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1103: Polizeiarbeit aus erster Hand


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Zlata und Orlando im Interview mit Marcel Wehrlin

Im Interview mit Marcel Wehrlin, dem Mediensprecher und Stabsadjudanten der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, werden verschiedene Aspekte seiner beruflichen Laufbahn und der Polizeiarbeit im Allgemeinen behandelt. Zu Beginn erklärt Wehrlin die Rolle eines Stabsadjudanten, die sich mit der Organisation und Administration innerhalb der Polizei beschäftigt. Er schildert, dass seine Aufgaben das Finanzmanagement, die Organisation von Aus- und Weiterbildungsmassnahmen sowie die Koordination von Einsätzen und Beförderungen umfassen. Zudem leitet er den Medienstab, der in Krisensituationen wie Verkehrsunfällen oder bewaffneten Vorfällen für die Kommunikation zuständig ist.

Marcel Wehrlins Werdegang bis zu seiner aktuellen Position wird ausführlich besprochen, angefangen bei seiner schulischen Ausbildung über seine Lehre als Landmaschinenmechaniker bis hin zu seiner Entscheidung, zur Polizei zu gehen. Der Anreiz, der ihm den Schritt zur Polizeiarbeit ermöglicht hat, war ein starkes Gerechtigkeitsgefühl und das Interesse am Umgang mit Menschen. In den verschiedenen Bereichen der Polizei konnte er reichhaltige Erfahrungen sammeln, angefangen bei der normalen Polizeiarbeit über die Verkehrsgruppe bis hin zum kriminaltechnischen Dienst, wo er Spuren sicherte – ähnlich wie man es aus TV-Serien wie CSI kennt.

Die emotionale und psychologische Belastung der Polizeiarbeit kommt in der Diskussion ebenfalls zur Sprache. Verlin schildert einige der herausforderndsten Erlebnisse in seiner Karriere, wie etwa die Gefahren, die mit Einsätzen einhergehen können – darunter auch Situationen, in denen er die Waffe ziehen musste, oder der Schusswechsel, bei dem Kollegen schwer verletzt wurden. Um solche stressigen Erfahrungen zu verarbeiten, betont Marcel die Wichtigkeit von Kommunikation im Team und die Unterstützung durch professionelle Hilfe, die der Kantonspolizei zur Verfügung steht.

Auf die Frage nach der Balance zwischen Beruf und Familie erklärt Marcel, dass er bemüht ist, berufliche Belastungen von seinem Privatleben fernzuhalten, obwohl die Arbeit hin und wieder auch Auswirkungen auf sein Zuhause hat. Er erwähnt, dass Sport und das Engagement in einem Verein helfen, einen Ausgleich zu finden. Zudem unterstreicht er die Bedeutung der psychologischen Unterstützung, die sowohl intern als auch extern für die Beamten verfügbar ist.

Das Gespräch behandelt auch die Veränderungen im Bereich der Polizeiarbeit, insbesondere durch die Zunahme von Cybercrime und den Herausforderungen, die damit einhergehen. Der Mediensprecher warnt vor Betrugsmaschen wie dem sogenannten Enkeltrick und erklärt, wie wichtig es ist, die Bevölkerung darüber aufzuklären. Sein Blick auf die Zukunft der Polizeiarbeit umfasst den Einsatz moderner Technologien und die Notwendigkeit, sich ständig weiterzuentwickeln, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden.

Abschliessend ermutigt Marcel Wehrlin junge Menschen, eine Polizeikarriere in Betracht zu ziehen und betont, wie abwechslungsreich und erfüllend dieser Beruf sein kann. Er hebt hervor, dass eine gute Schulbildung und soziale Kompetenzen entscheidend sind, um sich auf eine Polizeiarbeit vorzubereiten. Die Rolle der Polizei sei nicht nur die der Ordnungshüter, sondern auch die der Unterstützer in der Gemeinschaft.

Links

  • Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden
  • Bericht Herisauer Nachrichten 10.07.2024
  • Bericht Herisauer Nachrichten 10.05.2023
  • Bericht Tagblatt 11.02.2013
  • KaPo AR in - Die Essenz
  • Credits

    • Vorbereitung: Zlata, Orlando, Andrea, Schwoegi
    • Aufnahme: Schwoegi
    • Schnitt: Schwoegi
    • Grafik: Schwoegi
    • Publikation: Schwoegi
    • Foto: Miklos
    • Original Musik: Too young for the Chair by rocavaco, https://dig.ccmixter.org
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