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In dieser Folge von „Die Versicherungsbranche in 2030 Tagen“ spricht MarKo Petersohn mit Dr. Philipp Lechner, Vorstand der BGV Badische Versicherungen, über die Frage, wie sich die Branche in den kommenden Jahren konkret verändern wird – und warum es dabei weniger um einzelne Trends als um das Zusammenspiel mehrerer Entwicklungen geht. Lechner zeichnet das Bild einer Branche, die digitaler, schneller und individueller wird, gleichzeitig aber weiterhin stark vom persönlichen Vertrauen geprägt bleibt.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen zum einen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Prozesse, Kundeninteraktion und Schadenbearbeitung. Lechner beschreibt, wie KI die Informationsbeschaffung verändert, Kunden besser vorbereitet in Beratungsgespräche bringt und gleichzeitig Abläufe deutlich beschleunigt. Besonders in der Schadenregulierung könnten einfache Fälle künftig automatisiert und in Echtzeit abgewickelt werden. Dennoch macht er klar, dass Technologie die persönliche Beratung nicht ersetzt, sondern ergänzt.
Zum anderen rückt der demografische Wandel im Vertrieb in den Fokus. Viele Vermittler stehen kurz vor dem Ruhestand, während gleichzeitig zu wenig Nachwuchs nachkommt. Lechner erwartet deshalb eine spürbare Knappheit in der Versicherungsberatung – bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Die Branche werde es nicht schaffen, genügend neue Vermittler zu gewinnen, weshalb neue Arbeitsweisen notwendig werden. Klassische, stark manuelle Prozesse stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der veränderten Rolle der Kunden. Durch digitale Informationsangebote kommen diese besser vorbereitet in Gespräche und erwarten mehr Individualisierung und Orientierung. Für Versicherer bedeutet das eine Verschiebung der Beratungsleistung – weg von der reinen Erklärung hin zur Einordnung komplexer Themen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz, Geschwindigkeit und Service.
Lechner sieht die Zukunft der Branche daher in einer klaren Kombination aus Mensch und Technologie. Standardisierte Aufgaben werden zunehmend automatisiert, während sich Berater auf komplexe und vertrauensintensive Themen konzentrieren. Für ihn ist klar: Ohne diese Verbindung wird es nicht möglich sein, den steigenden Bedarf an Beratung langfristig zu bedienen.
Hören Sie direkt rein!
By MarKo Petersohn & VersicherungsboteIn dieser Folge von „Die Versicherungsbranche in 2030 Tagen“ spricht MarKo Petersohn mit Dr. Philipp Lechner, Vorstand der BGV Badische Versicherungen, über die Frage, wie sich die Branche in den kommenden Jahren konkret verändern wird – und warum es dabei weniger um einzelne Trends als um das Zusammenspiel mehrerer Entwicklungen geht. Lechner zeichnet das Bild einer Branche, die digitaler, schneller und individueller wird, gleichzeitig aber weiterhin stark vom persönlichen Vertrauen geprägt bleibt.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen zum einen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Prozesse, Kundeninteraktion und Schadenbearbeitung. Lechner beschreibt, wie KI die Informationsbeschaffung verändert, Kunden besser vorbereitet in Beratungsgespräche bringt und gleichzeitig Abläufe deutlich beschleunigt. Besonders in der Schadenregulierung könnten einfache Fälle künftig automatisiert und in Echtzeit abgewickelt werden. Dennoch macht er klar, dass Technologie die persönliche Beratung nicht ersetzt, sondern ergänzt.
Zum anderen rückt der demografische Wandel im Vertrieb in den Fokus. Viele Vermittler stehen kurz vor dem Ruhestand, während gleichzeitig zu wenig Nachwuchs nachkommt. Lechner erwartet deshalb eine spürbare Knappheit in der Versicherungsberatung – bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Die Branche werde es nicht schaffen, genügend neue Vermittler zu gewinnen, weshalb neue Arbeitsweisen notwendig werden. Klassische, stark manuelle Prozesse stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der veränderten Rolle der Kunden. Durch digitale Informationsangebote kommen diese besser vorbereitet in Gespräche und erwarten mehr Individualisierung und Orientierung. Für Versicherer bedeutet das eine Verschiebung der Beratungsleistung – weg von der reinen Erklärung hin zur Einordnung komplexer Themen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz, Geschwindigkeit und Service.
Lechner sieht die Zukunft der Branche daher in einer klaren Kombination aus Mensch und Technologie. Standardisierte Aufgaben werden zunehmend automatisiert, während sich Berater auf komplexe und vertrauensintensive Themen konzentrieren. Für ihn ist klar: Ohne diese Verbindung wird es nicht möglich sein, den steigenden Bedarf an Beratung langfristig zu bedienen.
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