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In dieser Folge wird’s tiefgründig – und trotzdem bleibt’s köstlich. Orhan Tançgil trifft Abdül Zakaraka, Theologe, Kommunikationsdesigner und bekennender Teetrinker aus Solingen. Gemeinsam sprechen sie über Halal und Haram, über Ramadan und Datteln, über Glaube, Ethik und gutes Essen. Eine Folge zwischen Spiritualität und Satirischem – ganz im Sinne von KochDichTürkisch: respektvoll, neugierig und mit einem Augenzwinkern.
Der Podcast beginnt gemütlich: zwei Männer, zwei Teegläser, viel Gesprächsstoff. Abdül erzählt, wie er vom Kommunikationsdesign zur Theologie kam – und warum Glauben und Gestalten für ihn zusammengehören. Orhan, selbst gelernter Grafiker, findet schnell eine gemeinsame Linie: Typografie trifft Theologie, und beide lieben gutes Essen.
Bald geht’s um Heimat, Identität und Geschmack. Abdül stammt aus Solingen, seine Familie aus Izmir und vom Schwarzen Meer. Die beiden Regionen könnten kulinarisch kaum unterschiedlicher sein – mediterrane Leichtigkeit trifft auf Mais, Butter und Käse. Schnell fällt das Stichwort Muhlama – ein köstliches Schwarzmeergericht aus Maismehl, Butter und Käse.
Das Gespräch vertieft sich in die Frage: Was bedeutet Halal eigentlich?
Beide sind sich einig: Ein Halal-Stempel auf einer 2-Euro-Wurst macht noch kein gutes Gewissen. „Halal heißt auch, ehrlich zu sein – mit sich selbst und mit dem Tier,“ sagt Orhan.
Im zweiten Teil dreht sich alles um den Fastenmonat Ramadan. Abdül beschreibt, warum dieser Monat im Islam so besonders ist: Er erinnert an Besinnung, Entschleunigung und Dankbarkeit. Orhan fragt nach den Ursprüngen, und Abdül erklärt anschaulich den Unterschied zwischen Sonnen- und Mondkalender, zwischen islamischem und gregorianischem Jahr.
Das Fasten, sagt er, sei kein Verzicht, sondern eine Reinigung – des Körpers und der Gedanken. Nicht nur Essen und Trinken sind tabu, sondern auch alles, was den Geist stört. Selbst Zahnpasta mit Geschmack wird diskutiert – und was Köche tun, wenn sie abschmecken müssen.
Als die Sonne untergeht, beginnt das İftar – das Fastenbrechen. Abdül erzählt, dass der Prophet Mohammed sein Fasten mit einer Dattel und einem Schluck Wasser öffnete. Eine Geste, die bis heute in Millionen muslimischen Haushalten auf der ganzen Welt lebendig ist.
Orhan und Abdül sprechen über Datteln als Symbol für Leben, Energie und Verbundenheit – und über die Olive, die im Koran ebenso gepriesen wird. Beide Früchte stehen für das, was KochDichTürkisch ausmacht: Einfachheit, Ehrlichkeit, Fülle.
Natürlich geht’s auch um das große Finale: das Fest des Fastenbrechens – Ramazan Bayramı, im Volksmund „Zuckerfest“. Abdül beschreibt die Freude der Kinder, die Morgengebete, das Verteilen von Bonbons in der Nachbarschaft. Orhan erinnert sich an seine Kindheit in der Druckerei seines Vaters, wo sie jedes Jahr Ramadan-Kalender druckten – ein Stück gelebte Migration in deutscher Typografie.
Beide sind sich einig: Ob in Solingen, Düsseldorf oder Izmir – am Ende verbindet das gemeinsame Essen. Denn Fasten ist mehr als ein religiöses Ritual. Es ist ein soziales, menschliches Ereignis.
Diese Folge ist wie ein guter Tee: warm, tief und mit leichtem Nachhall. Ein Gespräch über Essen, Glauben, Identität – und darüber, wie all das zusammen auf den Tisch kommt.
