Work Life Rebels

Work Life Rebels

By Elisabeth TophinkeBusinessCareersManagement
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Work Life Rebels episodes

  • Bedarf erkannt, Kanal gegründet: Wie ein Familienfreizeitplaner Paderborn familienfreundlicher macht mit Nora Liebetreu - #47
    Bedarf erkannt, Kanal gegründet: Wie ein Familienfreizeitplaner Paderborn familienfreundlicher macht mit Nora Liebetreu - #47

    Wie Irmel und Eule in einem Jahr vom WhatsApp-Kanal zur Plattform mit Veranstaltungskalender, Vernetzungstreffen und Checkliste für Anbieter:innen wurde

    Familienfreizeit in Paderborn: Wie Nora Liebetreu aus einer eigenen Lücke den Freizeitplaner Irmel und Eule gründete.

    Nora Liebetreu hat gemeinsam mit Dominique Brand Irmel und Eule gegründet, den Freizeitplaner für Familien in Paderborn und Umgebung. Hauptberuflich arbeitet sie im Standortmanagement der Wirtschaftsförderung Paderborn. Sie ist Mutter einer Tochter.


    Worum geht’s

    • Wie eine Idee aus der Elternzeit in einem Jahr zur Familienplattform wurde 
    • Wie Familien in Paderborn Veranstaltungen, Ausflüge und Kindergeburtstage finden 
    • Wie eine Stadt durch kleine Schritte familienfreundlicher wird 
    • Wie Ehrenamt neben Job und Kind funktioniert 


    Das nimmst du mit:


    Wie startest du ein eigenes Projekt?

    1. Eigenen Bedarf ernst nehmen: Was fehlt dir im Alltag? 
    2. Kurz prüfen, ob es schon etwas Passendes gibt 
    3. Mit dem anfangen, was da ist, zum Beispiel einem WhatsApp-Kanal und 20 Kontakten 
    4. Mitstreiter:innen sofort einbinden 
    5. Schritt für Schritt erweitern: erst der Kanal, dann die Website mit Filtern 


    Wie wird eine Stadt familienfreundlicher?

    • Angebote bündeln und sichtbar machen: Ein Vorlesenachmittag wuchs nach einem Post von 5 auf 50 Familien. 
    • Eine Checkliste für Anbieter:innen nutzen: Wickeltisch auch für Väter, Platz für den Kinderwagen, ein Hocker unterm Waschbecken. 
    • Vernetzungstreffen anbieten, etwa für Alleinerziehende oder Väter mit Kindern. 


    Wie passt Ehrenamt neben Job und Kind?

    • Klare Grenzen setzen: Eine Antwort nach einer Woche ist okay. 
    • Nicht nebenbei am Handy arbeiten, wenn das Kind dabei ist. 
    • Care-Arbeit fest aufteilen, nach Nachmittagen und Wochenenden. 


    Kontakt zu Irmel und Eule

    • Veranstaltungskalender 
    • WhatsApp-Kanal 
    • Instagram 
    • Spendenaufruf 


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    Hat euch die Folge gefallen? 
    Anfragen für Key-Notes, Feedback und eure Themenwünsche könnt ihr mir sehr gerne per E-Mail schicken: [email protected] Empfehlt den Podcast bitte weiter! Bis zur nächsten Folge!Vielen Dank und viele Grüße, Elisabeth 

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     Über den Host Elisabeth Tophinke: Elisabeth Tophinke ist Führungskraft, Ingenieurin, Mutter, Key-Note-Speakerin und Expertin für Vereinbarkeit. In diesem Podcast teilt sie ihre besten Tipps zu neuer Führung und Vereinbarkeit und stellt euch inspirierende Role-Models vor.  

     Social Media-Kanäle - gerne folgen!LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/elisabethtophinke/Instagram: https://www.instagram.com/workliferebels/ 

     Website zum Podcast: https://workliferebels.letscast.fm/


    Transparenz-Hinweis: In den Shownotes findest du teilweise sogenannte Affiliate-Links. Das bedeutet: Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich dabei am Preis absolut nichts. 

    Mit diesen Beiträgen hilfst du mir, die laufenden Kosten für den Podcast – Hosting, Technik und ein bisschen Koffein ☕ – zu decken. So kann ich weiterhin regelmäßig neue Folgen für dich produzieren.Danke, dass du mich auf diesem Weg unterstützt 💚

    Hinweis: In dieser Episode sind Affiliate-Links (*) enthalten. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.* 

    Vielen Dank an die Garage33 in Paderborn für die Nutzung des Medienstudios und das Bildmaterial und an Torben Schmidt für die wunderschöne Musik!


    35 min
  • Unzufrieden im Job? In 5 Schritten zur beruflichen Neuorientierung mit Mareike List - #46
    Unzufrieden im Job? In 5 Schritten zur beruflichen Neuorientierung – mit Mareike List

    Bedürfnisse nach der Geburt neu sortieren, Ideen im Kleinen testen und mit einer Portfolio-Karriere breiter aufstellen

    Unzufrieden im Job? Coach Mareike List zeigt, wie du dich in 5 Schritten neu orientierst – und warum Testen besser ist als Kündigen.

    Mareike List ist systemische Coach und Expertin für berufliche Neuorientierung mit eigenem Unternehmen und parallel Projektmanagerin für Organisationsentwicklung beim S. Fischer Verlag. Davor war sie in verschiedenen Marketing-Positionen tätig. Sie hat Wirtschaftsanglistik und Marketing studiert und ist u. a. zertifiziert im LINC Personality Profiler, in Facilitation, Hypnose und Stressmanagement. Als Mutter eines Sohnes lebt sie selbst, worüber sie spricht: eine Portfolio-Karriere aus Anstellung und Selbstständigkeit.


