Welthandelsplatz 1

Welthandelsplatz 1

By Wirtschaftsuniversität WienBusinessScienceSocial Sciences
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Welthandelsplatz 1 episodes

  • 007 Wenn die KI halluziniert: Warum Sprachmodelle falsche Antworten liefern
    Über Halluzinationen, erfundene Quellen und die Suche nach verlässlicher KI

    Warum liefert KI manchmal überzeugende, aber falsche Antworten?

    WU-Forscher Axel Polleres erklärt im Gespräch mit Karin Heitzmann, wie moderne Sprachmodelle funktionieren, warum Fehler entstehen und wie verlässlichere KI-Systeme entwickelt werden können.

    Künstliche Intelligenz und Sprachmodelle wie ChatGPT sind für viele Menschen längst Teil des Alltags geworden, sei es im Beruf, in der Forschung oder im Studium. Wer KI regelmäßig nutzt, kennt auch ihre Schwächen: Quellen existieren plötzlich nicht, Autor*innen werden erfunden und falsche Informationen werden selbstbewusst als Fakten präsentiert. Aber warum halluziniert KI eigentlich?

    In dieser Folge von Welthandelsplatz 1, dem Wissenspodcast der WU Wien, spricht Karin Heitzmann mit Axel Polleres, Professor für Data and Knowledge Engineering an der WU Wien, darüber, wie moderne Sprachmodelle funktionieren und warum sie manchmal überzeugend klingen, aber falsche Antworten geben.

    Axel Polleres hat das selbst ausprobiert: Er fragte ein Sprachmodell nach seinen wichtigsten wissenschaftlichen Publikationen. Die meisten genannten Arbeiten waren zwar korrekt, aber die KI schrieb ihm auch Publikationen zu, an denen er nie beteiligt war, und erfand sogar eine Arbeit, die überhaupt nicht existiert.

    Der Grund dafür liegt in der Funktionsweise von Large Language Models: Sie speichern Wissen nicht wie eine klassische Datenbank, sondern erkennen statistische Muster in riesigen Mengen von Texten. Vereinfacht gesagt berechnen sie, welche Wörter oder Wortfolgen in einem bestimmten Zusammenhang besonders wahrscheinlich sind. Dadurch können sie erstaunlich gute Antworten formulieren, aber auch plausibel klingende Fehler produzieren.

    Karin Heitzmann und Axel Polleres sprechen darüber, warum es gerade bei Quellenrecherche, wissenschaftlichen Publikationen, Zahlen und Fakten wichtig ist, Antworten von ChatGPT und anderen KI-Systemen nicht blind zu vertrauen, sondern zu überprüfen. Denn KI-Systeme neigen dazu, Nutzer*innen zuzustimmen und Gespräche möglichst reibungslos fortzuführen.

    Dabei erklärt Polleres auch, wie Forschende Sprachmodelle mit sogenannten Knowledge Graphs verbinden. Diese strukturierten Wissensmodelle helfen dabei, KI-Antworten auf Plausibilität zu prüfen. Wie das praktisch funktioniert, zeigt ein Forschungsprojekt zu Unfallberichten im europäischen Bahnverkehr.

    Dass die Entwicklung der KI nicht linear abläuft, zeigt ein kurzer Blick in die Geschichte der künstlichen Intelligenz und den sogenannten KI-Winter. Das sind Phasen, in denen große Erwartungen an die Technologie auf technische Grenzen trafen.

    Und bei allem technologischen Fortschritt bleibt für Axel Polleres eine Frage besonders wichtig: Wen sollen wir eigentlich fragen – und mit wem sollen wir reden?

    Denn KI kann uns unterstützen, aber das persönliche Gespräch und der Austausch mit anderen Menschen bleiben unverzichtbar, gerade wenn es darum geht, Informationen kritisch zu prüfen, zu hinterfragen und gemeinsam zu bewerten.

    Zu Gast:

    Axel Polleres ist Professor für Data and Knowledge Engineering an der WU Wirtschaftsuniversität Wien. Seine Forschung beschäftigt sich unter anderem mit Datenintegration, Datenqualität, Knowledge Graphs und künstlicher Intelligenz.

    Host:

    Karin Heitzmann ist Professorin am Institut für Sozialpolitik der WU Wien sowie Leiterin des Forschungsinstituts Economics of Inequality (INEQ).

