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„Wie geht’s?“: eine Floskel, die wir alle nutzen, die uns aber im Grunde völlig egal ist.
Eigentlich ist es eine nette Geste. Man tut so, als würde man sich interessieren. Aber wehe, das Gegenüber antwortet ehrlich. Ein „Schlecht“ oder „Furchtbar“ ist der soziale Super-GAU. Es gibt nur eine akzeptable Antwort: „Gut, und dir?“. Wobei das „und dir?“ auch gelogen ist, weil es dich eigentlich nicht interessiert. Doch was passiert, wenn wir die Frage ernst nehmen? Nicht im emotionalen Sinne, sondern rein mechanisch: Wie geht gehen?
Wenn man genauer hinschaut, ist Gehen nicht gleich Gehen. Die Art, wie wir uns fortbewegen, verrät alles über unseren momentanen Zustand:
Gehen ist das, was uns zu Menschen macht. Es ist unser Alleinstellungsmerkmal gegenüber Tieren. Außer Männchen machenden Hunden.
Deshalb feiern wir die ersten Schritte eines Babys wie ein monumentales Ereignis (bevor wir merken, dass wir jetzt alles in der Wohnung 20 Zentimeter höher stellen müssen).
Diese fundamentale Bedeutung erklärt vielleicht auch, warum Füße ein so prominentes Thema in der Populärkultur und im Internet sind. Ob man nun – wie ich gehört habe – Urin aus Stöckelschuhen trinkt oder zu der Gruppe Frauen gehört, die mit Fußfotos im Netz reich werden: Die Füße tragen uns durchs Leben.
Ich möchte dir heute ein Werkzeug an die Hand geben. Wenn dich das nächste Mal jemand mit einem „Wie geht’s?“ überfällt, nutzt die Gegenfrage: „Möchtest du wissen, wie mein Gemütszustand ist, oder willst du wissen, wie meine Fortbewegung funktioniert?“
Das ist der perfekte Gesprächs-Opener. Es bricht das langweilige „Gut und dir“ auf und hat einen entscheidenden Vorteil: Wenn dein Gegenüber daraufhin entnervt abzieht, weißt du sofort, dass du deine Zeit nicht mit einem humorlosen Bastard verschwenden musst.
YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@comedIAN_DeBay
Musik-Credit: „One Too Many Ghosts“ – PremiumBeat via Envato Elements
Wenn du mich unterstützen willst, kannst du auf Steady ein Abo abschließen. Du erhältst immer werbefreien Zugang zu meinem Podcast und weitere coole Features.
https://steady.page/de/iandebay/about
By Ian DeBay„Wie geht’s?“: eine Floskel, die wir alle nutzen, die uns aber im Grunde völlig egal ist.
Eigentlich ist es eine nette Geste. Man tut so, als würde man sich interessieren. Aber wehe, das Gegenüber antwortet ehrlich. Ein „Schlecht“ oder „Furchtbar“ ist der soziale Super-GAU. Es gibt nur eine akzeptable Antwort: „Gut, und dir?“. Wobei das „und dir?“ auch gelogen ist, weil es dich eigentlich nicht interessiert. Doch was passiert, wenn wir die Frage ernst nehmen? Nicht im emotionalen Sinne, sondern rein mechanisch: Wie geht gehen?
Wenn man genauer hinschaut, ist Gehen nicht gleich Gehen. Die Art, wie wir uns fortbewegen, verrät alles über unseren momentanen Zustand:
Gehen ist das, was uns zu Menschen macht. Es ist unser Alleinstellungsmerkmal gegenüber Tieren. Außer Männchen machenden Hunden.
Deshalb feiern wir die ersten Schritte eines Babys wie ein monumentales Ereignis (bevor wir merken, dass wir jetzt alles in der Wohnung 20 Zentimeter höher stellen müssen).
Diese fundamentale Bedeutung erklärt vielleicht auch, warum Füße ein so prominentes Thema in der Populärkultur und im Internet sind. Ob man nun – wie ich gehört habe – Urin aus Stöckelschuhen trinkt oder zu der Gruppe Frauen gehört, die mit Fußfotos im Netz reich werden: Die Füße tragen uns durchs Leben.
Ich möchte dir heute ein Werkzeug an die Hand geben. Wenn dich das nächste Mal jemand mit einem „Wie geht’s?“ überfällt, nutzt die Gegenfrage: „Möchtest du wissen, wie mein Gemütszustand ist, oder willst du wissen, wie meine Fortbewegung funktioniert?“
Das ist der perfekte Gesprächs-Opener. Es bricht das langweilige „Gut und dir“ auf und hat einen entscheidenden Vorteil: Wenn dein Gegenüber daraufhin entnervt abzieht, weißt du sofort, dass du deine Zeit nicht mit einem humorlosen Bastard verschwenden musst.
YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@comedIAN_DeBay
Musik-Credit: „One Too Many Ghosts“ – PremiumBeat via Envato Elements
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https://steady.page/de/iandebay/about