    Worum geht's

    • Wie Mareike Anstellung, Selbstständigkeit und Familie mit einer 50/50-Aufteilung der Care-Arbeit vereinbart 
    • Was eine Portfolio-Karriere (auch Job-Portfolio oder Mosaikkarriere) ist – und für wen sie passt 
    • Warum 18 % der Mütter nach der Elternzeit bei einem anderen Arbeitgeber sind (Registerstudie, European Sociological Review) 
    • Mareikes 5-Schritte-Prozess für die berufliche Neuorientierung 
    • Wie du Jobideen risikofrei testest, bevor du kündigst 


    Das nimmst du mit:


    Portfolio-Karriere

    • Mehrere berufliche Bausteine statt eines linearen Karrierewegs: z. B. Anstellung + Selbstständigkeit, zwei Freelance-Tätigkeiten, Ehrenamt oder Weiterbildung 
    • Sie verbindet unterschiedliche Bedürfnisse, etwa Sicherheit (Anstellung) und Selbstbestimmung (Selbstständigkeit) 
    • Zukunftsfähig: Fällt eine Säule weg, lässt sich eine andere hochfahren 
    • Kein neues Phänomen: Aufsichtsratsmandate im Top-Management folgen demselben Prinzip 


    Die 5 Schritte zur Neuorientierung

    1. Ist-Analyse: Was genau stört mich, was fehlt mir? Ganzheitlich hinschauen, auch auf Partnerschaft und Care-Arbeit 
    2. Innerer Kompass: Klarheit über Werte, Bedürfnisse, Stärken, Interessen und Rahmenbedingungen 
    3. Ideen entwickeln: Breit und ohne „Aber“ sammeln – Jobs, Unternehmen, Business-Ideen; KI als Recherche-Sparringspartner 
    4. Fokussieren & testen: Ideen anhand eigener Kriterien priorisieren, dann per Prototyping und Natural Networking prüfen 
    5. Umsetzen: Ziel setzen, Meilensteine planen, innere Blockaden erkennen und angehen 


    Ideen im Kleinen testen

    • Mini-Praktikum, Seminar, Jobshadowing oder Buddy-Programm im eigenen Unternehmen 
    • Informelle Gespräche mit Menschen, die den Wunschjob schon machen – vor jeder Bewerbung 
    • Traum vom eigenen Café? Erst einmal Freundinnen zum Café-Nachmittag einladen und spüren, wie es sich anfühlt 
    • Vor dem Wechsel prüfen: Was lässt sich im jetzigen Job verändern (Jobcrafting)? 


    Tests für deinen inneren Kompass

    • CliftonStrengths: für deine wahren Stärken 
    • LINC Personality Profiler: für Charaktereigenschaften, Motive und Werte 


    Mehr zum Thema

    • Folge 22: Jobaufstieg in der Kinderwunschzeit – mit Hjördis Haaker
    • Folge 42: Verhandeln – warum „fair“ das teuerste Wort am Verhandlungstisch ist – mit Dr. Martina Pesic
    • Folge 43: So verhandelt das FBI – und was du davon lernst
    • Folge 44: Verhandlungsführung, die wirklich funktioniert


    Kontakt zu Mareike List

    • Website & Blog: mareikelist.de
    • LinkedIn: Mareike List
    • Newsletter mit monatlichen Impulsen: über ihre Website 


    Partner der Folge

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    The Parenting MBA – sechs Wochen praktisches Handwerk fürs Elternsein, als Paar, für Eltern mit Kindern von 0 bis 6. Ich bin selbst als Founding Member dabei.

    • 4–6 Stunden pro Woche, ohne feste Termine – passt neben Job und Familie 
    • Founding Members: 12 Pilotplätze, Start Anfang 2027, Vergabe bis 30. November 2026 
    • 250 € Gutschrift zum Programmstart: bei der Anmeldung im Feld „Empfohlen von“ einfach Work Life Rebels angeben 
    • Transparenz: Auch ich erhalte für eure Anmeldung eine Gutschrift 


    Phrasenverdrescher

    „Na, wann kommt denn das zweite Kind?“


    Empfehlungen

    • Yasmin Weiß – Was bleibt vom Menschen, wenn die KI übernimmt?* 
    • The Female AI Club – Safe Space von Rebecca Hundschell mit kostenlosen Webinaren und Lernformaten rund um KI, um den Female AI Gap zu schließen




    Hat euch die Folge gefallen? 
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     Über den Host Elisabeth Tophinke: Elisabeth Tophinke ist Führungskraft, Ingenieurin, Mutter, Key-Note-Speakerin und Expertin für Vereinbarkeit. In diesem Podcast teilt sie ihre besten Tipps zu neuer Führung und Vereinbarkeit und stellt euch inspirierende Role-Models vor.  

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    57 min
  • Führung mit Empathie und KI: 4 Säulen moderner Leadership-Kompetenz mit Yvonne Mendelin - #45
    # Führung mit Empathie und KI: 4 Säulen moderner Leadership-KompetenzVier Säulen moderner Führung und ein offenes Wort zur Sichtbarkeit in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft

    Yvonne Mendelin ist Geschäftsbereichsleiterin Organisation & People bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderung und Leadership Expertin sowie systemischer Business Coach und Resilienz Coachin in ihrem eigenen Unternehmen, dem „Female Business Coaching". Zuvor war sie über 12 Jahre in verschiedenen Positionen bei der Heil- und Mineralquellen Germete GmbH tätig, unter anderem als kaufmännische Leitung, Leitung Vertrieb und zuletzt als Geschäftsführerin. Zusätzlich ist Yvonne seit knapp 25 Jahren Taekwondo Trainerin und Schulsportlehrerin im Taekwondo nach DOSB.

    🔎 Worum geht es in der Folge?

