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1205: Reneé und Rainer


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Informatik-Mittelschule (IMS) Kanti am Brühl im Werkpark in Gais zu Besuch

Im Interview kommen Renée und Rainer, zwei Lehrpersonen an der Kanti am Brühl, zu Wort. Die beiden sprechen über ihre Werdegänge und die Herausforderungen und Chancen, die sie in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern der Informatik-Mittelschule (IMS) erleben. Renée beginnt mit ihrer beruflichen Laufbahn, die unkonventionell verlaufen ist. Sie kommt ursprünglich aus der Informatik, hat eine Ausbildung zur Programmiererin absolviert und ist dann durch verschiedene Stationen, unter anderem in der Erwachsenenbildung, letztlich als Lehrkraft in die Schule zurückgekehrt. Der Weg war für sie nicht gerade, aber die Erfahrung hat sie gelehrt, dass Geduld und Leidenschaft für das Unterrichten das Wichtigste sind.

Rainer erzählt seine Geschichte, die ebenfalls von der Spontaneität geprägt ist. Er ist aus Österreich in die Schweiz gezogen, hat anfangs in verschiedenen Positionen gearbeitet, während er sich auf seinen Traumberuf als Lehrer vorbereitete. Die Entscheidung für den Umzug nach Schweiz war stark von seiner Frau beeinflusst, und er erkannte schnell, dass er sich in einem anderen Bildungssystem und auch in einer neuen Kultur zurechtfinden musste. Seinen Weg sieht er als Lernprozess, der ihn letztlich zu seiner jetzigen Tätigkeit an der Kanti Brühl geführt hat.

Im Verlauf des Gesprächs thematisieren die beiden Lehrkräfte die Zielsetzung und die Struktur der IMS, die auf praxisorientiertes Lernen fokussiert ist. Sie betonen, dass es wichtig ist, den Schülerinnen und Schülern eine solide Grundlage zu vermitteln, die es ihnen ermöglicht, entweder direkt ins Berufsleben einzutreten oder ihre schulische Laufbahn fortzusetzen. Mit einem nostalgischen Blick berichten sie über den Wandel, den sie bei ihren Schülern beobachten – von unsicheren jungen Menschen, die an die Schule kommen, zu selbstbewussten Erwachsenen, die ihre Flügel ausbreiten und die Welt erobern.

Ein zentraler Aspekt ihrer Diskussion ist die Rolle der modernen Technologie, insbesondere der Künstlichen Intelligenz (KI), im Bildungsbereich. René und Rainer erkennen, dass die rasante Entwicklung im Bereich der KI sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringt. Sie schlagen vor, dass es wichtig ist, die Schüler sowohl für die Technologien zu sensibilisieren als auch ihre kritischen Fähigkeiten zu fördern. Dies bedeutet, dass Lehrer sich zwar mit diesen neuen Tools auseinandersetzen müssen, um ihren Unterricht anzupassen, gleichzeitig aber auch die grundlegenden Wissenskompetenzen der Schüler nicht vernachlässigt werden dürfen.

Den beiden Lehrpersonen ist bewusst, dass das Schweizer Bildungssystem zwar viele Vorteile bietet, es jedoch auch Raum für Verbesserungen gibt. Sie plädieren für eine Öffnung des Schulsystems, in dem weniger starr auf den Lehrplan geachtet wird und mehr Raum für projektbasiertes Lernen gegeben wird. Sie sind der Meinung, dass die Schülerinnen und Schüler in ihrem eigenen Tempo lernen sollten und das Bildungssystem flexibler gestaltet sein sollte, um besser auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Insgesamt ist das Gespräch geprägt von einem tiefen Engagement für die Bildung. René und Rainer sind motivierte Lehrkräfte, die sich für die Entwicklung junger Menschen einsetzen und nach Wegen suchen, wie die Schule sowohl auf die aktuellen Herausforderungen reagieren als auch die Schüler bestmöglich auf die Zukunft vorbereiten kann. Das Interview zeigt, dass es in der Schulpädagogik ein starkes Bewusstsein für die Notwendigkeit von Wandel gibt, und sie beide sind bereit, in ihrem kleinen Rahmen Veränderungen voranzutreiben.

Links

  • YouTube-Kanal von Reneée und Rainer
  • Website Kanti am Brühl
  • Credits

    • Vorbereitung: Renée, Rainer, Schwoegi
    • Aufnahme: Renée, Rainer, Schwoegi
    • Schnitt: Schwoegi
    • Grafik: Schwoegi
    • Publikation: Schwoegi
    • Original Musik: Smooth city living, https://www.purple-planet.com
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