschaft besser verzahnt werden, um den großen Problemen unserer Zeit gerecht zu werden? Und besteht noch Hoffnung auf eine informierte Gesellschaft? Und wie seit langem nicht mehr, wird die Wissenschaft angegriffen, lächerlich gemacht und in Frage gestellt. Über diese Fragen diskutieren Michel Friedman und Harald Lesch.

    > Zur Video-Aufzeichnung des Gesprächs

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Michel Friedman ist ein deutsch-französischer Jurist, Philosoph, Publizist, Autor und Moderator. Er ist Honorarprofessor an der Frankfurt University of Applied Sciences und war Geschäftsführender Direktor des Center for Applied European Studies (CAES).

    Harald Lesch ist Professor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München. 

    Moderation: Marlene Weiß, Leiterin des Ressorts Wissenschaft der Süddeutschen Zeitung

    1 hr 26 min
  • Gesellschaft - Was ist das eigentlich?
    Zum Inhalt 

    Wir leben in einer Zeit der Umbrüche und krisenhaften Veränderungen. Weltpolitisch zerbricht die Nachkriegsordnung. Gesellschaftspolitisch ist der Rechtspopulismus auf dem Vormarsch, nicht nur in Deutschland. Die demokratische Legitimität schwindet. All diese Entwicklungen verlangen nach reflektierten und differenzierten Erklärungen. In den viermal jährlich stattfindenden Max-Weber-Lectures wollen die Bayerische Akademie der Wissenschaften und die Münchner Volkshochschule die gegenwärtigen Umbrüche ausgehend von Max Webers Analyse moderner Gesellschaften rational begreifen. Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen geben Impulse, unsere Gegenwart in ihrer Vielschichtigkeit neu zu verstehen. Zum Auftakt denken wir zusammen mit dem Soziologen Armin Nassehi (LMU München) darüber nach, vor welchen Herausforderungen und Umbrüchen jene Welt steht, die sich als „Gesellschaft“ versteht.

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der BAdW und Marina May, Programmdirektorin der Münchner Volkshochschule (MVHS)

    Prof. Dr. Armin Nassehi ist Vizepräsident der Ludwig-Maximilians-Universität München und beurlaubter Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie

    Moderation: Heike Schmoll, Politische Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

     

    1 hr 24 min
  • Mythos Seidenstraße
    Zum Inhalt

    Die „neue Seidenstraße“ ist eine gigantische Infrastruktur- und Investitionsinitiative in China, die an den historischen Mythos der alten Seidenstraße erinnern soll. Nicht nur im Rahmen dieser Initiative hat China in den vergangenen Jahren einen massiven Ausbau von Land- und Wasserwegen betrieben, um Handel zu fördern, neue Märkte zu erschließen und seinen globalen Einfluss zu stärken. Welche Ziele verfolgt China mit dieser „Belt and Road Initiative“? Wie sehen die Antworten Europas auf diese Herausforderung aus? Welche Chancen und Risiken birgt der Aufstieg Chinas? Und inwieweit taugt die historische Seidenstraße als Vorbild für heutige Entwicklungen? Darum geht es in der heutigen Folge.

    Wer spricht


    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    SWR-Redakteurin Violetta Hagen spricht mit der China- und Wirtschaftsexpertin Professorin Doris Fischer von der Universität Würzburg sowie mit zwei Professoren von der LMU München: dem Indien-Experten Jens-Uwe Hartmann (BAdW) und dem Europahistoriker Kiran Klaus.

    1 hr 18 min
  • Ukraine-Krieg: Gespräch mit Katja Petrowskaja & Martin Schulze Wessel
    Zum Inhalt 

    Die Autorin Katja Petrowskaja, die für ihr Buch „Vielleicht Esther“ mehrfach ausgezeichnet wurde, u. a. mit dem Aspekte-Literaturpreis, hat sich von Anfang an auch literarisch mit dem Ukraine-Krieg beschäftigt. Ihr jüngstes Buch ist ihm gewidmet: In „Als wäre es vorbei“ sind die Fotokolumnen versammelt, die sie seit dem Februar 2022 für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung geschrieben hat. Dabei handelt es sich um eindringliche Text-Bild-Kompositionen, die angesichts dessen, was sich tagtäglich ereignet, unsere Seh- und Lesegewohnheiten in Frage stellen. Der Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel hat zahlreiche Essays in überregionalen Medien veröffentlicht, die den Krieg aus einer historischen Perspektive beleuchten. 2023 erschien sein Buch „Der Fluch des Imperiums. Die Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte“, das den russischen Angriff im Kontext der russischen Imperiengeschichte seit dem 18. Jahrhundert erklärt. Sein neuestes, am 10. November erscheinendes Buch „Die übersehene Nation. Deutschland und die Ukraine seit dem 19. Jahrhundert“ handelt von den Leerstellen der deutschen Wahrnehmung der Ukraine. Es erklärt, weshalb sich Deutschland mit der Unterstützung der Ukraine lange schwertat und eröffnet einen neuen Blick auf die Geschichte der deutsch-ukrainischen Beziehungen.