    • Die vier Säulen moderner Führung: Empathie, KI-Kompetenz, Lösungsorientierung, Veränderungsbereitschaft 
    • Warum sich das Zeitverhältnis zwischen fachlichen und menschlichen Führungsthemen gerade verschiebt 
    • Konkrete Alltagstipps, wie Führungskräfte sich in diesen vier Bereichen weiterentwickeln können 
    • Yvonnes Weg zum Female Business Coaching und warum ihr Fokus auf Frauen liegt 
    • Sichtbarkeit als Führungskraft in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft: erlebte Reaktionen und was sich Yvonne von einem natürlichen Umgang miteinander wünscht 
    • Phrasenverdrescher: zwei Trigger-Phrasen, die genauer betrachtet werden 

    📌 Das nimmst du mit:

    Führung verschiebt sich weg vom Fachlichen

    • Erfahrene Führungskräfte berichten: Früher nur 10–20 % der Zeit für zwischenmenschliche Themen, heute 70–80 % 
    • Fachliche Inhalte werden zunehmend von KI unterstützt oder übernommen – menschliche Führungskompetenz wird dadurch relevanter, nicht überflüssiger 

    Die vier Säulen moderner Führung

    • Empathie: Mitarbeitende wirklich verstehen, offene Tür leben, Zeit für Menschen bewusst priorisieren 
    • KI-Kompetenz: sich aktiv mit KI beschäftigen, statt davor wegzulaufen oder sie zu ignorieren 
    • Lösungsorientierung: den Fokus von der Problembeschreibung auf die Lösungssuche verlagern 
    • Veränderungsbereitschaft: Veränderung als Normalzustand akzeptieren, nicht als Ausnahme 

    Praktischer Alltagstipp:
    Ehrliche Ist-Analyse: Wo ist bei mir selbst oder meinem Führungsteam das größte Defizit? Dort gezielt mit einer konkreten Zielstellung ansetzen (z. B. „in 3 Monaten X erreichen"), statt an allem gleichzeitig zu arbeiten 

    Sichtbarkeit als Führungskraft

    • Yvonne berichtet, wie sie es früher im beruflichen Kontext vermieden hat, offen über ihre Partnerschaft zu sprechen – aus Sorge, in bestimmte Schubladen gesteckt zu werden 
    • Mit der Zeit hat sie einen Weg der unaufgeregten Natürlichkeit gefunden: Sie platziert das Thema nicht als "Opener", sondern lässt es beiläufig einfließen – genau wie es auch andere mit ihren Partnerschaften tun 
    • Gut gemeinte, aber unbeholfene Kommentare erlebt sie als das Gegenteil von Wertschätzung – ihr Wunsch: ein Umgang ohne Kommentar, so selbstverständlich wie bei jedem anderen Thema auch 
    • Ihr Fazit: Mehr Sichtbarkeit und Normalität würden vielen Menschen in einer ähnlichen Situation helfen 

    Phrasenverdrescher

    • "Bleib wie du bist" 
    • "Reibung erzeugt Wärme" 

    📚 Empfehlungen

    • OUTLIVE: Wie wir länger und besser leben können, als wir denken | Das Standardwerk vom führenden Mediziner zur Langlebigkeit* von Peter Attia 
    • Lage der Nation – politischer Podcast für den wöchentlichen Überblick 

    Kontakt zu Yvonne Mendelin

    • Website: www.female-business-coaching.de
    • LinkedIn: Female Business Coaching


     




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    🎓 The Parenting MBA, die Ausbildung fürs Elternsein: https://theparentingmba.com/workliferebels (Empfehlungslink) – bei Buchung über diesen Link bekommst du 250 € Gutschrift

     Über den Host Elisabeth Tophinke: Elisabeth Tophinke ist Führungskraft, Ingenieurin, Mutter, Key-Note-Speakerin und Expertin für Vereinbarkeit. In diesem Podcast teilt sie ihre besten Tipps zu neuer Führung und Vereinbarkeit und stellt euch inspirierende Role-Models vor.  

     Social Media-Kanäle - gerne folgen!LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/elisabethtophinke/Instagram: https://www.instagram.com/workliferebels/ 

     Website zum Podcast: https://workliferebels.letscast.fm/


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    56 min
  • Verhandlungsführung, die wirklich funktioniert - #44
    Folge 44: Verhandlungsführung, die wirklich funktioniert

    Ankern, Forderungslisten und die Taktiken hinter jedem guten Deal

    Nachdem es in Folge 43 um die Psychologie hinter jeder guten Verhandlung ging, kommt in dieser Folge das konkrete Handwerkszeug. Von der Vorbereitung mit einer bewusst endlosen Forderungsliste über das Ankern und Log-Rolling bis zu Flinch, Crunch und dem Umgang mit Ultimaten – inklusive der Geschichte vom sehr günstigen Kühlschrank, die zeigt, wie viele kleine Forderungen die Gegenseite tatsächlich verwirren können. Teil 2 der kleinen Verhandlungs-Serie.

     🔎 Worum geht es in der Folge?
    • Vorbereitung: BATNA, Walk-away-Position, die endlose Forderungsliste, der Ambitionseffekt

    • Kuchen größer machen und Hintergründe erfahren

    • Fragen statt Annehmen

    • Ankern und Forderungen bündeln (Ackerman-Modell, Log-Rolling)

    • Der Spannungsbogen: taktische Pausen und die Kraft der Stille

    • Flinch und Crunch – klassische Reaktionsgambits und Gegenmaßnahmen

    • Zugeständnisse, Quid pro quo, Umgang mit Drohungen und Ultimaten

    • Üben im Alltag – Basar, Kleinanzeigen, Elektronikgeschäft

     📌 Zentrale Erkenntnisse aus der FolgeVorbereitung entscheidet

    • BATNA und Walk-away-Position vorab festlegen, nicht erst am Tisch

    • Die „Shopping List“-Technik: bewusst eine lange, auch kleine Forderungen umfassende Liste erstellen – das schafft Verhandlungsmasse und macht Forderungen für die Gegenseite schwerer durchschaubar

