Stolz waren sie, die meisten Montenegriner, als im Mai 2006 das Ergebnis des Referendums veröffentlicht wurde: Der kleine Balkan-Staat erklärte sich für unabhängig. Viele Hoffnungen waren mit diesem Schritt verbunden. Aber sie wurden größtenteils enttäuscht. Nur einige wenige haben sich eine goldene Nasse verdient, für die Masse der Bevölkerung hat sich seit dem nur wenig geändert. Der monatliche Durchschnittslohn liegt bei nur 500 Euro im Monat. Besser geht es der Klientel der Regierungspartei von Milo Djukanovic, die das Land im Griff hat. Immer wieder aber gibt es Vorwürfe krimineller Machenschaften. Und wer allzu neugierig ist, der lebt gefährlich. Dieser Staat will nun in die EU und in die NATO.