Wunderwerk Orgel: Von Flöten, Streichern & schmetternden Zungen: Wie Pfeifen ihre Farbe bekommen
In der achten Folge geht es um die Disposition – den gedruckten Regieplan einer Orgel, aus dem Fachleute die Epoche, die Möglichkeiten und den Charakter eines Instruments ablesen können. Karin, Jeanette, Lennart und Ralph sprechen darüber, warum enge Pfeifen wie Streichinstrumente klingen, wie sich offene von gedeckten Flöten unterscheiden und was der Unterschied zwischen Lippenpfeifen (Labialen) und Zungenregistern (Lingualen) ist.
Die Disposition erklärt: Warum der schriftliche Registerplan verrät, welche Stücke auf einer Orgel spielbar sind.
Das Geheimnis der Mensur: Warum das Verhältnis von Länge zu Weite bestimmt, ob eine Pfeife flötig (weit), streichend (eng) oder wie ein Prinzipal (Mitte) klingt.
Offen, Gedeckt & Überblasend: Was die zarte Hohlpfeife von der strahlenden, überblasenden Flaut Travers unterscheidet.
Das Gemshorn als Vermittler: Wie eine konische (trichterförmige) Pfeifenform das Beste aus zwei Klangwelten vereint. Physik der Ansprache: Warum enge Streicher (Viola da Gamba, Vagoa) etwas Zeit brauchen („Vorsprache“), während gedeckte Pfeifen sofort da sind.
Lippen- vs. Zungenpfeifen: Wie vibrierende Metallplättchen in der Trompete $8'$ und dem Fagott $16'$ für schmetternde Klänge sorgen.
Stimmen & Prospekt: Warum Zungenregister ganz vorne in der Orgel stehen und mit einer Krücke gestimmt werden. Über 1.400 Pfeifen: Warum aus 23 Registern durch mehrchörige Mixturen und Zymbeln weit über tausend Einzelpfeifen werden.
Website der Kirchengemeinde: https://evangelisch-karthause.de/
Hosts: Karin, Jeanette, Lennart & Ralph
Podcast: Wunderwerk Orgel