    • Der Ambitionseffekt: Mit wachsender Erfahrung setzen viele ihr Maximalziel unbewusst niedriger an – wer bewusst ambitioniert bleibt, verbessert die eigene Ausgangsposition und macht am Ende oft sogar das Gegenüber zufriedener

    • Der Verhandlungsspielraum ist der Bereich zwischen Maximalziel und dem aus der BATNA abgeleiteten Walk-away-Punkt

    • Der Ambitionseffekt: Mit zunehmender Erfahrung setzen viele ihr Maximalziel unbewusst niedriger an und verhandeln so schon vor der eigentlichen Verhandlung gegen sich selbst – ein ambitioniertes Ziel verbessert die Ausgangsposition und führt am Ende oft sogar zu mehr Zufriedenheit beim Gegenüber

    • Der Verhandlungsspielraum ist der Bereich zwischen Maximalziel und dem Walk-away-Punkt, der sich direkt aus der eigenen BATNA ergibt

    Ankern prägt den ganzen Rahmen

    • Der Ankereffekt (Daniel Kahneman, Amos Tversky) zeigt: Die erste genannte Zahl bestimmt, was danach als angemessen gilt

    • Das Ackerman-Modell (Mike Ackerman, popularisiert von Chris Voss) strukturiert das Herantasten in klaren Prozentschritten

    Beziehung und Drucksituationen bewusst steuern

    • Taktische Pausen (z. B. ein gemeinsamer Kaffee) entschärfen Situationen, in denen die Beziehung zu kippen droht

    • Bewusstes Schweigen von bis zu 10 Sekunden nach einem Angebot erzeugt Druck – meist bricht die Gegenseite die Stille zuerst

    • Flinch und Crunch (Roger Dawson) sind klassische Gambits – kleine, einstudierte taktische Kunstgriffe, die über Körpersprache und Stille wirken; wer sie erkennt, kann gezielt gegensteuern

    Verhandeln bleibt ein Zukunftsskill
    Rückbezug zu Folge 35 (Future Skills): Zuhören, Emotionen lesen und in Echtzeit auf Menschen reagieren bleiben zutiefst menschliche Fähigkeiten – der Invest in Verhandlungstraining lohnt sich auch und gerade in einer von KI geprägten Arbeitswelt

     📚 BuchempfehlungDas 10-Fragen-Framework, das perfekt zum heutigen „Fragen statt Annehmen“ passt:

    Alexandra Carter: Ask for More: 10 Questions to Negotiate Anything * (bisher keine deutsche Ausgabe verfügbar, Stand 2026)

     🎙️ Erwähnte Folgen
    • Folge 43 – So verhandelt das FBI – und was du davon lernst (Teil 1 dieser Serie)

    • Folge 35 – Future Skills 2030: Was du jetzt lernen musst, um beruflich relevant zu bleiben

     📑 QuellenCialdini, R. B. (1984). Influence: The psychology of persuasion. William Morrow.

    Dawson, R. (2010). Secrets of power negotiating (3rd ed.). Career Press.

    Fisher, R., & Ury, W. (1981). Getting to yes: Negotiating agreement without giving in. Houghton Mifflin.

    Kahneman, D., & Tversky, A. (1974). Judgment under uncertainty: Heuristics and biases. Science, 185(4157), 1124–1131.

    Lax, D. A., & Sebenius, J. K. (1986). The manager as negotiator: Bargaining for cooperation and competitive gain. Free Press.

    Raiffa, H. (1982). The art and science of negotiation. Harvard University Press.

     Voss, C., & Raz, T. (2016). Never split the difference: Negotiating as if your life depended on it.* HarperBusiness.


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    35 min
  • So verhandelt das FBI – und was du davon lernst - #43
    Folge 43

    So verhandelt das FBI – und was du davon lernst

    Harvard-Konzept, Refraktärphase und warum Frauen anders verhandeln müssen

     🎧 Kurzbeschreibung (Spotify & YouTube)Wie verhandelt eigentlich das FBI, wenn es um Leben und Tod geht – und was hat das mit eurem nächsten Gehaltsgespräch zu tun? In dieser Kompaktfolge geht es um die Psychologie hinter jeder guten Verhandlung: die Rollenstruktur der FBI-Verhandlungsteams, das Behavioral Change Stairway Model, die Refraktärphase in unseren Emotionen, das Harvard-Konzept – und warum Frauen beim Verhandeln bis heute anders wahrgenommen und deshalb anders bewertet werden. Teil 1 von 2, mit dem konkreten Handwerkszeug in Folge 44.

     🔎 Worum geht es in der Folge?
    • Die FBI-Verhandlungsmethode: Rollen im Team und das Grundmodell BCSM

    • Warum Verhandeln emotional ist, nicht rational – die Refraktärphase

    • Das Harvard-Konzept: hart in der Sache, weich zu den Menschen

    • Wo sich Gewaltfreie Kommunikation und Verhandeln treffen

    • Verhandeln für Frauen: Likeability-Bias, Backlash-Effekt, und wie man Unterschätzung nutzt

    • Praxistipps: BATNA, Vorbereitungszeit, Labeling

     📌 Zentrale Erkenntnisse aus der FolgeVerhandler und Entscheider sind getrennte Rollen

    • Das FBI arbeitet mit fünf Rollen: Primary Negotiator (führt das Gespräch), Coach (Beziehungsebene, schlägt Pausen vor), Scribe (dokumentiert), Intelligence Officer (Hintergrundrecherche), Commander (Strategie, letzte Instanz – sitzt aber nicht am Tisch)

    • Übertragen auf den Job: Wer selbst verhandelt und gleichzeitig selbst entscheidet, verhandelt strukturell schwächer

    Verhandeln ist zuerst emotional, dann rational

    • Die Refraktärphase (Paul Ekman): Während starker Emotion ist rationale Neubewertung kurzzeitig blockiert

