
Sign up to save your podcasts
Or


Buckfast oder Carnica, kaum eine Frage wird unter Imkern so leidenschaftlich diskutiert wie diese, und kaum eine wird laut Markus Habermehl so überbewertet. In dieser Honigraum-Folge zieht er eine nüchterne Bilanz zu beiden Rassen: Herkunft, Eigenschaften, Ertrag, Varroa-Resistenz und die Frage, wie rein "reinrassig" in der Praxis überhaupt ist. Beide sind für Markus Zuchtbienen, gezüchtet auf Sanftmut und Ertrag, mit meist nur graduellen Unterschieden. Carnica, die Kärntner Biene, punktet mit guter Wabenstetigkeit und schneller Frühjahrsentwicklung. Buckfast, eine gezielte Kombinationszucht, zeigt oft geringen Schwarmtrieb, gute Honigleistung und wird häufig als robust beschrieben. Wichtiger als der Rassenname sind für Markus aber die konkrete Linie und die Anpaarung. Beim Honigertrag hält er beide Rassen für potenziell sehr leistungsfähig, ein Volk brachte bei ihm 56 Kilo. Entscheidend seien am Ende Standort, Tracht, Betriebsweise und die einzelne Königin, nicht das Rassenetikett. Bei Varroa, Vitalität und Krankheitsresistenz wird Markus deutlich: Weder Rassewahl noch Zucht auf Resistenz ersetzt eine Varroabehandlung. Die Hoffnung auf eine "Wunderbiene" sieht er kritisch, viele Volksverluste haben andere Ursachen. Zum Schluss räumt er mit einem verbreiteten Irrtum auf: Bei normaler Standbegattung entstehen fast immer Mischungen, echte Reinrassigkeit gibt es nur über kontrollierte Anpaarung. Sein Fazit: Am Ende zählt das einzelne Volk, Sanftmut, Schwarmtrieb, Entwicklung und Leistung, nicht das Etikett auf der Königin.
By Markus HabermehlBuckfast oder Carnica, kaum eine Frage wird unter Imkern so leidenschaftlich diskutiert wie diese, und kaum eine wird laut Markus Habermehl so überbewertet. In dieser Honigraum-Folge zieht er eine nüchterne Bilanz zu beiden Rassen: Herkunft, Eigenschaften, Ertrag, Varroa-Resistenz und die Frage, wie rein "reinrassig" in der Praxis überhaupt ist. Beide sind für Markus Zuchtbienen, gezüchtet auf Sanftmut und Ertrag, mit meist nur graduellen Unterschieden. Carnica, die Kärntner Biene, punktet mit guter Wabenstetigkeit und schneller Frühjahrsentwicklung. Buckfast, eine gezielte Kombinationszucht, zeigt oft geringen Schwarmtrieb, gute Honigleistung und wird häufig als robust beschrieben. Wichtiger als der Rassenname sind für Markus aber die konkrete Linie und die Anpaarung. Beim Honigertrag hält er beide Rassen für potenziell sehr leistungsfähig, ein Volk brachte bei ihm 56 Kilo. Entscheidend seien am Ende Standort, Tracht, Betriebsweise und die einzelne Königin, nicht das Rassenetikett. Bei Varroa, Vitalität und Krankheitsresistenz wird Markus deutlich: Weder Rassewahl noch Zucht auf Resistenz ersetzt eine Varroabehandlung. Die Hoffnung auf eine "Wunderbiene" sieht er kritisch, viele Volksverluste haben andere Ursachen. Zum Schluss räumt er mit einem verbreiteten Irrtum auf: Bei normaler Standbegattung entstehen fast immer Mischungen, echte Reinrassigkeit gibt es nur über kontrollierte Anpaarung. Sein Fazit: Am Ende zählt das einzelne Volk, Sanftmut, Schwarmtrieb, Entwicklung und Leistung, nicht das Etikett auf der Königin.