EUV im Fokus

[017] Deep Dive Topic - Chip Herstellung


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Ein moderner Chip sieht von außen einfach aus, ist jedoch das Endergebnis einer industriellen Kette, die mit Sand beginnt und mit einer nanometergenauen Strukturierung in einem Reinraum endet.

In dieser Folge gehen wir Schritt für Schritt den gesamten Weg durch, ohne uns auf eine einzelne Phase zu konzentrieren.

Wenn wir zur Lithografie kommen, verwenden wir einen EUV-Scanner als konkretes Beispiel.


Wichtige Erkenntnisse

- Die Chipfertigung ist ein sich wiederholender Kreislauf: Film hinzufügen, strukturieren, übertragen, messen und wiederholen.

- Bei Silizium in Elektronikqualität werden häufig Chlorsilanchemie und destillationsbasierte Reinigung eingesetzt, bevor das Silizium als hochreines Polysilizium wieder abgeschieden wird.

- Einkristalline Ingots werden gezüchtet (in der Regel nach dem Czochralski-Verfahren) und in Scheiben geschnitten, poliert und zu Wafern geglättet.

- Reinigung und Kontaminationskontrolle sind ebenso grundlegend wie jeder andere „Kernprozessschritt”.

- Dünne Schichten werden durch Oxidations- und Abscheidungsverfahren wie CVD, PVD und ALD hergestellt, die jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile haben.

- Die EUV-Lithografie verwendet 13,5 nm Licht, Vakuum und Spiegeloptik; das Licht wird durch eine Zinnplasmaquelle erzeugt.

- Durch Plasmaätzen werden Resistmuster in Geräteschichten übertragen, wobei Kompromisse zwischen Selektivität, Richtungsabhängigkeit und Gleichmäßigkeit eingegangen werden müssen.

- Durch Ionenimplantation und Tempern werden dotierte Bereiche erzeugt, wobei ein Gleichgewicht zwischen Aktivierung und thermischen Risiken hergestellt wird.

- Durch CMP wird der Wafer für die Lithografie und die Mehrschichtintegration ausreichend flach gehalten, jedoch entstehen dabei eigene Fehlerrisiken.

- Nach der BEOL-Verdrahtung werden die Wafer getestet, geschnitten, verpackt und geprüft, sodass nur bekanntermaßen einwandfreie Teile ausgeliefert werden.


Glossar

- Polysilizium in Elektronikqualität: Hochreines polykristallines Silizium, das als Ausgangsmaterial für die Kristallzüchtung verwendet wird.

- Czochralski-Verfahren: Ein Verfahren zum Ziehen eines Einkristallblocks aus geschmolzenem Silizium unter Verwendung eines Impfkristalls.

- Fotolack: Eine lichtempfindliche Polymerfolie, die zur Bildung eines temporären Musters während der Lithografie verwendet wird.

- EUV-Lithografie: Strukturierung mit 13,5 nm extrem ultraviolettem Licht unter Verwendung reflektierender Optik im Vakuum.

- Retikel (Maske): Die strukturierte Vorlage, deren Bild in einem Scanner auf den Wafer projiziert wird.

- Plasmaätzen (Trockenätzen): Materialabtrag in einer Plasmakammer unter Verwendung reaktiver Spezies und Ionenbeschuss.

- Ionenimplantation: Dotierung durch Beschleunigung von Ionen in einen Wafer, um Verunreinigungen in kontrollierter Tiefe und Dosis zu platzieren.

- Tempern: Ein thermischer Schritt, der zur Reparatur von Schäden und zur Aktivierung von Dotierstoffen oder zur Modifizierung von Materialien verwendet wird.

- CMP: Chemisch-mechanische Planarisierung; ein Polierschritt, der die Ebenheit des Wafers wiederherstellt.

- BEOL: Back End of Line; der mehrschichtige Metallverbindungsstapel, der Transistoren miteinander verbindet.


Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt. KI kann Fehler machen. Bitte überprüfen Sie die Informationen, wenn Sie sie als Grundlage für Ihre Entscheidungsfindung verwenden möchten.

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EUV im FokusBy EUV The Focal Point - Team