    • Erst die Emotion adressieren, dann in die Sache gehen – Labeling hilft dabei

    Hart in der Sache, weich zu den Menschen

    • Das Harvard-Konzept (Fisher & Ury): Menschen und Problem trennen, Interessen statt Positionen verhandeln, Optionen für beide Seiten entwickeln, objektive Kriterien nutzen

    • Ziel: eine Verhandlung sollte so enden, dass danach noch ein Bier zusammen möglich wäre

    Frauen werden beim Verhandeln anders bewertet

    • Die Heidi/Howard-Studie zeigt den Likeability-Bias: gleiche Kompetenz, aber unterschiedliche Sympathie-Bewertung je nach Geschlecht

    • Der Backlash-Effekt bestraft assertive Verhandlerinnen – außer sie verhandeln erkennbar im Auftrag anderer

    • Unterschätzt werden lässt sich strategisch nutzen: Fragen statt Forderungen senken den Widerstand

     📚 BuchempfehlungDas Grundlagenwerk hinter der FBI-Methode aus dieser Folge:

    • Chris Voss: Kompromisslos verhandeln * 

     🎙️ Erwähnte Folgen
    • Folge 41 – Wie du mit der richtigen Sprache Konflikte im Keim erstickst (Gewaltfreie Kommunikation)

    • Folge 17 – Unbewusste Vorurteile: Wie das Gehirn uns täuscht und was das in der Arbeitswelt bewirkt

    • Folge 42 – Interview mit Dr. Martina Pesic, Verhandlungsexpertin

     📑 QuellenAmanatullah, E. T., & Tinsley, C. H. (2012). Punishing female negotiators for asserting too much... or not enough. Organizational Behavior and Human Decision Processes, 120(1), 110–122.

    Artz, B., Goodall, A. H., & Oswald, A. J. (2018). Do women ask? Industrial Relations: A Journal of Economy and Society, 57(4), 611–636.

    Babcock, L., & Laschever, S. (2003). Women don't ask: Negotiation and the gender divide. Princeton University Press.

    Ekman, P. (2003). Emotions revealed: Recognizing faces and feelings to improve communication and emotional life. Times Books.

    Fisher, R., & Ury, W. (1981). Getting to yes: Negotiating agreement without giving in. Houghton Mifflin.

    Flynn, F. J., & Anderson, C. (2003). Heidi Roizen [Fallstudie]. Columbia Business School / New York University.

    Noesner, G. (2010). Stalling for time: My life as an FBI hostage negotiator. Random House.

    Voss, C., & Raz, T. (2016). Never split the difference: Negotiating as if your life depended on it. HarperBusiness.


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    29 min
  • Verhandeln: Warum "fair" das teuerste Wort am Verhandlungstisch ist mit Dr. Martina Pesic - #42
    Verhandeln: Warum "fair" das teuerste Wort am Verhandlungstisch ist mit Dr. Martina Pesic - #42

    Mental Load verhandeln, die 3 Schritte zur Verhandlungsvorbereitung und welche Taktiken besser zu Frauen passen 


    Verhandlungsexpertin Dr. Martina Pesic erklärt, warum das Wort "fair" in Verhandlungen oft das teuerste Wort überhaupt ist – und wie man stattdessen den Verhandlungskuchen größer macht, statt sich um Krümel zu streiten. Im Gespräch geht es um Mental Load und Care-Arbeit als tägliche Verhandlung, um die drei entscheidenden Schritte jeder Vorbereitung (Kuchen vergrößern, ambitionierte Ziele setzen, die eigene Untergrenze kennen) und darum, welche Verhandlungstaktiken speziell Frauen zugutekommen.

    Worum geht es in der Folge?
    • Dr. Martina Pesic ist promovierte Verhandlungsexpertin (Value Negotiating), Shadow Negotiator, Trainerin und Keynote-Speakerin

    • Wie Care-Arbeit in Partnerschaften unsichtbar bleibt – und warum Paare, getrennt befragt, gemeinsam immer auf über 100 % ihres Anteils kommen

    • Der Klassiker der Harvard-Verhandlungsmethode – die Schwestern und die Orange: Fragen statt Annehmen öffnet den Verhandlungsspielraum

    • Warum Entscheidungen immer zuerst emotional getroffen und erst danach rational begründet werden

    • Verhandlungen mit den eigenen Kindern als härtestes Trainingsfeld für Emotionsregulation

    • Die drei Schritte jeder guten Verhandlungsvorbereitung: Kuchen vergrößern, ambitioniertes Ziel setzen, eigene Untergrenze (BATNA) kennen

    • Warum Frauen nicht wie Männer verhandeln sollten – sondern ihre eigene, größere Klaviatur nutzen können


    Das nimmst du mit:Mental Load sichtbar machen

    • Werden Partner:innen getrennt gefragt, wie hoch ihr Anteil an der Care-Arbeit ist, kommt man in Summe garantiert auf über 100 %

    • Das liegt nicht an Absicht, sondern daran, dass man vor allem das sieht, was man selbst leistet

    • Tipp: Checklisten (z. B. vom Equal Care Day) machen Tätigkeiten objektiv vergleichbar

    Schritt 1 – Den Kuchen größer machen

    • Der größte Fehler: zu früh über Zahlen sprechen

    • Durch echtes Interesse, Zuhören und gezieltes Nachfragen ("Wozu brauchst du das eigentlich?") lässt sich der Verhandlungsspielraum oft massiv vergrößern

    • 90 % der Verhandlungszeit sollte in die Vorbereitung fließen

    Schritt 2 – Ambitionierte Ziele setzen

    • Je erfahrener jemand ist, desto niedriger sind oft die eigenen Ziele – weil man schon alle Widerstände kennt

    • Das Problem: Man "verhandelt gegen sich selbst", bevor die eigentliche Verhandlung überhaupt beginnt

    • Ambitionierte Ziele sind am Ende auch für die Gegenseite befriedigender

    Schritt 3 – Die eigene Untergrenze kennen (BATNA)