    > In der Veranstaltung gezeigte Fotos

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der BAdW

    Katja Petrowskaja ist Autorin

    Prof. Dr. Martin Schulze Wessel ist Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der LMU München und Mitglied der BAdW

    Moderation: Cathrin Kahlweit, Journalistin

    1 hr 22 min
  • „Der Elefant im Porzellanladen“
    Zum Inhalt 

    Auma Obama zeigt in ihrem Vortrag auf, wie globale wirtschaftliche und politische Interessen ökologische Gleichgewichte und nachhaltige Entwicklung auf dem Kontinent beeinflussen – und welche Perspektiven afrikanische Gemeinschaften selbst auf eine zukunftsfähige Landwirtschaft haben. Der Vortrag regt zum Nachdenken über Verantwortung, Eigenständigkeit und nachhaltige Kooperation im globalen Kontext an. 

    Kleine Mängel in der Tonqualität bitten wir zu entschuldigen. 
     

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Begrüßung: Prof. Dr. Markus Schwaiger, Präsident der BAdW; Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth

    Dr. Auma Obama ist kenianische Autorin, Wissenschaftlerin und international anerkannte Fürsprecherin für nachhaltige Entwicklung und die Stärkung junger Menschen

    54 min
  • Kernfusion – Energiequelle der Zukunft?
    Zum Inhalt

    Seit Jahrzehnten weckt die Kernfusion Hoffnungen auf saubere, sichere und nahezu unbegrenzt verfügbare Energie. Doch wie realistisch ist ihr Beitrag für den Energiemarkt der Zukunft? Soll sie bestehende erneuerbare Technologien ergänzen – oder steht sie in Konkurrenz zu ihnen? Und wie kann ein angemessener Rechtsrahmen für die Kernfusion aussehen? Am 26. September dieses Jahres fand ein interdisziplinäres Symposium unter der wissenschaftlichen Leitung von Markus Ludwigs, Karl Mannheim und Kyrill-Alexander Schwarz an der Universität Würzburg statt. Neben dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz war auch die Bayerische Akademie der Wissenschaften Kooperationspartnerin und unterstützte das Symposium über das Forum Technologie und das Schelling-Forum. Zum Abschluss der Veranstaltung fand ein Podiumsgespräch statt, bei dem die Bedeutung der Kernfusion und ihr Verhältnis zu den erneuerbaren Energien in den Blick genommen wurde.

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Moderation: Prof. Dr. Ulrich Wagner (TUM/BAdW)

    Prof. Dr. Hans-Martin Henning (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE), Prof. Dr. Harald Lesch (LMU München), Prof. Dr. Thorsten Müller (Stiftung Umweltenergierecht), Prof. Dr. Karen Pittel (ifo Institut für Wirtschaftsforschung) und Prof. Dr.-Ing. Jan Wörner (acatech)

    52 min
  • Die Rückkehr des Krieges
    Zum Inhalt

    Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist der Krieg in vollem Umfang nach Europa zurückgekehrt. Seit Februar 2022 tobt der Krieg, der Zehntausenden das Leben gekostet und Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben hat. Russlands Krieg gegen die Ukraine verfolgt nicht nur das Ziel einer Annexion ukrainischer Territorien, sondern richtet sich auf weiterreichende Ziele, die die europäische Sicherheitsarchitektur betreffen.

    Auf dem Podium wurden zentrale Fragen diskutiert: Welche ideologischen und historischen Vorstellungen liegen der russischen imperialen Politik zugrunde? Inwieweit speist sich Russlands militärisches Handeln aus alten Großmachtphantasien? Mit welchem militärischen Potenzial wurde diese Politik betrieben? Und schließlich: Wie kann eine europäische Sicherheitsarchitektur aussehen, die dieser Herausforderung angemessen Rechnung trägt?

    Unter der Moderation der Journalistin Cathrin Kahlweit diskutierten der Politikwissenschaftler Carlo Masala, der Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel und die Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin diese drängenden Fragen – auch im regen Austausch mit dem Publikum. Die Veranstaltung bot Einblicke in die historischen, politischen und sicherheitspolitischen Dimensionen eines Krieges, der Europa nachhaltig veränderte.

    Wer spricht

    Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation der BAdW

    Prof. Dr. Carlo Masala ist Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München und seit 2024 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er ist ein vielgefragter Experte für bewaffnete Konflikte.

    Dr. Jana Puglierin ist Senior Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations und seit Januar 2020 Leiterin des Berliner Büros. Von Dezember 2015 bis Dezember 2019 leitete sie das Alfred von Oppenheim Zentrum für Europäische Politik der DGAP und war von September 2013 bis November 2015 wissenschaftlicher Fellows des Berliner Forum Zukunft.bewaffnete Konflikte.

    Prof. Dr. Martin Schulze Wessel ist Professor für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Von 2012 bis 2016 war er Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands.

    Moderation: Cathrin Kahlweit, Journalistin und Publizistin. Zuvor studierte sie Politikwissenschaft und Russisch. Für die Süddeutschen Zeitung berichtete sie als Sonderkorrespondentin für Mittel- und Osteuropa insbesondere über den Krieg in der Ukraine.

    1 hr 22 min

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