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Eine Teilnehmerin aus meiner Masterclass schreibt mir nach einem Agentur-Call. Der Auftrag klingt vertraut: mehrere Logos, enger Zeitrahmen, Bestandskunde. Was fehlt, ist die Grundlage. Kein echtes Briefing, keine Klarheit, keine strategische Führung. Sie versucht es richtig zu machen, stellt Fragen, will verstehen, will Verantwortung übernehmen. Die Reaktion: „Mach’s nicht so kompliziert. Fang einfach an.“
Diese Situation steht exemplarisch für ein größeres Problem in unserer Branche. Design wird häufig wie reine Umsetzung behandelt, obwohl es Übersetzungsarbeit ist. Strategie darf fehlen, aber Gestaltung soll liefern. Verantwortung bleibt oben unklar und landet unten bei der Designerin. Wenn Ergebnisse dann nicht tragen, entstehen Selbstzweifel, nicht weil Fähigkeit fehlt, sondern weil das Fundament fehlt.
Diese Folge handelt von genau diesem Shift: vom Gefühl, nicht gut genug zu sein, hin zur Erkenntnis, dass Prozesse entscheiden, ob gute Arbeit überhaupt möglich ist. Es geht um Projektrealität, um Wert und Verantwortung und um die Frage, wie Designerinnen Haltung entwickeln, ohne hart zu werden.
By Svenja GersterEine Teilnehmerin aus meiner Masterclass schreibt mir nach einem Agentur-Call. Der Auftrag klingt vertraut: mehrere Logos, enger Zeitrahmen, Bestandskunde. Was fehlt, ist die Grundlage. Kein echtes Briefing, keine Klarheit, keine strategische Führung. Sie versucht es richtig zu machen, stellt Fragen, will verstehen, will Verantwortung übernehmen. Die Reaktion: „Mach’s nicht so kompliziert. Fang einfach an.“
Diese Situation steht exemplarisch für ein größeres Problem in unserer Branche. Design wird häufig wie reine Umsetzung behandelt, obwohl es Übersetzungsarbeit ist. Strategie darf fehlen, aber Gestaltung soll liefern. Verantwortung bleibt oben unklar und landet unten bei der Designerin. Wenn Ergebnisse dann nicht tragen, entstehen Selbstzweifel, nicht weil Fähigkeit fehlt, sondern weil das Fundament fehlt.
Diese Folge handelt von genau diesem Shift: vom Gefühl, nicht gut genug zu sein, hin zur Erkenntnis, dass Prozesse entscheiden, ob gute Arbeit überhaupt möglich ist. Es geht um Projektrealität, um Wert und Verantwortung und um die Frage, wie Designerinnen Haltung entwickeln, ohne hart zu werden.