    • Es gibt drei mögliche Untergrenzen: finanziell, strategisch und emotional

    • Ein Verhandlungsabbruch ist kein Scheitern, sondern oft das bessere Ergebnis

    • BATNA = Best Alternative To a Negotiated Agreement – die eigene Untergrenze vorher recherchieren statt zu bluffen

    Verhandlungstaktiken, die zu Frauen passen

    • Nicht das männliche Verhalten am Verhandlungstisch kopieren, sondern die eigene, breitere Klaviatur nutzen

    • Klar und assertiv auftreten, ohne ins negative Stereotyp zu kippen

    • Unbewusste Vorurteile (Likeability-Bias) kennen – und gezielt zum eigenen Vorteil nutzen



    Erwähnte Folgen
    • Folge 15 – Unbewusste Vorurteile: Wie das Gehirn uns täuscht und was das in der Arbeitswelt bewirkt

    • Diese Folge ist Teil 1 einer dreiteiligen Serie zum Thema Verhandeln, direkt gefolgt von Folge 43 und Folge 44 (Kompaktfolgen)



    Buchempfehlungen
    • Chris Voss (mit Tahl Raz): Kompromisslos verhandeln * (deutsche Ausgabe)
     Hinweis: Diese Empfehlung wird in Folge 43 genauer vorgestellt
    • Chris Voss (mit Tahl Raz): Never Split the Difference * (englische Originalausgabe) 

    • Gary Noesner: Stalling for Time – My Life as an FBI Hostage Negotiator * 

    • Marion Knaths: Spiele mit der Macht – Wie Frauen sich durchsetzen *

    • Mental Load Test (Equal Care Day) Kostenloser Selbsttest, um die Verteilung der Care-Arbeit sichtbar zu machen – Varianten für zu Hause, den Arbeitsplatz und mehr.

    * Affiliate-Link

    Kontakt & weitere Inhalte
    • Dr. Martina Pesic auf LinkedIn (regelmäßige Beiträge zu Verhandlungstaktiken)

    • Eröffnungsrede bei der "Better Future"-Konferenz zum Thema Frauen am Verhandlungstisch


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    1 hr 14 min
  • Wie du mit der richtigen Sprache Konflikte im Keim erstickst - #41
    Folge 41: Wie du mit der richtigen Sprache Konflikte im Keim erstickst

    Gewaltfreie Kommunikation für Führungskräfte, Eltern und alle, die klarer kommunizieren wollen

     🎧 KurzbeschreibungEin Vorwurf kostet Verbindung. Eine Bitte schafft sie. In dieser Kompaktfolge stelle ich die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg vor – ihre vier Schritte, das Zusammenspiel von Gefühl und Bedürfnis, und warum sie sowohl im Job als auch mit Kindern so viel verändern kann. Konflikte kosten Unternehmen laut KPMG-Studie bis zu 20 % der Personalkosten – höchste Zeit, anders zu sprechen.

     🔎 Worum geht es in der Folge?
    • Was Gewaltfreie Kommunikation eigentlich ist – die drei Säulen als Rahmen

    • Wolf- vs. Giraffensprache

    • Die vier Schritte: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte

    • Aktives Zuhören nach Rogers und empathisches Zuhören – inkl. Dyaden-Meditation als Übung

    • Schützende vs. strafende Macht in Erziehung und Führung

    • Anwendung im Job und mit Kindern, mit konkreten Beispielen

    • Praxistipps zum sofortigen Üben

     📌 Zentrale Erkenntnisse aus der FolgeKonflikte haben einen echten Preis

    Laut KPMG-Konfliktkostenstudie (2009) verschlingen Konflikte in Unternehmen bis zu 20 % der Personalkosten. Führungskräfte verlieren dadurch teils 30–50 % ihrer Arbeitszeit an Reibung statt an Führung – volkswirtschaftlich wird der Schaden in Deutschland auf rund 50 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

    Gefühl ist Signal, nicht Vorwurf

    Der Kern der GFK: Ein Gefühl zeigt an, ob ein Bedürfnis erfüllt oder unerfüllt ist – es ist kein Vorwurf an eine andere Person. Wer diesen Zusammenhang versteht, kommt raus aus der Anklage und rein in die Selbstverantwortung.

    Zuhören ist die andere Hälfte der GFK

    Neben den vier Schritten gehört gutes Zuhören dazu: von den klassischen Techniken nach Carl Rogers bis zum empathischen Zuhören als Haltung – inklusive einer ganz konkreten Übung, der Dyaden-Meditation.

    Macht kann schützen oder strafen

    Die GFK unterscheidet schützende Macht (Grenzen setzen, um Schaden zu verhindern) von strafender Macht (Verhalten über Druck und Sanktion steuern) – ein Unterschied, der sowohl in der Erziehung als auch in der Führung enorm viel verändert.

     📚 BuchempfehlungEin besonders schöner, kindgerechter Einstieg in die GFK für Familien:

    • Juliane Hammann: Mit dem Herzen sprechen *

     📑 Quellen & weiterführende Literatur
    • Rosenberg, M. B.: Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens. *

    • KPMG (2009). Konfliktkosten – Reibungsverluste in Unternehmen.

    • Murphy, K. (2019, dt. 2021): Immer auf Sendung … nie auf Empfang. Mosaik Verlag. * (Moderne Entsprechung zum aktiven Zuhören nach Carl Rogers.)


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    35 min
  • Von „guten Vätern“ zu gleichberechtigten Eltern mit Philipp Macke - #40
     Episode 40: Von „guten Vätern“ zu gleichberechtigten Eltern

    Wie gelingt aktive Vaterschaft – und was brauchen Männer, um Verantwortung von Anfang an selbstverständlich zu übernehmen? Elisabeth Tophinke spricht mit Philipp Macke, Gründer von DaddyDo, über die Frage, warum gute Vorsätze allein nicht reichen und wie Väter ihre Rolle bewusst gestalten können.