By KochDichTürkischZu allen Podcast-Folgen hier entlang.
In dieser Folge wird’s tiefgründig – und trotzdem bleibt’s köstlich. Orhan Tançgil trifft Abdül Zakaraka, Theologe, Kommunikationsdesigner und bekennender Teetrinker aus Solingen. Gemeinsam sprechen sie über Halal und Haram, über Ramadan und Datteln, über Glaube, Ethik und gutes Essen. Eine Folge zwischen Spiritualität und Satirischem – ganz im Sinne von KochDichTürkisch: respektvoll, neugierig und mit einem Augenzwinkern.
Der Podcast beginnt gemütlich: zwei Männer, zwei Teegläser, viel Gesprächsstoff. Abdül erzählt, wie er vom Kommunikationsdesign zur Theologie kam – und warum Glauben und Gestalten für ihn zusammengehören. Orhan, selbst gelernter Grafiker, findet schnell eine gemeinsame Linie: Typografie trifft Theologie, und beide lieben gutes Essen.
Bald geht’s um Heimat, Identität und Geschmack. Abdül stammt aus Solingen, seine Familie aus Izmir und vom Schwarzen Meer. Die beiden Regionen könnten kulinarisch kaum unterschiedlicher sein – mediterrane Leichtigkeit trifft auf Mais, Butter und Käse. Schnell fällt das Stichwort Muhlama – ein köstliches Schwarzmeergericht aus Maismehl, Butter und Käse.
Das Gespräch vertieft sich in die Frage: Was bedeutet Halal eigentlich?
Beide sind sich einig: Ein Halal-Stempel auf einer 2-Euro-Wurst macht noch kein gutes Gewissen. „Halal heißt auch, ehrlich zu sein – mit sich selbst und mit dem Tier,“ sagt Orhan.
Im zweiten Teil dreht sich alles um den Fastenmonat Ramadan. Abdül beschreibt, warum dieser Monat im Islam so besonders ist: Er erinnert an Besinnung, Entschleunigung und Dankbarkeit. Orhan fragt nach den Ursprüngen, und Abdül erklärt anschaulich den Unterschied zwischen Sonnen- und Mondkalender, zwischen islamischem und gregorianischem Jahr.
Das Fasten, sagt er, sei kein Verzicht, sondern eine Reinigung – des Körpers und der Gedanken. Nicht nur Essen und Trinken sind tabu, sondern auch alles, was den Geist stört. Selbst Zahnpasta mit Geschmack wird diskutiert – und was Köche tun, wenn sie abschmecken müssen.
Als die Sonne untergeht, beginnt das İftar – das Fastenbrechen. Abdül erzählt, dass der Prophet Mohammed sein Fasten mit einer Dattel und einem Schluck Wasser öffnete. Eine Geste, die bis heute in Millionen muslimischen Haushalten auf der ganzen Welt lebendig ist.
Orhan und Abdül sprechen über Datteln als Symbol für Leben, Energie und Verbundenheit – und über die Olive, die im Koran ebenso gepriesen wird. Beide Früchte stehen für das, was KochDichTürkisch ausmacht: Einfachheit, Ehrlichkeit, Fülle.
Natürlich geht’s auch um das große Finale: das Fest des Fastenbrechens – Ramazan Bayramı, im Volksmund „Zuckerfest“. Abdül beschreibt die Freude der Kinder, die Morgengebete, das Verteilen von Bonbons in der Nachbarschaft. Orhan erinnert sich an seine Kindheit in der Druckerei seines Vaters, wo sie jedes Jahr Ramadan-Kalender druckten – ein Stück gelebte Migration in deutscher Typografie.
Beide sind sich einig: Ob in Solingen, Düsseldorf oder Izmir – am Ende verbindet das gemeinsame Essen. Denn Fasten ist mehr als ein religiöses Ritual. Es ist ein soziales, menschliches Ereignis.
Diese Folge ist wie ein guter Tee: warm, tief und mit leichtem Nachhall. Ein Gespräch über Essen, Glauben, Identität – und darüber, wie all das zusammen auf den Tisch kommt.