Der Getränke-Manni muss zu „Bierkultur 4.0“ und schickt den Hanswurst deshalb mit seinem Kastenwagen durch die Waschstraße.
Außen sauber. Innen sauber. Dann fällt die Tür zu.
Schlüssel, Handy, Portemonnaie, Jacke und Haustürschlüssel liegen im verschlossenen Wagen. Und der Hanswurst stellt fest, dass er im Smartphone-Zeitalter zwar sein komplettes Leben dabeihat, aber keine einzige Telefonnummer mehr kennt, sobald dieses Leben hinter einer Autoscheibe liegt.
Mehrere Menschen winken ab. Zwei Autohäuser helfen auch nicht weiter.
Nur Aisulu, eine Frau aus Kasachstan, die der Hanswurst gerade erst kennengelernt hat, steigt ein. Sie probiert die Tür zu öffnen, fährt ihn von Autohaus zu Autohaus, wartet mit ihm und sucht weiter nach einer Lösung, obwohl sie selbst längst nach Hause müsste.
Am Ende braucht der ADAC einen kleinen Keil, zwei Luftkissen, eine Stange und ungefähr eine Minute.
Eine Wurst- und Durstgeschichte über dreieinhalb Stunden selbstverschuldetes Pech, digitale Abhängigkeit und die seltene Erfahrung, dass ein fremder Mensch einfach hilft, weil jemand Hilfe braucht.
Geschrieben von Florian Link
Gelesen von Michael Elze
Im Anschluss: der Bonussong „Keiner hat ein Handy“.