    Gemeinsam sprechen sie darüber, wie fehlende Vorbilder, gesellschaftliche Erwartungen und ungleiche Verantwortung die Vereinbarkeit beeinflussen. Es geht um die „nagging wife“, weibliche Wut als nachvollziehbare Reaktion auf dauerhaft ungleich verteilte mentale und organisatorische Verantwortung sowie darum, warum Frauen diese Ungleichheit klar benennen dürfen. Außerdem diskutieren sie, weshalb die Simpsons eine höhere Scheidungsrate haben als andere Säugetiere und was sich daraus über Elternschaft und Partnerschaft lernen lässt.


    Über Philipp Macke

    Philipp Macke ist Gründer von DaddyDo, einer Plattform, die Väter dabei unterstützt, ihre Rolle aktiv zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und Beziehungen in der Familie zu stärken. Zuvor war er unter anderem bei Wendero und Hays im Projekt- und Innovationsmanagement tätig. Er engagiert sich außerdem als Botschafter der Väter-Community papammunity und im Vorstand eines Kita-Fördervereins. Philipp ist Vater von drei Kindern.


    In dieser Episode geht es unter anderem um:

    • wie Väter motiviert werden können, ihre Rolle aktiv zu gestalten,

    • warum aktive Vaterschaft bereits vor der Geburt beginnt,

    • weshalb Vorbilder und Selbstreflexion entscheidend sind,

    • wie Mental Load und Verantwortung partnerschaftlich verteilt werden können,

    • warum weibliche Wut häufig Ausdruck struktureller Ungleichheit ist,

    • weshalb das Bild der „nagging wife“ den eigentlichen Konflikt verschleiert,

    • warum die Simpsons, also eine Familie mit traditionellen Rollenverteilungen, eine höhere Scheidungsrate haben als gleichberechtigte Elternbeziehungen ,

    • wie DaddyDo Väter dabei unterstützt, Verantwortung konkret zu übernehmen.


    Kontakt zu Philipp Macke

    • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/philipp-macke/

    • Instagram: https://www.instagram.com/daddydo_official

    • DaddyDo: https://daddy-do.com

    DaddyDo befindet sich aktuell in der Testphase. Interessierte Väter können sich über die Warteliste auf der Website als Tester anmelden.


    Phrasenverdrescher

    Wir sprechen darüber,

    • warum Väter für Selbstverständlichkeiten häufig Applaus bekommen,

    • weshalb Mütter und Väter in der Öffentlichkeit unterschiedlich bewertet werden



    Empfehlungen aus der Episode

    • Up to Dad* – Carsten Vonnoh

    • Neue Narrative – Ausgabe zum Thema Care 

    • To Sell Is Human* – Daniel H. Pink

    • Drive* - Daniel H. Pink




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    54 min
  • Warum der perfekte Zeitpunkt für Kinder nie kommt mit Dr. Shirin Keyhanian - #39
    Warum der perfekte Zeitpunkt für Kinder nie kommt -#39

    Dr. Shirin Keyhanian über Promotion neben dem Job, Karriere mit Kindern, Führung in Teil- und Vollzeit und Karriere ohne Masterplan.

    Wann ist der richtige Zeitpunkt für Kinder? Für Karriere? Für den nächsten Karriereschritt? Die Erfahrung von Dr. Shirin Keyhanian zeigt: Wahrscheinlich gibt es ihn nicht.

    Shirin ist promovierte Lebensmittelchemikerin, arbeitet seit über 18 Jahren bei Beiersdorf und hat dort verschiedene Führungspositionen in Forschung, Entwicklung und Marketing übernommen. Parallel dazu hat sie Familie gegründet, zwei Kinder bekommen und Karriere gemacht – ohne den perfekten Plan, aber mit viel Mut, Anpassungsfähigkeit und Unterstützung durch ihr Umfeld.

    In dieser Folge sprechen wir über die Realität von Vereinbarkeit – jenseits von Perfektionsansprüchen und idealisierten Lebensläufen.

    Darüber sprechen wir in dieser Episode:

    ✅ Promotion neben dem Beruf und warum sie ihr Arbeitsmodell mehrfach anpassen musste

    ✅ Wie aus einer Wissenschaftlerin eine Führungskraft wurde

    ✅ Warum Karrierewege selten nach Plan verlaufen

    ✅ Elternzeit, Teilzeit und der Wiedereinstieg nach den Kindern

    ✅ Vereinbarkeit in einer Fernbeziehung

    ✅ Die Rolle von Vertrauen und Unternehmenskultur

    ✅ Warum Vorbilder für Vereinbarkeit so wichtig sind

    ✅ Führung mit Kindern – und was Mitarbeitende wirklich brauchen

    ✅ Wie sich Vereinbarkeit verändert, wenn Kinder älter werden

    ✅ Warum offene Gespräche oft der wichtigste Hebel sind

    Shirins wichtigste Learnings:

    💡 Den perfekten Zeitpunkt gibt es selten.

    💡 Vereinbarkeit funktioniert nicht statisch, sondern muss immer wieder angepasst werden.

    💡 Wer Unterstützung braucht, sollte sie aktiv ansprechen.

    💡 Gute Führung basiert auf Vertrauen statt Kontrolle.

    💡 Vorbilder schaffen Mut und erweitern Möglichkeiten.