    Quellen und weiterführende Informationen:

    Axel Polleres: „Was kann Künstliche Intelligenz (noch) (nicht)?“

    Blogbeitrag vom 20. Jänner 2026: Doingthingswithdata

    Sohi, S., Balan, D., Anjomshoaa, A. & Polleres, A. (2025): Towards Harmonised Rail Safety Knowledge: LLM Techniques for EU Accident Report Processing. RAGE-KG 2025: The Second International Workshop on Retrieval-Augmented Generation Enabled by Knowledge Graphs, co-located with ISWC 2025, Nara, Japan, 2.–6. November 2025. CEUR Workshop Proceedings.

    Produktion:

    Dieser Podcast ist eine Space Monkey Podcasts Produktion.

    20 min
  • 006 Wer bekommt den Schulplatz? Wenn Eltern für die Wunschschule tricksen
    Schulvergabe in Wien: Zwischen Chancengleichheit und strategischen Ummeldungen

    Wie fair ist die Vergabe von Schulplätzen?

    Was passiert, wenn Eltern die vorhandenen Regeln strategisch nutzen, um die Chancen ihres Kindes auf einen Platz an der Wunschschule zu erhöhen?

    In dieser Folge von Welthandelsplatz 1 zeigt die WU-Forscherin Anita Zednik anhand umfangreicher Meldedaten von rund 300.000 Wiener Kindern, wie Familien durch strategische Wohnsitzummeldungen ihre Position bei der Schulplatzvergabe verbessern.

    Dieses sogenannte Return Moving bedeutet, dass Kinder vor der Schulanmeldung näher an der Wunschschule gemeldet und später wieder an die ursprüngliche Adresse zurückgemeldet werden.

    Anita Zednik erläutert im Gespräch mit Host Jens Seiffert-Brockmann, wie häufig strategische Ummeldungen tatsächlich stattfinden und wie Familien die bestehenden Vergaberegeln nutzen. Dabei geht es auch um die Frage, welche Auswirkungen dies auf Fairness, Chancengleichheit und soziale Ungleichheit im Bildungssystem hat. Außerdem wird diskutiert, wie sich solche Strategien auf das Vertrauen in die Schulplatzvergabe auswirken und wie Regeln gestaltet werden können, um begehrte Schulplätze möglichst effizient und gerecht zu verteilen.

    Weiterführende Links

    Studie:

    Zednik, A. (2025). Strategic Residential Location Choice: How Parents Game Priorities in School Matching. In: Management Science, 71(12), 10486-10504.

    Gast:

    Anita Zednik ist Assistenzprofessorin am Institut für Markets and Strategy der WU Wien. In ihrer Forschung untersucht sie, wie Menschen Entscheidungen treffen und wie Regeln, Institutionen und Anreize individuelles Verhalten beeinflussen.

    Host:

    Jens Seiffert-Brockmann ist Professor für Wirtschaftskommunikationarbeitet an der WU Wien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt u.a. im Bereich der strategischen Kommunikation.

    Produktion:

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    32 min
  • 005 Von Taschengeld bis Krypto: Finanzbildung als Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben
    Warum gute Entscheidungen über Geld weit mehr sind als eine Frage des Einkommens.

    Finanzielle Entscheidungen begleiten uns jeden Tag – oft, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Vom ersten Taschengeld über Sparziele und Konsumentscheidungen bis hin zu Krediten, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau: Finanzbildung beeinflusst, wie selbstbestimmt wir unser Leben gestalten können.

    In dieser Episode von "Welthandelsplatz 1" spricht Podcast-Host Andreas Sator mit WU-Professorin Bettina Fuhrmann, einer der führenden Expert*innen für Finanzbildung in Österreich. Die Live-Aufzeichnung entstand im Rahmen der Langen Nacht der Forschung am Campus WU.

    Gemeinsam diskutieren sie, warum viele Menschen ungern über Geld sprechen, wann Finanzbildung beginnen sollte und welche Rolle sie für gesellschaftliche Teilhabe spielt. Außerdem geht es um Sparen und Investieren, den Umgang mit Inflation, Krediten und Risiko sowie um die Frage, was wissenschaftliche Erkenntnisse über langfristig erfolgreiche finanzielle Entscheidungen verraten.

    Wie sinnvoll sind Kryptowährungen? Warum sind ETFs für viele Menschen interessant? Welche Fähigkeiten werden in einer sich wandelnden Arbeitswelt besonders wichtig? Und weshalb kann die wichtigste Investition manchmal gar keine Geldanlage sein?

