Die erste Folge der Zeitgenossen beschäftigt sich mit der Einleitung zu Hartmut Rosas Buch „Beschleunigung - Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne“.
Nach einigen allgemeinen Worten zum Buch und unserem Vorgehen, arbeiten wir uns Punkt für Punkt durch die dreigliedrige Einführung.
Im ersten Teil mit dem Titel „Zeitstrukturen in der Gesellschaft“ beschäftigt sich Rosa mit dem Stand der zeitsoziologischen Forschung, grundlegenden Begriffen von Zeitstrukturen und -horizonten und der gesellschaftspolitischen Dimension der Zeitfrage, sowie der daraus für das Buch erwachsende Programmatik.
Der zweite Teil, überschrieben mit „Zwei Zeitdiagnosen der Gegenwart“, charakterisiert die Moderne als Erfahrung von Beschleunigung und weist auf die Paradoxie von „Sozialer Beschleunigung“ und „Gesellschaftlicher Erstarrung“ hin, die zu einem „Rasenden Stillstand“ zusammengefasst werden können. Für Rosa hat das Maß diese Beschleunigung in der Gegenwart einen kritischen Punkt überschritten, jenseits dessen der bisherige gesellschaftliche Status Quo nicht mehr aufrecht zu erhalten ist.
In „Vorüberlegungen zu einer Theorie der sozialen Beschleunigung“, dem dritten Teil der Einleitung, erläutert Rosa seine Ausgangshypothese („Die Erfahrung der Moderne ist die Erfahrung der Beschleunigung.“) und sein methodisches Vorgehen im Buch. Ferner geht er auf verschiedene Einwände seine Argumentation betreffend ein und versucht diese schon im Vorfeld auszuräumen. Am Ende fordert er nicht weniger als eine Revolutionierung unseres Zeitbegriffs und als Fernziel eine „Soziologie des guten Lebens“.