Weiter gedacht - der Podcast der WZ

#101 Warum ich mit 18 ins Kloster ging


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Laura, heute Schwester Mirjam, darüber, wie sie Instagram ins Kloster brachte.

Ihr imaginärer Freund war schon als Kind Jesus. Sie habe oft mit ihm gesprochen, sagt Schwester Mirjam in dieser Folge des WZ-Podcasts „Weiter gedacht". Im Alter von 18 Jahren in den Orden der Marienschwestern vom Karmel einzutreten, sei dennoch nicht der Plan gewesen. Nach einer inneren Krise während der Hauptschulzeit und ihrer Sehnsucht nach einem Zufluchtsort sei sie aber wie getrieben gewesen von dem Wunsch, ins Kloster zu gehen.

„Ich war nicht mehr zu halten“, sagt Schwester Mirjam heute. „Ich hatte das Gefühl: Wenn ich das jetzt nicht mache, dann versäum' ich etwas.“

Der Eintritt in den Orden bedeutete aber nicht, ihr bisheriges Leben komplett aufzugeben. Ganz im Gegenteil: Ihren Social-Media-Account etwa, den sie schon davor hatte, führte sie als Ordensfrau einfach weiter – mit dem Ergebnis, dass die Anzahl ihrer Follower:innen rapide wuchs. Die Postings erzählen von ihrem Leben. Und wie sind die Reaktionen darauf? „Es sind schon merkwürdige Direct Messages dabei. Manche wundern sich, warum ich überhaupt rausgehen darf“, sagt Schwester Mirjam lachend zu WZ-Redakteurin Petra Tempfer, die gemeinsam mit WZ-Host Mathias Ziegler auch über Daten und Fakten zu diesem Thema spricht.

Produziert von „hört hört!“.

Weiterführende Links:

Die Mühlviertlerin Laura Schwaiger war die jüngste Ordensfrau Österreichs, als sie mit 18 Jahren in den Orden der Marienschwestern vom Karmel in Linz eintrat. Heute heißt sie Schwester Mirjam Maria, ist mit 27 Jahren immer noch die Jüngste im Kloster und arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Auf Instagram hat sie fast 4.000 Follower:innen: sr_mirjam

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