    Phrasenverdrescher:

    🎙️ „Vollzeit kommt für mich nicht infrage – ich will ja auch Zeit mit meinen Kindern haben.“

    Empfehlung der Folge:

    Learning with Caroline

    Simon Sinek: Start with Why*

    Mehr zu Dr. Shirin Keyhanian:

    🔗 LinkedIn-Profil von Dr. Shirin Keyhanian


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    37 min
  • Work-Life-Remix statt Work-Life-Balance mit Carsten Meier - #38
    Folge 38: Work-Life-Remix statt Work-Life-Balance

    Von der 4-Tage-Woche zum Lebens-Mischpult

    Ist Work-Life-Balance überhaupt ein sinnvolles Ziel? Carsten Meier, Mitautor der Deutschland-Studie zur 4-Tage-Woche und Autor von Work-Life Remix, erklärt, warum Vereinbarkeit kein Gleichgewicht ist, sondern ein fortlaufender Anpassungsprozess. Wir sprechen über die Erkenntnisse der 4-Tage-Woche, moderne Arbeitsmodelle und die fünf Regler des Lebens-Mischpults.


    👤 Gast

    Carsten Meier ist People & Culture Stratege und Co-Founder von zwei Unternehmen, die sich der Transformation der Arbeitswelt widmen.

    Seit 2013 gestaltet er mit Intraprenör HR-Strategien, Organisationsentwicklung und innovative Arbeitsmodelle. Mit Paced, einer hybriden Lernplattform für HR-Professionals, unterstützt er seit November 2025 Unternehmen beim Aufbau von Future Skills.

    Carsten ist Autor mehrerer Studien, darunter die 4-Tage-Woche Deutschland Studie und die Hybrid Work Germany Studie. 2024 war er außerdem als Organisationsentwickler Teil des Wahlkampfstabs von Robert Habeck.

    Gemeinsam mit seiner Frau Nina gründete er seine Unternehmen und veröffentlichte 2025 das Buch Work-Life Remix.


    🧭 Worum es in dieser Folge geht

    Die klassische Work-Life-Balance verspricht ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben. Carsten Meier hält dieses Ziel für unrealistisch. Stattdessen beschreibt er Vereinbarkeit als einen fortlaufenden Remix: Je nach Lebensphase, Familie, Karriere und persönlichen Bedürfnissen müssen die Regler immer wieder neu eingestellt werden.

    Ausgehend von den Ergebnissen der Deutschland-Studie zur 4-Tage-Woche sprechen wir darüber, wie moderne Arbeit gestaltet werden kann, ohne Gesundheit, Leistung und Lebensqualität gegeneinander auszuspielen.

    In dieser Folge erfährst du:

    • warum Vereinbarkeit keine Frage von Balance, sondern von bewussten Entscheidungen ist

    • weshalb sich Arbeit und Privatleben in unterschiedlichen Lebensphasen immer wieder neu sortieren dürfen

    • wie Carsten und seine Frau Unternehmertum, Familie und gemeinsame Führung als wiederkehrenden Aushandlungsprozess gestalten

    • warum regelmäßige Selbstreflexion oft wichtiger ist als langfristige Lebensplanung

    • weshalb Unternehmen mit weniger Arbeitszeit häufig dieselben Ergebnisse erreichen können

    • wie die 4-Tage-Woche Stress reduziert, Schlaf verbessert und die Gesundheit von Mitarbeitenden stärkt

    • warum Mitarbeitendenbeteiligung einer der wirksamsten Hebel für erfolgreiche Veränderungen ist

    • weshalb Fokuszeiten, weniger Meetings und klarere Kommunikation häufig mehr bewirken als zusätzliche Arbeitsstunden

    • warum Effizienzgewinne durch KI und neue Technologien nicht automatisch zu mehr Arbeit führen müssen

    • weshalb Menschen sehr unterschiedliche Bedürfnisse nach Struktur, Flexibilität, Intensität und sozialer Verbindung haben

    • warum die beste Lösung selten individuell entsteht, sondern gemeinsam mit Familie, Team oder Organisation entwickelt werden muss

    • weshalb gute Vereinbarkeit nie fertig ist, sondern regelmäßig neu justiert werden darf


    Das Lebens-Mischpult: Die fünf Regler des Work-Life-Remix

    🎚️ Takt (Zeit)
    Wie viel zeitliche Flexibilität oder Verbindlichkeit passt zu deinem Leben?

    🎚️ Raum (Ort)
    Wie ortsunabhängig möchtest du arbeiten und leben?

    🎚️ Arrangement (Struktur)
    Wie viel Orientierung, Routinen und Verlässlichkeit brauchst du?

    🎚️ Bass (Intensität)
    Wie viel Dynamik und Leistungsdichte tun dir gut?

    🎚️ Echo (Verbindung)
    Wo entstehen die Beziehungen und Gemeinschaften, die dir wichtig sind?


    🧠 Phrasenverdrescher

    • „Work-Life-Balance“

    • „Vollzeit oder Teilzeit?“


    📚 Empfehlungen

    • Work-Life Remix– Nina Meier & Carsten Meier*
      Praxis- und Arbeitsbuch zum Lebens-Mischpult. Mit Reflexionsübungen und konkreten Methoden für moderne Vereinbarkeit in unterschiedlichen Lebensphasen.

    • Vom Ende des Gemeinwohls – Michael J. Sandel*
      Eine kritische Auseinandersetzung mit Leistungsgesellschaft, Meritokratie und der Frage, welche Folgen unser Verständnis von Erfolg und Leistung für gesellschaftlichen Zusammenhalt hat.

    • 4-Tage-Woche Deutschland Studie – Intraprenör, 4 Day Week Global & Universität Münster
      Die bislang größte deutsche Studie zur Einführung der 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich und ihren Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeitende.

    • Hybrid Work Germany Studie – Carsten Meier und Forschungspartner:innen
      Untersuchung zu den Auswirkungen hybrider Arbeit auf Zusammenarbeit, Führung und Unternehmenskultur.


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    1 hr 1 min

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Entdecke in “Work Life Rebels“ mit Elisabeth Tophinke, Ingenieurin, Führungskraft, Mutter und Expertin für Vereinbarkeit, wie du Beruf und Familie erfolgreich vereinbaren kannst. Dieser Podcast bietet dir Einblicke in die Geschichten inspirierender Rolemodels, die zeigen, dass es möglich ist, beides zu meistern.