    Im Anschluss an die Live-Aufzeichnung beantwortet Bettina Fuhrmann außerdem Fragen aus dem Publikum – unter anderem zu Finanzbildung für Kinder, finanzieller Selbstbestimmung von Frauen und den größten Geld-Tabus in Österreich.

    Weiterführende Links

    Gast: Bettina Fuhrmann, Professorin für Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftsuniversität Wien, Leiterin des Kompetenzzentrums für Finanzbildung

    Host: Andreas Sator, Host des Podcasts Erklär mir die Welt

    Zu den Publikationen von Prof. Fuhrmann:

    Produktion:

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    1 hr 4 min
  • 004 Spiegel der Gesellschaft: Fußball als Forschungsfeld
    Milliardenbusiness, Identitätsraum, Indikator gesellschaftlicher Entwicklung: Fußball ist mehr als ein Spiel.

    In der vierten Folge von „Welthandelsplatz 1“ sprechen WU-Forscherin Edeltraud Hanappi-Egger und WU-Forscher Jonas Puck darüber, warum Fußball ein faszinierendes Forschungsfeld ist. Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:

    Warum eignen sich Fußballvereine besonders gut, um Themen wie Führung, Diversität, Governance oder Internationalisierung zu erforschen?

    Welche Rolle spielen Fan-Communities für den gesellschaftlichen Zusammenhalt?
    Was können Unternehmen vom Profifußball lernen?

    Edeltraud Hanappi-Egger und Jonas Puck verbinden wissenschaftliche Expertise mit praktischer Erfahrung: Beide sind Vizepräsident*innen traditionsreicher Fußballvereine – Hanappi-Egger beim SK Rapid, Puck beim First Vienna FC 1894. Anhand ihrer doppelten Perspektive zeigen sie, warum Fußball weit über das Spielfeld hinaus wertvolle Einblicke in Wirtschaft und Gesellschaft bietet.

    Weiterführende Links

    • Übersichtsseite Welthandelsplatz 1. Der Wissens-Podcast der WU Wien.
    • Expertin: Edeltraud Hanappi-Egger hat an der TU Wien Informatik studiert. Ihr Doktorat hat sie an der TU und an der Universität Stockholm abgeschlossen. Seit 1.10.2002 ist sie als Professorin für "Gender & Diversity in Organizations" an der WU Wien tätig. Univ.Prof. Hanappi-Egger hat mehr als 350 Publikationen zu Gender/Diversität in Organisationen verfasst, war an mehreren internationalen Forschungsinstitutionen und wurde für ihre wissenschaftlichen Arbeiten mehrfach ausgezeichnet. Von Oktober 2015 bis September 2023 war sie Rektorin an der WU Wien.

      Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Organisationsstudien zu Gender/Diversität und Inklusion, Sportmanagement und „Fanagement“

      Zu den Publikationen von Univ.Prof. Hanappi-Egger

      Experte: Jonas Puck ist Dekan für Internationales und Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Er war Gründungsleiter des Instituts für International Business der WU und ist Co-Direktor der Forschungsinitiative „Sport und Management“. Zuvor war er akademischer Direktor des CEMS-Programms der WU sowie Leiter des Fachbereichs Global Business and Trade. Darüber hinaus ist Jonas Puck Vizepräsident des First Vienna Football Club.

      Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Internationale strategische Fragestellungen, oft an den Schnittstellen zu Finance oder politikwissenschaftlichen Fragestellungen

      Zu den Publikationen von Jonas Puck.

      Produktion:

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      32 min
    • 003 Insekten als Fleischalternative: Augen zu und durch?
      Warum positive Einstellungen allein unser Essverhalten nicht verändern.

      Insekten gelten seit Jahren als eine der vielversprechendsten Alternativen zu Fleisch. Sie benötigen deutlich weniger Wasser, Futter und Fläche als die konventionelle Tierhaltung, verursachen geringere Treibhausgasemissionen und liefern gleichzeitig hochwertiges Protein.

      Trotz dieser Vorteile spielen Insekten in westlichen Ernährungsgewohnheiten bislang kaum eine Rolle. Viele Menschen erkennen zwar ihren Nutzen für Umwelt und Ernährung an – greifen im Supermarkt oder Restaurant aber dennoch selten zu Produkten aus Insekten.

      Warum klafft zwischen positiver Einstellung und tatsächlichem Verhalten eine so große Lücke?

