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1201: Andrea und Ramona, NMO


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Zwei Medienpädagoginnen erzählen im Werkpark über ihren Job als Medianpädagoginnen

Im Interview sprechen die beiden Mediapädagoginnen Andrea und Ramona,über ihre Ausbildung und ihre aktuellen Tätigkeiten in der Medienpädagogik. Andrea erzählt von ihrem beruflichen Werdegang, der sich vor einem Jahr in Mörschwil zum Mediapädagogen wandte, nachdem sie mehr als 20 Jahre im Schulbereich tätig war. Die Entscheidung, eine Weiterbildung in der Medienpädagogik zu beginnen, entstand während der Ausbildung ihres Mannes. Sie hat sich gezielt für diese Richtung entschieden, um zeitgemässe Medienkompetenzen zu erlernen und weiterzugeben.

Ramona, die ihre Ausbildung zusammen mit Andrea gemacht hat, teilt ihre Erfahrungen und Beweggründe für den Einstieg in die Mediapädagogik. Sie sieht einen Mangel an Medienpädagogen im Zyklus 1 und möchte diesen Bereich stärken, da Kinder heutzutage mit Medien aufwachsen und oft nicht ausreichend darauf vorbereitet sind, kritisch und verantwortungsbewusst damit umzugehen. Die beiden Mediapädagoginnen reflektieren, dass die Grundausbildung in der Pädagogik eine wichtige Voraussetzung für die Tätigkeit ist, und diskutieren Quereinsteigermöglichkeiten aus verschiedenen Berufsfeldern wie Pflege und Sozialarbeit.

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die fortschreitende Digitalisierung in Schulen und die damit verbundenen Anforderungen an Lehrkräfte. Andrea und Ramona erläutern, dass viele Lehrpersonen Unterstützung benötigen, um digitale Tools effektiv zu nutzen, und dass oft eine gewisse Angst besteht, sich mit neuen Medien auseinanderzusetzen. Die beiden betonen, dass eine Offenheit für Weiterentwicklung und Unterstützung im Kollegium wichtig ist, um die Medienkompetenz im Unterricht zu fördern. Ramona hebt hervor, dass es essentiell ist, dass Lehrpersonen Zeit und Ressourcen investieren, um sich mit den Themen vertraut zu machen, statt sich gegen Veränderungen zu sträuben.

Die Frauen diskutieren auch die Herausforderungen, die mit der Ausbildung zur Mediapädagogin einhergehen. Sie teilen Anekdoten über ihre Online-Module, in denen Ablenkungen und die Schwierigkeit, sich zu konzentrieren, eine grosse Rolle spielten. Darüber hinaus sprechen sie über die praktischen Teile der Ausbildung, insbesondere über ein Modul zur Medienproduktion, das ihnen wichtiges Wissen und Fähigkeiten vermittelte. Sie erklären, dass die Ausbildung sowohl theoretische als auch praktische Aspekte umfasst, jedoch oft nicht direkt im Schulalltag umsetzbar ist.

Ein weiterer Punkt in ihrem Gespräch sind die aktuellen Projekte, die sie an Schulen durchführen. Die Mediapädagoginnen berichten von Workshops und Präventionsangeboten, bei denen sie Kindern die Chancen und Risiken digitaler Medien näherbringen. Sie betonen die Wichtigkeit, das Wissen über Datenschutz und die sichere Nutzung sozialer Medien zu vermitteln. Die Rückmeldungen von Schülern und Eltern sind durchweg positiv, was zeigt, dass es einen grossen Bedarf an solchen Programmen gibt.

Abschliessend äussern beide den Wunsch, die Ausbildung und das Netzwerk in der Medienpädagogik weiter zu stärken und betonen die Notwendigkeit, die Veränderungen im Bildungsbereich aktiv mitzugestalten. Ihre positiven Erfahrungsberichte und der Austausch über Projekte zeigen, dass die Medienpädagogik ein wachsendes Feld mit vielen Möglichkeiten für innovatives Lernen darstellt, das sowohl Lehrern als auch Schülern zugutekommt.

Links

  • NMO Netzwerk Medienpädagogik OST!
  • Credits

    • Vorbereitung: Andrea, Ramona, Schwoegi
    • Aufnahme: Schwoegi
    • Schnitt: Schwoegi
    • Publikation: Schwoegi
    • Cover: Schwoegi mit Dall-e
    • Original Musik: Smooth city living, https://www.purple-planet.com
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