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In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um Oxalsäure bei Bienen als Winterbehandlung gegen die Varroa-Milbe. Markus Habermehl erklärt, warum die Restentmilbung vor allem in der brutfreien Phase sinnvoll ist, wie sich Träufeln und Verdampfen unterscheiden und worauf bei Rechtslage, Sicherheit und Erfolgskontrolle zu achten ist.
Warum Oxalsäure nur in der brutfreien Phase wirkt Oxalsäure wirkt nur auf Milben, die offen auf den Bienen sitzen. In die verdeckelte Brut dringt sie nicht ein. Deshalb ist die Behandlung im Winter nach dem Brutstopp deutlich wirksamer als im Sommer, wenn ein großer Teil der Varroa-Milben geschützt in der Brut sitzt. Markus betont, dass das Timing über den Erfolg der Restentmilbung entscheidet: Behandelt wird nicht nach Kalender, sondern nach tatsächlicher Brutfreiheit.
Träufeln: einfach, günstig und gut für kleine Bestände Das Träufeln beschreibt Markus als einfache und kostengünstige Methode, die sich besonders für kleine Bestände eignet. Wichtig sind dabei: • die richtige Dosierung • kühles Wetter, damit die Bienen eng sitzen • zügiges Arbeiten ohne unnötige Störung des Volkes
Verdampfen: effizient, aber riskanter für den Anwender Das Verdampfen ist effizient und für größere Bestände geeignet, aber deutlich gefährlicher für den Imker. Markus weist klar auf die Risiken durch das Einatmen des Dampfes hin und nennt den nötigen Schutz: Atemmaske, Schutzbrille und Handschuhe. Außerdem sind Windrichtung, Abstand und der sichere Umgang mit dem heißen Gerät zu beachten.
Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ein eigener Schwerpunkt ist die Rechtslage. Verwendet werden dürfen nur zugelassene Bienenarzneimittel in der jeweils erlaubten Anwendungsform. Die konkrete Zulassung kann sich je nach Land und Zeitpunkt unterscheiden und sollte vor der Anwendung geprüft werden.
Erfolgskontrolle und sichere Lagerung Den Behandlungserfolg kontrolliert Markus über die Bodenwindel und beobachtet den Milbenfall. Zum Schluss fasst er zusammen: Oxalsäure sicher lagern, nur zugelassene Präparate verwenden und nach tatsächlicher Brutfreiheit statt nach Kalender behandeln.
By Markus HabermehlIn dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um Oxalsäure bei Bienen als Winterbehandlung gegen die Varroa-Milbe. Markus Habermehl erklärt, warum die Restentmilbung vor allem in der brutfreien Phase sinnvoll ist, wie sich Träufeln und Verdampfen unterscheiden und worauf bei Rechtslage, Sicherheit und Erfolgskontrolle zu achten ist.
Warum Oxalsäure nur in der brutfreien Phase wirkt Oxalsäure wirkt nur auf Milben, die offen auf den Bienen sitzen. In die verdeckelte Brut dringt sie nicht ein. Deshalb ist die Behandlung im Winter nach dem Brutstopp deutlich wirksamer als im Sommer, wenn ein großer Teil der Varroa-Milben geschützt in der Brut sitzt. Markus betont, dass das Timing über den Erfolg der Restentmilbung entscheidet: Behandelt wird nicht nach Kalender, sondern nach tatsächlicher Brutfreiheit.
Träufeln: einfach, günstig und gut für kleine Bestände Das Träufeln beschreibt Markus als einfache und kostengünstige Methode, die sich besonders für kleine Bestände eignet. Wichtig sind dabei: • die richtige Dosierung • kühles Wetter, damit die Bienen eng sitzen • zügiges Arbeiten ohne unnötige Störung des Volkes
Verdampfen: effizient, aber riskanter für den Anwender Das Verdampfen ist effizient und für größere Bestände geeignet, aber deutlich gefährlicher für den Imker. Markus weist klar auf die Risiken durch das Einatmen des Dampfes hin und nennt den nötigen Schutz: Atemmaske, Schutzbrille und Handschuhe. Außerdem sind Windrichtung, Abstand und der sichere Umgang mit dem heißen Gerät zu beachten.
Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ein eigener Schwerpunkt ist die Rechtslage. Verwendet werden dürfen nur zugelassene Bienenarzneimittel in der jeweils erlaubten Anwendungsform. Die konkrete Zulassung kann sich je nach Land und Zeitpunkt unterscheiden und sollte vor der Anwendung geprüft werden.
Erfolgskontrolle und sichere Lagerung Den Behandlungserfolg kontrolliert Markus über die Bodenwindel und beobachtet den Milbenfall. Zum Schluss fasst er zusammen: Oxalsäure sicher lagern, nur zugelassene Präparate verwenden und nach tatsächlicher Brutfreiheit statt nach Kalender behandeln.