      Genau dieser Frage widmet sich die Konsument*innen-Verhaltensforscherin Johanna Palcu gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam. Eine Vorstudie zeigte, dass rund 70 % der Befragten grundsätzlich der Meinung waren, mehr Menschen sollten Insekten essen. Gleichzeitig war jedoch nur etwa ein Drittel bereit, selbst einen Insekten-Snack zu probieren.

      Die Forschung deutet darauf hin, dass nicht mangelndes Wissen das größte Hindernis ist, sondern eine starke emotionale Reaktion: Ekel.

      In zwei experimentellen Studien mit mehr als 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmern untersuchten die Forschenden deshalb, wie sich diese emotionale Barriere überwinden lässt. Dabei testeten sie verschiedene Strategien der Emotionsregulation und analysierten, welche Ansätze tatsächlich dazu führen können, dass Menschen eher bereit sind, neue und nachhaltige Lebensmittel auszuprobieren.

      In dieser Episode sprechen wir darüber, warum Emotionen unser Konsumverhalten oft stärker beeinflussen als rationale Argumente, welche Rolle Ekel bei Entscheidungen spielt und was wir aus diesen Erkenntnissen für die Förderung nachhaltiger Ernährung lernen können.

      Studie & Partnerunis

      • Palcu, J., Schreier, M., Janiszewski, C., Kleber, J., & Salerno, A. (2025). Fixing the bug in insect consumption. Food Quality and Preference, 128 (Juli 2025), Artikel 105472.
      • WU Wirtschaftsuniversität Wien, Universität Klagenfurt, University of Florida und Vanderbilt University
      • Gast: Ass.-Prof. Dr. Johanna Palcu ist Assistenzprofessorin am Institut für Marketing-Management der WU Wien. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Konsument*innen-Verhalten, sozialem Einfluss, Emotionsregulation und nachhaltigem Konsum. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich gesellschaftlich relevantes und nachhaltiges Verhalten durch psychologische Mechanismen fördern lässt.

        Host: Angelo Spörk, LL.M.

        arbeitet im Bereich Wissenschaftskommunikation an der WU Wien und beschäftigt sich mit der Vermittlung komplexer Forschungsthemen an ein breites Publikum.

        Produktion:

        Dieser Podcast ist eine Space Monkey Podcasts Produktion.

        23 min
      • 002 Macht bedingungsloses Grundeinkommen faul?
        Warum wirtschaftliche Realität oft anders aussieht als politische Debatten.

        In dieser Episode von „Welthandelsplatz 1“, dem Wissens-Podcast der Wirtschaftsuniversität Wien, spricht Moderator Angelo Spörk mit der Verhaltensökonomin Susann Fiedler über eines der derzeit meistdiskutierten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen: das bedingungslose Grundeinkommen.

        Ausgangspunkt des Gesprächs ist die aktuelle Studie „Basic Income and Labor Supply: Evidence from an RCT in Germany“, welche untersucht, wie sich ein garantiertes Einkommen auf das Arbeitsverhalten von Menschen auswirkt.

        Im Zentrum der Episode steht die Frage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen Menschen „faul“ macht oder viele Annahmen darüber auf Vorurteilen beruhen. Susann Fiedler erklärt, warum die wissenschaftliche Forschung ein deutlich differenzierteres Bild zeichnet als viele öffentliche Debatten. Sie beschreibt, dass unterschiedliche wirtschaftliche Mechanismen gleichzeitig wirken. Einige Menschen reduzieren ihre Arbeitszeit, andere verändern ihre beruflichen Prioritäten, suchen passendere Jobs oder gewinnen durch finanzielle Sicherheit mehr Handlungsspielraum für langfristige Entscheidungen. Dabei wird deutlich, dass wirtschaftliches Verhalten weitaus komplexer ist, als es einfache Schlagzeilen vermuten lassen.

        Darüber hinaus werden zentrale Konzepte der Verhaltensökonomie wie Einkommens- und Substitutionseffekte erläutert und die Notwendigkeit guter empirischer Forschung aufgezeigt, um ideologisch geführte Diskussionen zu versachlichen. Die Episode beleuchtet auch das besondere Methodendesign des großangelegten deutschen Forschungsprojektes und erklärt, warum randomisierte kontrollierte Studien neue Einblicke in gesellschaftliche Fragestellungen ermöglichen.

        Die Folge zeigt, wie wichtig wissenschaftliche Evidenz in gesellschaftlichen Debatten ist und warum einfache Antworten auf komplexe Fragen oft zu kurz greifen.

        Weiterführende Links

        Studien:

        Bernhard, Sarah and Bohmann, Sandra and Fiedler, Susann and Kasy, Maximilian and Schupp, Juergen and Schwerter, Frederik, Basic Income and Labor Supply: Evidence from an RCT in Germany (June 08, 2025). CESifo Working Paper No. 11940, Available at SSRN: //ssrn.com/abstract=5319852 or dx.doi.org/10.2139/ssrn.5319852

        Bernhard, Sarah; Bohmann, Sandra; Fiedler, Susann; Kasy, Maximilian; Schupp, Jürgen; Schwerter, Frederik (2025). Cash transfers, mental health and agency: Evidence from an RCT in Germany. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, DIW Discussion Papers No. 2129. Available at https://www.econstor.eu/handle/10419/325287

        Gast: Univ.Prof. Dr. Susann Fiedler

        Die Verhaltenswissenschaftlerin Susann Fiedler promovierte in Psychologie an der Universität Erfurt und beschäftigt sich mit Fragestellungen zur Gestaltung von Entscheidungssituationen und Organisationsumwelten. Ihre Forschung bietet Einblicke darin, wie Situationen und Probleme mental repräsentiert werden und wie sich derartige Repräsentationen verändern. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Motivation, Diskriminierung, Kooperation sowie die Reproduzierbarkeit von Forschung.
        https://www.wu.ac.at/cobe/prof-dr-susann-fiedler

        Host: Angelo Spörk, LL.M.

        Angelo Spörk hat fünf Jahre als Moderator, Redakteur und Programmgestalter beim Radio in Österreich und Deutschland sowie in der Kreativ-Abteilung in einem Wiener FinTech Startup gearbeitet, bevor er Wirtschaftsrecht an der WU Wien studiert hat. Am Institut für Nachhaltigkeitsmanagement hat er sich auf die Vermittlung von komplexen wissenschaftlichen Inhalten spezialisiert und ist für die professionelle Kommunikation für unsere EU Projekte zuständig.

        Produktion

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        22 min
      • 001 Kein Zuckerschlecken: Was kostet uns Diabetes wirklich?
        Die unsichtbare Rechnung: Warum bei der Volkskrankheit alle bezahlen.

        Diabetes ist mehr als ein medizinisches Problem: Die Krankheit verursacht enorme gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten. In der ersten Folge spricht WU-Ökonom Klaus Prettner mit Karin Heitzmann über neue Ergebnisse zu den ökonomischen Auswirkungen von Diabetes auf die Gesellschaft. Frühere Annahmen hatten zahlreiche indirekte Kosten nicht berücksichtigt, wodurch das tatsächliche Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen lange unterschätzt wurde.

        In dieser Episode von "Welthandelsplatz 1" sprechen wir darüber, warum Diabetes längst nicht nur das Leben von Betroffenen und deren Angehörigen beeinflusst, sondern ganze Volkswirtschaften belastet.

        Zu Gast ist WU-Ökonom Klaus Prettner, Co-Autor einer umfassenden internationalen Studie zu den globalen Kosten von Diabetes. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf sichtbare und oft übersehene Belastungen: von Behandlungskosten über Produktivitätsverluste bis hin zu informeller Pflege durch Verwandte.

        Was wurde in bisherigen Berechnungen unterschätzt? Warum ist Prävention nicht nur medizinisch, sondern auch ökonomisch entscheidend? Und was bedeutet das alles konkret für Österreich und unseren Alltag?

        Weiterführende Links

        Studie: Simiao Chen, Zhong Cao, Wenjin Chen, Jinghan Zhao, Lirui Jiao, Klaus Prettner, Michael Kuhn, An Pan, Till Winfried Bärnighausen & David E. Bloom (2025). The global macroeconomic burden of diabetes mellitus. In: Nature Medicine (2025).

        Gast: Klaus Prettner, Professor of Macroeconomics and Digitalization, Department of Economics

        Host: Karin Heitzmann, habilitated socio-economist and associate university professor at the Institute for Social Policy, Head of the Economics of Inequality Research Institute (INEQ)

        Produktion:

        Dieser Podcast ist eine Space Monkey Podcasts Produktion.

        24 min

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      Wie beeinflussen globale Entwicklungen unseren Alltag? Genau dieser Frage geht der Podcast der Wirtschaftsuniversität Wien nach. Ob gesellschaftliche Kosten von Diabetes, bedingungsloses Grundeinkommen oder die Auswirkungen internationaler Krisen: im Mittelpunkt stehen Themen, welche unser tägliches Leben unmittelbar betreffen.